Das Seriencomeback des Jahres: „Akte X“

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Was wir bereits wissen
Mulder und Scully öffnen wieder die „Akte X“! Erfinder Chris Carter erklärt, warum die Serie viel besser in die Jetztzeit passt als in die Neunziger.

Mulder und Scully öffnen wieder die „Akte X“! Erfinder Chris Carter erklärt, warum die Serie viel besser in die Jetztzeit passt als in die Neunziger.

Was ist aus unserem alten Helden Fox Mulder geworden? „I don’t do stairs anymore“, sagt er zu seiner Partnerin Dana Scully in den neuen Folgen der Serie. „Ich steige keine Treppen mehr.“ Das soll Mariah Carey auch einmal gesagt haben. Der Ex-FBI-Agent ist also entweder ziemlich gealtert oder zur Diva mutiert. „Mulder, damals habe ich in Acht-Zentimeter-Absätzen die Treppen bestiegen!“, redet ihm Scully ins Gewissen. Worauf Mulder sich in Erinnerung ruft: „Damals ist jetzt.“ Das klingt schon besser.

Mulder und Scully sind wieder da

Ein Team um Serienschöpfer Chris Carter hat nach 13 Jahren Pause sechs weitere Folgen geschrieben und produziert (ab 8.2., 21.15 Uhr, ProSieben) – das Serien-Highlight zu Beginn des Jahres. Bis 2002 befassten sich die beiden FBI-Agenten in neun Staffeln mit den X-Akten, ungeklärten, seltsamen Fällen, die nicht von dieser Welt waren: mit Ufos, Monstern, Mutationen – und einer Verschwörung seitens der US-Regierung. Die Serie bedeutete den Durchbruch für die beiden Hauptdarsteller David Duchovny (55) und Gillian Anderson (47). Auch später bekannt gewordene Autoren wie Vince Gilligan, Erfinder von „Breaking Bad“, steuerten Bücher bei.

Nun schwenkt das ungleiche Duo erneut die Taschenlampen, sie wie bisher die Skeptikerin, er anfällig für Paranormales. Auch ihr Ex-Chef Walter Skinner tritt in der Fortsetzung auf sowie der mysteriöse Kettenraucher, von Mulder „Krebskandidat“ genannt, der immer die Antwort auf alle Fragen zu kennen schien – und am Ende von Staffel neun getötet wurde. Chris Carter verspricht für die neuen Folgen eine Erklärung dafür, warum er doch noch am Leben ist.

Und Mulder ist, entgegen obiger Befürchtung, noch wiederzuerkennen: „Eigentlich ist er genau derselbe Mensch geblieben. Er ist seit der ersten Staffel nur 23 Jahre älter geworden und hat an Lebenserfahrung gewonnen“, sagt David Duchovny. Doch er steckt in einem Tief: „Die Serie beginnt damit, dass Mulder aufgegeben hat. Er hat sich von allen zurückgezogen, hat alles verloren. Aber dann entdeckt er eine neue Verschwörung, die das alte Feuer in ihm wieder zum Brennen bringt.“ Kommen Beweise über die Existenz von Aliens, die die Regierung zurückhält, zum Tragen?

Eine Schlüsselrolle spielt dabei der konservative Fernseh-Talker Tad O’Malley (Joel McHale, „Community“), dessen Hang zu Verschwörungstheorien ebenso groß ist wie der Mulders und der ihn deshalb ausfindig machen will. „Wir sind paranoider als zur Zeit der ersten Ausstrahlung“, sagt Chris Carter. „Nach 9/11 und der Zerstörung der Twin Towers in New York haben wir alles Vertrauen in die Regierung gesetzt, uns vor weiteren Bedrohungen zu beschützen. Wir haben Rechte und Freiheiten aufgegeben und mit unserer Privatsphäre sogar mehr, als wir verhandelt hatten. Die Regierung hat zugegeben, dass sie Bürger bespitzelt – die ,X-Akten‘ wirken also gar nicht mehr so unwahrscheinlich.“

Was läuft zwischen Scully und Mulder?

Eine weitere wichtige neue Figur ist Sveta (Annet Mahendru, „The Americans“), die angeblich mehrmals von Aliens entführt wurde. Sie weckt bei Dana Scully unliebsame Erinnerungen an eigene Erfahrungen. Und was läuft zwischen Scully und Mulder? Ihre platonische Beziehung prägte die Serie – bis plötzlich Scully ein Baby bekam, und wir sie im zweiten Kinofilm (2008) als Paar erlebten.

In den neuen Folgen blicken sie auf die schwierigen Zeiten zurück, die sie seitdem erlebt haben. In den ersten US-Kritiken wurde der alte Charme der Serie vermisst. Aber der Hype ist groß. Sollte es den Fans gefallen, hält es Chris Carter für gut möglich, dass die Akte nach den sechs Folgen nicht wieder für 13 Jahre geschlossen wird.

Happy Birthday David Lynch!

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