"Ein großer Aufbruch" (ZDF)

Foto: © Goldene Kamera/Arne Weychardt

Das zentrale Motiv des Fernsehdramas "Ein großer Aufbruch" ist die geradezu schmerzhaft gegensätzliche Wahrnehmung der Familienmitglieder, wenn es um die gemeinsam verbrachten Jahre in Afrika geht.

Holm (Matthias Habich, M.), der Vater, hat dort in den 70ern als Ingenieur für die Entwicklungshilfe gearbeitet, seine Frau Ella (Hannelore Elsner, 2. v. r.) als Ärztin. Das ist mehr als 30 Jahre her - und doch hat jene Zeit das Leben aller geprägt. Nun wurde bei Holm Krebs diagnostiziert, und er beschließt, in der Schweiz Sterbehilfe anzunehmen. Mit einem letzten großen Auftritt will er sich von der Familie verabschieden, um bei einem üppigen Mahl mit Pastetchen, Reh und Wein noch mal sein "wundervolles, großartiges Leben" Revue passieren zu lassen. Doch der Abend wird zu keinem wehmütigen, gefühlvollen Familientreffen, sondern zur Abrechnung mit dem Vater. "Dein Leben war ein Fiasko", schleudert ihm die ältere Tochter Marie (Ina Weisse,r.), entgegen. Angeblich verheilte alte Wunden brechen auf, und höchst schockierende Geheimnisse bleiben nicht länger verborgen.

Die Jury: "Ein bewegendes Drama mit geschliffenen Dialogen, feiner Ironie, brillantem Ensemble."

Neben dem Fernsehdrama "Ein großer Aufbruch" sind in der Kategorie "Bester deutscher Fernsehfilm" der Krimi "Tatort - Borowski und der Himmel über Kiel" (Das Erste) und die Komödie "Vorsicht vor Leuten" (Das Erste) nominiert. Welche der jeweils drei Nominierten die GOLDENE KAMERA in der Königskategorie erhalten, wird erst während der Verleihung verkündet.

Das ZDF überträgt die von Thomas Gottschalk moderierte Gala am 6. Februar ab 20.15 Uhr live aus Hamburg.

"Tatort: Borowski und der Himmel über Kiel" (Das Erste)

Foto: © NDR/Christine Schröder
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