Zum ersten Mal im Free-TV: "Liberace"

Foto: © DCM Film Distribution
Was wir bereits wissen
Wir blicken hinter die Kulissen von Steven Soderberghs preisgekröntem Biopic mit Matt Damon und GOLDENE KAMERA-Gewinner Michael Douglas in seiner größten Rolle.

Der deutsche Titelzusatz "Zu viel des Guten ist wundervoll" wird am 3. März um 20.15 Uhr auf Vox tatsächlich Programm. Doch bis zur Free-TV-Premiere von Steven Soderberghs "Liberace" war es ein langer Weg.

Bereits Anfang der 1990er Jahre hatte Soderbergh den Plan, einen Film über die flamboyante Las-Vegas-Legende zu drehen und Michael Douglas darin die Hauptrolle spielen zu lassen. Während es zunächst gesundheitliche Gründe waren, die auf Seiten des an der extravaganten Rolle hochinteressierten GOLDENE KAMERA-Preisträgers des Jahres 1990 eine Umsetzung des gemeinsamen Herzblutprojekts verhinderten, stellten sich später massive Probleme bei der Finanzierung ein. Soderberghs Plan, die Autobiographie des langjährigen Liberace-Lebensgefährten Scott Thorson so authentisch wie möglich zu verfilmen, war den großen Hollywood-Studios zu "schwul" und damit zu riskant – Michael Douglas hin oder her. Schön blöd, denn das schließlich mit Unterstützung des US-Kabelsenders HBO realisierte Biopic schlug wie eine Bombe ein, feierte seine Uraufführung auf den Filmfestspielen von Cannes und wurde nach dem Gewinn von zwei Golden Globes für das beste TV-Drama und die beste männliche Hauptrolle in Europa sogar im Kino ausgewertet.

Making-of-Featurette zu "Liberace" (OF)

Die Story von "Liberace"

Im Film lernen wir den 17-jährigen Scott (Matt Damon) kennen, der Mitte der 1970er Jahre dem extravaganten Entertainer Liberace (Douglas) begegnet. Fasziniert vom glamourösen Lebensstil des gefeierten Pianisten lässt sich Scott auf eine Liebesbeziehung mit dem deutlich älteren Star ein, der seinen Lover zunächst als Chauffeur bei sich einstellt. Doch während Scott ihre geheime Liebesbeziehung gerne offen führen würde, fürchtet Liberace, dass ein Coming Out seinem Ruf genauso schaden würde wie eine feste Beziehung seiner lebemännischen Reputation.

Trailer zu "Liberace" (OF)

Wie sich Matt Damon und Michael Douglas mit mutigem Feuereifer in ihre Rollen stürzen, ist eine wahre Pracht! Vor allem Michael Douglas ist es zu verdanken, dass "Liberace" trotz pompöser Luxus-Ausstattung niemals künstlich wirkt, sondern von der ersten Minute an menschelnde Aura verströmt. Angesichts dieser herausragenden Schauspielleistung, passt wunderbar, dass direkt im Anschluss die brandneue Dokumentation "Michael Douglas - Ein Star im Schatten des Übervaters" läuft (22.45 Uhr auf Vox). Denn darin wird minutiös geschildert, wie sich der mittlerweile 71-jährige Sohnemann nicht vom Legendenstatus der 99-jährigen Hollywood-Ikone Kirk "Spartacus" Douglas unterkriegen ließ und schauspielerisch seinen eigenen Karriereweg eingeschlagen hat.

Wer sollte bei beiden Sendungen einschalten?

Alle, die bezweifeln, dass in Michael Douglas ein begnadeter Schauspieler steckt.

Warum muss ich "Liberace" sehen?

Weil in Hollywood schwule Lebensgeschichten nie zuvor so glamourös und gleichzeitig aufrichtig erzählt worden sind.

Für Fans von...

"Hitchcock" mit Anthony Hopkins und "Casino" mit Robert De Niro

Die GOKA-Bewertung:

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