Kevin Spacey ist museumsreif

Kevin Spacey und sein Frank-Underwood-Gemälde, das seit dem 22. Februar im Smithsonian hängt.
Foto: © Leigh Vogel/Getty Images
Was wir bereits wissen
In der Smithsonian's National Portrait Gallery hängt jetzt auch ein Gemälde des "House of Cards"-Präsidenten Frank Underwood.

Während sich Hillary Clinton und Donald Trump noch im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur in die ondulierten Haare kriegen, ist Kevin Spacey schon einen Schritt weiter. Denn obwohl er in seiner Paraderolle als skrupelloser US-Präsident Frank Underwood nur in der fiktiven Realität der Netflix-Serie "House of Cards" die Zügel in der Hand hält, hängt sein Gemälde seit gestern in der Smithsonian's National Portrait Gallery in Washington zwischen allen Staatschefs der amerikanischen Geschichte.

PR-Aktion mit Aussage

Auch wenn es sich bei dieser bis Oktober laufenden Aktion nur um einen pfiffigen PR-Coup für die nächste "House of Card"-Staffel handelt. Mit dem Gang ins Museum ist dem GOLDENE KAMERA-Gewinner des Jahres 2015 etwas Einmaliges gelungen, das im Wortsinn auf plakative Weise die gesellschaftliche Relevanz der Unterhaltungsindustrie bei gleichzeitigem Anstieg der Politikverdrossenheit widerspiegelt.

In seiner Rede zur feierlichen Enthüllung des Gemäldes von Jonathan Yeo, die Spacey staatsmännisch "in character" absolvierte, nahm der 56-Jährige auf diesen Umstand ironisch Bezug: "Ich bin wieder einen Schritt näher dran, den Rest des Landes davon zu überzeugen, dass ich der Präsident bin." Eine nur oberflächlich kokettierende Nähe zum amerikanischen Wählervolk, die auch in unserem exklusiven Hausbesuch beim Präsidenten spürbar ist, den wir Frank Underwood zum Start der 4. "House of Cards"-Staffel (ab dem 4. März um 21.00 Uhr auf Sky Atlantic HD) abgestattet haben.

Heute im TV: "Die Akte General" - mit Ulrich Noethen als Nazi-Jäger

Der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer (Ulrich Noethen) widmet seine Zeit fast völlig seiner Arbeit. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Fritz Bauer (Ulrich Noethen) hat seinen jungen Mitarbeiter Joachim Hell (David Kross) zu sich eingeladen und erläutert ihm bei einem späten Abendessen, wie in Deutschland das Interesse an einer Gefangennahme Eichmanns gering ist. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Heimlich trifft Bauer (Ulrich Noethen) auf einer vorgeblichen Urlaubsreise die Mossad-Mitarbeiter Haim Cohn (Karl Knaup, von hinten) und Isser Harel (Manfred Möck, rechts am Tisch), um sie davon zu überzeugen, Eichmann in Argentinien zu fassen. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
An der Hotelbar in Jerusalem versucht der ostdeutsche Staatsanwalt Streuber (Godehard Giese), seinen Kollegen Hell (David Kross) aus Westdeutschland auszuhorchen. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Staatsanwalt Dr. Joachim Hell (David Kross) ist nach Israel gefahren, um Eichmann zu verhören. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Hans Globke (Bernhard Schütz) muss befürchten, dass im Umkreis des Eichmann-Prozesses Dinge über ihn zur Sprache kommen, die er und sein Chef Adenauer (Dieter Schaad) lieber nicht hören wollen. Doch Adenauer ist bereit, sich hinter seinen engsten Mitarbeiter zu stellen. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Der ostdeutsche Staatsanwalt Streuber (Godehard Giese) und Stasi-Mann Koch (Peter Hartung) bieten Joachim Hell (David Kross) an, ihm eine Ermittlungsakte zu überlassen, die ihm bei der Anklage gegen Globke (Bernhard Schütz) weiterhelfen könnte. Doch natürlich wollen sie auch eine Gegenleistung: Hell (David Kross) soll sie über die Vorgänge in der Staatsanwaltschaft Frankfurt informieren. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Für den BND ist Kunze (Roland Kukulies, re.) beim Eichmann-Prozess in Israel. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Joachim Hell (David Kross) hatte die Gelegenheit, Eichmann im Gefängnis zu befragen und berichtet seinem Chef Fritz Bauer (Ulrich Noethen) direkt nach der Ankunft von den Ergebnissen der geheimen Mission. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Der hessische Ministerpräsident Georg August Zinn (Frank Röth), Sozialdemokrat wie Fritz Bauer (Ulrich Noethen) und mit diesem befreundet, stützt seinen Generalstaatsanwalt bei dessen unbequemen Ermittlungen. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Fritz Bauer (Ulrich Noethen) erläutert dem jungen Staatsanwalt Joachim Hell (David Kross), warum er es für so wichtig hält, in der Verfolgung der Naziverbrechen nicht nachzulassen. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Hans Globke (Bernhard Schütz) ist Konrad Adenauers engster Mitarbeiter, über den der Kanzler (Dieter Schaad) im Zweifel seine schützende Hand hält. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Ludwig Erhard (Gustav Peter Wöhler, rechts) ist in den Augen Konrad Adenauers (Dieter Schaad) und seines Staatsministers Globke (Bernhard Schütz) nicht gerade der ideale Kandidat für die Nachfolge im Kanzleramt. Aber immer noch besser Erhard als die Sozialdemokraten. © SWR/UFA FICTION/Hardy Brackmann
Nach dem 2. Weltkrieg wollte Staatsanwalt Fritz Bauer (Ulrich Noethen) NS-Verbrecher vor Gericht bringen. Das TV-Drama "Die Akte General" zeigt seinen einsamen Kampf.
Mehr lesen