Er ist wieder da! Die Kinopläne von Klaus Kinski, GOKA-Star

Foto: © Eva Oertwig/SCHROEWIG
Was wir bereits wissen
Wie will Max Giermann seinen denkwürdigen Show-Auftritt bei der GOLDENEN KAMERA 2016 noch toppen? Wir haben beim begnadeten Parodisten nachgefragt.

Kinski-Parodist Max Giermann im Interview

Ihr Auftritt bei der GOLDENEN KAMERA 2016 wird bereits als eine TV-Sternstunde des Jahres gefeiert. Wann sehen wir Ihren Kinski im Kino?

Sobald wir "Sketch History - der Film" drehen. Was im Übrigen eine tolle Vorstellung wäre! Die Figur Kinski stammt ja aus dem ZDF-Format "Sketch History", und solange wir sie dort noch einsetzen, halte ich mich mit anderen Auftritten zurück. Die Goldenen Kamera war da eine Ausnahme.

Der GOKA-Auftritt von Max Giermann als Klaus Kinski

Wie befreiend (oder wie belastend) ist es, in der Öffentlichkeit einmal so richtig die Sau rauslassen zu können?

Eine Befreiung wäre es ja nur, wenn es vorher eine Befangenheit geben würde. Oder das Bedürfnis, der Branche mal so richtig einen reinzuwürgen.Ich teile aber nicht die negative Einstellung vieler gegenüber dem Fernsehen und seinen Machern. Belastung trifft es da schon eher, v.a. in den letzten Minuten vor dem Auftritt. Nichts lag mir in diesem Moment ferner als die Vorstellung, in wenigen Augenblicken diese Kraft freizusetzen, und ich wusste beim besten Willen nicht, wo ich das hernehmen soll. Aber sobald man in der Rolle ist, passiert das wie von selbst.

Die Make-up-Prozedur für ihre Promi-Parodien nehmen mehrere Stunden in Anspruch. Wie lange dauert es, bis Sie sich emotional in eine extreme Persönlichkeit wie Klaus Kinski verwandelt haben? Welche Tricks helfen Ihnen dabei?

Ich verwandele mich nicht emotional, ich spiele eine Rolle. In diesem Fall natürlich nach realer Vorlage, insofern dauerte die Rollenentwicklung etwas länger, ca. 3 Wochen. Aber ich muss mich vor dem Auftritt nicht emotional in irgendwas reinsteigern, wenn Sie das meinen. Ich versuche mich lediglich zu konzentrieren und gehe alles nochmal durch. Ähnlich einem Rennfahrer, der mental die Strecke abfährt. Keine Tricks, reines Handwerk.

Max Giermann verwandelt sich in Sigmar Gabriel

Am 18. Februar werden Sie in der Satire-Show "extra3" wieder als Sigmar Gabriel zu sehen sein. Wie wollen Sie da ihren legendären Kinski-Auftritt noch toppen?

Das sind nicht nur zwei völlig verschiedene Figuren, sondern auch ganz unterschiedliche Formate mit anderen inhaltlichen Ausrichtungen. Insofern kann man das nicht vergleichen. Das ist so, als würde man nach einem E-Gitarren-Solo einen Violinisten fragen, wie er das toppen will. Oder sagen wir im Falle Gabriel vielleicht lieber einen Kontrabassisten.

Welche Prominente haben Sie als nächstes im parodistischen Auge?

Das darf ich an dieser Stelle leider nicht verraten...

Sendehinweis

"extra3" mit Max Giermann als Sigmar Gabriel läuft am 18. Februar um 22.45 Uhr im Ersten.

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