"The Walking Dead": Die Zombiejäger lassen sich feiern

Was wir bereits wissen
Wir trafen die "Walking Dead"-Stars Michael Cudlitz, Josh McDermitt und Ross Marquand in Madrid und durften den Zombie-Fan-Wahnsinn live miterleben.

Während „The Walking Dead“-Star Norman Redus gerade durch US-Lateshows tingelt und bei Jimmy Kimmel oder James Corden unter anderem von wilden Fans berichtet, haben seine Kollegen Michael Cudlitz, Josh McDermitt und Ross Marquand auf einem Europa-Trip in Madrid für ein Fan-Event Station gemacht. Besser bekannt sind die Drei unter ihren Seriennamen Abraham, Eugene und Aaron. Gemeinsam mit Greg Nicotero, dem Special Make Up Effects Profi, Produzent und Regisseur der Zombie-Serie trafen sie dort auf wilde Fans, hungrig nach Selfies und Autogrammen. Der GOLDENEN KAMERA erzählten die Stars vor Ort von verstörenden Fan-Begegnungen und Fanpost, die sie früher selber geschrieben haben.

Begleitet von frenetischem Applaus betraten die Macher des weltweiten Zombie Hits und der in Deutschland erfolgreichsten Pay-TV-Serie (mehr Zuschauer als Game of Thrones“ oder „House of Cards“) einen voll besetzten Kinosaal in der spanischen Hauptstadt, um Fragen über ihre Rollen oder nach den persönlichen Lieblingsszenen zu beantworten. Greg Nicotero versprach in Bezug auf die nächsten Folgen: „In der restlichen Staffel werdet Ihr unglaubliche Dinge von allen anwesenden Charakteren erleben. Einige Szenen zeigen erstaunliche Veränderungen bei einigen dieser Charaktere“.

Fans verlieren buchstäblich die Kontrolle

Zudem gab es Liebesbekundungen aus dem Publikum. Die „Walking Dead“-Stars sind aber auch drastischere Fan-Reaktionen gewöhnt: „Es gibt Situationen, in denen Menschen extrem zittern und in Tränen ausbrechen. Sie verlieren buchstäblich die Kontrolle“, erzählt Michael Cudlitz, der in der Serie den mutigen, aber aufbrausenden Abraham spielt, am nächsten Tag im GoKa-Interview. „Die Emotionen, die manche mit der Serie verbinden, sind schon sehr stark. Und wir haben viele Fans, die sich über soziale Netzwerke kennenlernen und sich dann verabreden. Typischerweise sind es 4 bis 5 Frauen, die ihr Geld sparen und gemeinsam Disneyland besuchen oder anderes unternehmen, was nichts mit ,The Walking Dead’ zu tun hat. Aber die Serie hat sie zusammengebracht, und das ist großartig.“

Norman Reedus Was Bitten by a “Walking Dead” Fan

„Unsere Fans sind extrem engagiert, mehr als bei anderen Serien“, ergänzt Nicotero „Bei uns protestieren sie in den sozialen Netzwerken oder starten Petitionen, um ihren Lieblingscharakter zu retten“ – denn auch hier gilt wie bei „Game of Thrones das brutale, aber effektive Credo: Niemand ist sicher. Außerdem hat selbst er, der höchstens mal als einer seiner eigenen Zombies durchs Bild stakt, schon einen enormen Bekanntheitsgrad: „14-Jährige Mädels mit künstlichen Schnitten und Wunden im Gesicht kommen zu mir, und sagen: ,Wir wollen einmal dasselbe wie Sie machen’ – und so ein Kid war ich auch mal. Ich habe George Romero und Tom Savini getroffen und habe es irgendwie hinbekommen, mit den Leuten zu arbeiten, die mich inspiriert haben. Solche Träume halten uns Menschen lebendig, und das ist wirklich aufregend.“

Im realen Leben bin ich blond

Josh McDermitt, der seit Staffel 4 den ängstlichen Eugene verkörpert, erlebte schon früh den „Walking Dead“-Fan-Wahnsinn: „Bei der zweiten Episode, die ich überhaupt gedreht habe, gab es einen Nachtdreh. Ich kam aus dem Make-Up-Wagen, und 300 Menschen auf der Straße flippten aus, kreischten wie wild. Dabei waren meine Folgen noch gar nicht ausgestrahlt! Im realen Leben bin ich blond und sehe ganz anders aus, die können unmöglich gewusst haben, wer ich bin. Ich habe es nicht verstanden – aber es war großartig.“

Ross Marquand, der in der Serie den schwulen Alexandria-Bewohner Aaron verkörpert, kann noch gut nachvollziehen, wie es sich anfühlt, ein Fan zu sein: „Ich mal habe einen erschöpfenden Brief an Kevin Spacey geschrieben“, sagt er in unserem Interview. „Aber ich habe ihn nie abgeschickt, weil ich nicht wusste, wie er Spacey wirklich erreicht.“ Daraufhin meldet sich Nicotero spontan zu Wort, denn er kann aushelfen: „Ich mache einen Film mit ihm, ich könnte ihn überreichen!“

Marquand: „Das wäre unglaublich! Ernsthaft?“

Nicotero: „Ja, in etwa drei Wochen, sehe ich ihn bei Edgar Wrights Filmprojekt ,Baby Driver“

Marquand: „Cool, ich geb ihn Dir.“

Nicotero: „Darf ich ihn redigieren? Mach ich gerne für Dich.“

Gut, dass wir drüber gesprochen haben!

Aktuell laufen die neuen Folgen innerhalb von 24 Stunden nach der US-Premiere montags, 21 Uhr, auf Fox – in der kommenden Episode am 29.2. geht es vor allem um die neue, skeptisch beäugte Figur des Paul „Jesus“ Monroe (Tom Payne aus „Der Medicus“)

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