"Star Wars": So geht die Saga weiter

Rey (Daisy Ridley) und Finn (John Boyega) in "Star Wars: Das Erwachen der Macht".
Rey (Daisy Ridley) und Finn (John Boyega) in "Star Wars: Das Erwachen der Macht".
Foto: © DISNEY / LUCASFILM
Was wir bereits wissen
Nach dem Mega-Erfolg von Episode VII: Die geheimen Pläne über kommende "Star Wars"-Filme – inklusive der Rückkehr von Darth Vader!

Preisfrage: Wann ist ein Vier-Milliarden-Dollar-Investment ein Schnäppchen? Antwort: Wenn man dafür das "Star Wars"-Franchise kauft. Vor über drei Jahren tat Disney genau das. Mit "Das Erwachen der Macht" brachte der Medienriese kürzlich seinen ersten eigenen "Star Wars"-Film ins Kino.

Das Weltraumepos bekam glänzende Kritiken und sorgte für galaktische Umsätze: Über zwei Milliarden Dollar hat Episode VII bisher weltweit eingespielt. Kein Wunder, dass Disney mit Hochdruck an der Expansion des Filmkosmos arbeitet.

Aliens zum Anfassen und ein altbekannter Bösewicht – die "Star Wars"-Pläne im Detail:

1. DIE FORTSETZUNG

Im Februar haben die Studioaufnahmen zu Episode VIII (ab 14.12.2017 im Kino) im englischen Pinewood begonnen. Neu ist: Statt J.J. Abrams sitzt Rian Johnson im Regiestuhl. Der 42-Jährige inszenierte zuvor den Sci-Fi-Thriller "Looper" sowie einige der besten Folgen der Kultserie "Breaking Bad".

Für Episode VIII schrieb er – in Absprache mit J.J. Abrams – auch das Skript. An Johnson ist es, den Cliffhanger am Ende von Episode VII aufzulösen: Nach langer Suche hat die junge Heldin Rey (Daisy Ridley) den legendären Luke Skywalker (Mark Hamill) im Exil gefunden. Sie will dem Jedi-Meister dessen Lichtschwert übergeben. Der schaut tieftraurig, scheint Rey zu erkennen, spricht aber kein einziges Wort. Musik. Abspann.

Es ist vielleicht das größte Rätsel unter den offenen Fragen von Episode VII: Ist Rey in Wahrheit Lukes Tochter? Möglich. Aber vielleicht doch zu naheliegend für J.J. Abrams, der bekanntermaßen überraschende Wendungen liebt. Einen leicht zu überhörenden Hinweis hält Episode VII bereit: Als Rey das erste Mal das Lichtschwert berührt, hat sie eine Vision. Doch die Stimme, die sie hört, ist nicht etwa Lukes – sondern die Obi-Wan Kenobis. Rey könnte eine Nachfahrin des verstorbenen Jedi-Meisters sein. Auffallend gut passt Ridleys englischer Akzent zu dem der britischen Obi-Wan-Darsteller Ewan McGregor und Alec Guinness. Zu Mark Hamills amerikanischem Akzent? Eher nicht.

Was sicher ist: Praktisch der gesamte Hauptcast von Episode VII wird wieder dabei sein. John Boyega, der den Ex-Sturmtruppler Finn spielt, verriet, dass der neue Film "sehr viel düsterer" sein würde als der Vorgänger.

Ein Neuzugang in Episode VIII ist Benicio del Toro. Dabei hatte der Oscarpreisträger ("Traffic") schon mal eine Rolle in einem "Star Wars"-Film: Für Episode I besetzte ihn George Lucas 1999 als gehörnten Fiesling Darth Maul. Als Lucas aber dessen Dialoge immer weiter kürzte, stieg del Toro aus. Hat der Puerto-Ricaner diesmal wieder für eine Bösewichtrolle unterschrieben? Bevor aber irgendein Geheimnis in Episode VIII oder IX (Kinostart 2019) gelüftet wird, reist "Star Wars" erst einmal in die eigene Vergangenheit zurück.

