RTL-II-Serie mit Niveau: "Gottlos – Warum Menschen töten"

Die drei thematisch abgeschlossenen Einzelfilme "Sex, Drugs & Rock'n Roll", "Auslöschung" und "Der Polizist" sind von tatsächlichen Straftaten inspiriert.
Die drei thematisch abgeschlossenen Einzelfilme "Sex, Drugs & Rock'n Roll", "Auslöschung" und "Der Polizist" sind von tatsächlichen Straftaten inspiriert.
Foto: RTL II
Was wir bereits wissen
Warum werden Menschen zu Mördern? Diese Frage versucht RTL II ab Montag (15. Februar um 20:15 Uhr) mit einer dreiteiligen Miniserie zu beantworten.

Die drei thematisch abgeschlossenen Einzelfilme "Sex, Drugs & Rock'n Roll", "Auslöschung" und "Der Polizist" sind von Motiven wahrer Verbrechen inspiriert, und dennoch reine Fiktion. Die Krimiserie basiert auf der niederländischen Produktion "The Godless", die Grimme-Preisträger Thomas Stiller als Autor und Regisseur in Zusammenarbeit mit Produzent Marc Conrad für RTL II adaptiert hat.

Ungewöhnliche Erzählweise und drastische Bildsprache

In den Niederlanden geht die Serie bereits in die 4. Staffel. "Gottlos" erinnert auch an die ZDF-Serie "Schuld" (oder der Fortsetzung "Verbrechen"), nach dem gleichnamigen Bestseller von Ferdinand von Schirach. Durch Stillers ungewöhnliche Erzählweise und die teilweise drastische Bildsprache soll der Zuschauer hautnah an die Verbrechen heran rücken und die Möglichkeit bekommen, die Mechanik der Opfer-Täter-Beziehung nachzuvollziehen.

In der Episode "Der Polizist" ist Matthias Koeberlin (41, ZDF-"Kommisar Marthaler") zu sehen, für den sich die Serie grundlegend von anderen Krimis unterscheidet: "'Gottlos' erzählt die ganze Geschichte. Also den Weg und die Entwicklung, die zum Verbrechen führt. Die meisten anderen Krimi-Formate beginnen nach dem Verbrechen und beschäftigen sich mit der Suche nach dem Täter. Das ist wohl der größte Unterschied zu anderen Formaten", sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur SpotOn.

Gottlos - warum Menschen töten

Die dreiteilige Serie wird sowohl aus der Perspektive des Opfers als auch der des Täters erzählt. Schauplatz ist dabei immer die kriminelle Welt junger Menschen. Die erste Folge "Sex, Drugs & Rock'n Roll" zeigt einen Teufelskreis zwischen Plattenbau, Hartz IV und häuslicher Gewalt, dem Lisa (Sylta Fee Wegmann) nicht entfliehen kann. Bei der arbeitslosen Mutter und ihrem Lebensgefährten Frank (Antonio Wannek) ist das Geld knapp, das bisschen, das sie haben geht für Alkohol und Zigaretten drauf. Biker Frank kennt für seinen Frust nur einen einzigen Kanal: Gewalt, unter der vor allem seine Freundin zu leiden hat. Selbst als sie den sympathischen Alex kennen lernt, der ihr eine sehr liebevolle Seite von sich zeigt, schafft sie den Absprung nicht. Doch mit jedem Faustschlag von Frank spitzt sich die Situation weiter zu.

Sendetermine:

"Sex, Drugs & Rock'n'Roll", Montag, 15. Februar um 20:15 Uhr

"Der Polizist", Montag, 22. Februar um 20:15 Uhr

"Auslöschung", Montag, den 22. Februar um 21:15 Uhr

In den Hauptrollen agieren u.a. Matthias Koeberlin, Jule Ronstedt, Sabine Vitua, Ralph Herforth, Sylta Fee Wegmann und Antonio Wannek.

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