"Wir machen den 'Tatort' größer und fetter!"

Foto: © Sean Gallup/Getty Images for GQ
Was wir bereits wissen
Im Interview verrät uns Til Schweiger, wieso er mit "Tschiller: Off Duty" auf dicke Hose macht und wie es mit seinem "Tatort"-Kommissar weitergeht.

Zum Kinostart von Til Schweigers "Tschiller: Off Duty" am 4. Februar stand uns der "Tatort"-Kommissar und GOLDENE KAMERA-Preisträger von 1998 Rede und Antwort.

Interview: Til Schweiger über "Tschiller: Off Duty"

Ist der Kino-Ausflug Ihres "Tatort"-Kommissars ein weiteres Indiz dafür, dass Sie mit Nick Tschiller eine jüngere Zielgruppe ansprechen wollen?

Wir haben tatsächlich Super­werte bei den jungen Zuschauern. Oft habe ich auf der Straße gehört, dass man sich den "Tatort" dank Nick Tschiller nun wieder an­ schauen könne. Insofern ist der Kino­‚Tatort‘ ein Versuch. Bevor ich beim NDR unter­schrieben habe, wurde ich direkt gefragt, ob ich mir das irgendwann vorstellen könne. Daraufhin – und unter der Voraussetzung, dass dann das Budget entsprechend sein muss und nicht bloß ein TV-­Film ins Kino gebracht wird – habe ich zugesagt. Dank der ARD und Warner machen wir den "Tat­ort" nun größer und fetter.

Sie haben u. a. an Bond-Locations gedreht: Ist Nick Tschiller auf den Spuren von 007 unterwegs?

James Bond ist der absolute Überheld der Kinogeschichte. Unser "Tatort" ist etwas normaler. Wir haben nicht versucht, James Bond nachzueifern, sondern Nick Tschiller einen Schritt weiter gehen zu lassen.

Wie waren die Dreharbeiten in Istanbul und in Moskau?

In Istanbul hatten wir Superwetter, in Moskau ging es stark in Richtung Minusgrade. Außerdem hat die Zusammenarbeit am Set mit dem türkischen Team ein bisschen besser funktioniert als mit dem russischen.

Welche Szene war für Sie die größte Herausforderung?

Der Kampf eines Autos, in dem ich sitze, mit einem Mähdrescher – mitten in einem Kornfeld.

Nick Tschiller überlebt jede noch so gefährliche Szene. Was wäre ein Traum-"Abgang" für diese Filmfigur?

Gar keiner. Er würde höchstens ins Off gehen. Als ich den Assistenten von Hannelore Elsner in der TV-Serie "Die Kommissarin" gespielt habe und keine Lust mehr hatte, wollte ich unbedingt mal einen Heldentod spielen und bat die Autoren darum. Später wollte ich das rückgängig machen, doch es war zu spät. Also bin ich gestorben. Das hat mir überhaupt keinen Spaß gemacht. Als Bösewicht zu sterben ist eine völlig andere Sache, aber als guter Typ? Niemals! Deshalb wird Nick Tschiller nicht sterben.

Werden die nächsten Tschiller-Storys im Fernsehen wieder eher klassisch erzählt?

Schauen wir mal. Uns ist schon klar, dass wir diesen Kino-"Tatort" an Action nicht mehr toppen können. Wir müssen uns zusammensetzen und genau überlegen, wie es mit Nick Tschiller nach dem Tod seiner Exfrau weitergeht.

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"Tatort"-Action im Kino: Til Schweiger in "Tschiller: Off Duty"

Über den Dächern von Istanbul: Til Schweiger in "Tschiller: Off Duty"
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