2. DIE EINZELFILME

Zusätzlich zur neuen Trilogie plant Disney abgeschlossene Spin-off-Filme aus dem "Star Wars"-Kosmos. Der erste ist "Rogue One" (ab 15.12.2016 im Kino). Die Story spielt rund 40 Jahre vor den Ereignissen von Episode VII: Eine Gruppe von Rebellenkämpfern versucht, die Konstruktionspläne der neuen Superwaffe des Imperiums zu stehlen – dem Todesstern.

"Rogue One" von Regisseur Gareth Edwards ("Godzilla") wird der bisher wohl ungewöhnlichste Film der "Star Wars"-Reihe. Ehrenhafte Jedis sucht man hier vergebens. "Es ist ein Kriegsfilm, es geht um ethische Grauzonen", so Edwards. Zur Besetzung gehören Hauptdarstellerin Felicity Jones ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") und Oscarpreisträger Forest Whitaker. Dazu kommt Mads Mikkelsen ("Casino Royale"). Angeblich spielt er einen Forscher, der den planetenvernichtenden Todesstern geplant hat, aber nach Gewissensbissen zum Überläufer wird.

Besonders spannend dürfte das Wiedersehen mit einem alten Bekannten werden: Darth Vader soll in "Rogue One" dabei sein! Am Set wurden mehrere Versionen seines schwarzen Anzugs gesichtet, darunter ein Modell für Stuntszenen – Vader in Action.

Auch dem Schmuggler Han Solo widmet Disney einen Einzelfilm. Zwar stirbt die von Harrison Ford verkörperte Figur in Episode VII. Doch nun soll seine Vorgeschichte als junger Mann erzählt werden.

Die Regie des Films (ab 25.5.2018 im Kino) übernehmen Phil Lord und Christopher Miller ("21 Jump Street"), "Star Wars"-Urgestein Lawrence Kasdan (Episoden V–VII) schreibt derzeit das Drehbuch.

Kann einer von Hollywoods Jungstars Fords legendäre schwarze Weste ausfüllen? Das Casting ist in der heißen Phase. Wer sich selbst für den besseren Han Solo hält, bekommt bald Gelegenheit, dies zu beweisen.

3. DIE VERGNÜGUNGSPARKS

"Star Wars"-Kinofilme sind schön und gut, aber Disney plant mit zwei eigenen Themenparks "Star Wars" zum Selbsterleben. Ein "Star Wars"-Land soll in Anaheim (Kalifornien) entstehen, ein anderes in Orlando (Florida), jeweils rund 20 Fußballfelder groß. Was es genau zu sehen geben wird, ist noch unter Verschluss. Bekannt ist aber, dass Fans bei einer Attraktion einen simulierten Flug mit Han Solos Raumschiff "Millennium Falcon" unternehmen können.

Zudem erleben Besucher hautnah eine simulierte Schlacht zwischen Widerstandskämpfern und der Armee der Ersten Ordnung.

"Star Wars VIII": Erster Teaser-Trailer

Eine Besonderheit der Anlage: Anders als etwa in Disneyland oder den Universal Studios entsteht eine Themenwelt komplett aus einem Guss. "Jedes Geschäft, jedes Lokal wird von Bewohnern der 'Star Wars'-Welt geführt", erklärt Disney-Boss Bob Iger stolz bei der Präsentation der ambitionierten Pläne. "Nichts im 'Star Wars'-Park wird von der Mythologie der Filme abweichen."

Noch in diesem Jahr soll in den USA mit den Bauarbeiten begonnen werden; weitere Standorte im Ausland könnten später dazukommen.

Falls es noch eines Beweises bedurfte: Das "Star Wars"-Universum dehnt sich aus – Episode VII war ein neuer Urknall.

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