Gut, besser, "Better Call Saul"

Jimmy McGill (Bob Odenkirk) auf seinem beschwerlichen Weg zum "Breaking Bad"-Winkeladvokaten Saul Goodman.
Jimmy McGill (Bob Odenkirk) auf seinem beschwerlichen Weg zum "Breaking Bad"-Winkeladvokaten Saul Goodman.
Foto: © Netflix
Was wir bereits wissen
Zum Start der 2. Staffel auf Netflix erklären wir, warum der "Breaking Bad"-Ableger (vielleicht) das beste Serien-Spin-off der TV-Geschichte ist.

"Die Wahrheit ist Ansichtssache" - unter diesem Claim geht die von "Breaking Bad"-Schöpfer Vince Gilligan und Drehbuchautor Peter Gould entwickelte Spin-off-Serie in die zweite Runde. Als 2013 bekannt wurde, dass Walter Whites schmieriger Winkeladvokat Saul Goodman seine eigene Show bekommen sollte, haben wohl die meisten ein reines Comedy-Format erwartet. Die Wahrheit ist im Fall von "Better Call Saul" allerdings eine andere und keinesfalls Ansichtssache. Gilligan Gould, und vor allem ihr exzellenter Hauptdarsteller Bob Odenkirk, haben aus der sympathischen Witzfigur der Originalserie einen komplexen Antihelden gemacht, dessen Tragik darin liegt, dass seine rechtschaffende Ader und Sehnsucht nach Anerkennung immer wieder von seinem Außenseiterstatus und seiner nihilistischen Verachtung des Systems unterminiert wird. Eine selbst für amerikanische Qualitätsserien ungewöhnlich ausgefeilte Charakterstudie, deren Stellenwert auch dadurch veranschaulicht wird, dass die erste Episode am 16. Februar ihre Deutschlandpremiere auf der Berlinale feiert - einen Tag vor dem offiziellen Serienstart auf Netflix.

Was bisher geschah

"Better Call Saul" spielt sechs Jahre vor den Ereignissen der preisgekrönten Serie "Breaking Bad" und erzählt, wie aus dem unbedeutenden Pflichtverteitiger Jimmy McGill (Odenkirk) der schrille Ganovenanwalt Saul Goodman wird. In der ersten Staffel sahen wir, wie Jimmy erste kleinkriminelle Kontakte zum späteren "Breaking Bad"-Enforcer Mike Ehrmantraut (Jonathan Banks) knüpft. Gleichzeitig versucht er aber, sein Dasein als juristischer Scharlatan hinter sich zu lassen, um seine Anwaltskollegin Kim (Rhea Seehorn) aber vor allem seinen Bruder und lebende Anwaltslegende Chuck (Michael McKean) zu beeindrucken, der ihm jedoch im Serienfinale böse in den Rücken fällt.

Behind the scenes "Better Call Saul" Staffel 2 (OF)

So geht's in Staffel 2 weiter

Obwohl Jimmy am Ende der ersten Staffel desillusioniert das Jobangebot einer seriösen Anwaltsfirma ausschlägt, werden wir in der ersten Folge der zweiten Staffel Zeuge, wie sich die Beziehung zwischen ihm und Kim soweit intensiviert, dass er doch in einer Kanzlei anheuert. Doch Mikes immer komplizierter werdenden Verstrickungen ins Drogengeschäft von New Mexico und zunehmende Spannungen mit seinem Bruder führen dazu, dass Jimmys moralisches Zwischenhoch nicht von langer Dauer sein kann.

Teaser-Trailer zu "Better Call Saul" Staffel 2

Sendehinweis

Die erste Folge von "Better Call Saul" Staffel 2 ist ab dem 17. Februar exklusiv auf Netflix zu sehen. Die restlichen 9 der insgesamt 10 Episoden folgen immer dienstags.

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