US-Fernsehstar Jake McDorman plaudert aus dem "Limitless"-Nähkästchen

Das Team von "Limitless": Musiker Brian (Jake McDorman) und FBI-Agentin Rebecca (Jennifer Carpenter)
Foto: © CBS
Was wir bereits wissen
Zum Start der TV-Serie zum Kino-Hit "Ohne Limit" mit Bradley Cooper verrät uns sein Nachfolger im exklusiven Interview, welche Grenzen er selber gerne überwinden würde.

Was wäre, wenn man mit einer Tablette seine geistige Leistungsfähigkeit zu 100 Prozent abrufen könnte? Mit diesem Szenario hat Regisseur Neil Burger auf Basis der Romanvorlage "Stoff" von Alan Glynn 2011 den Überraschungs-Kinohit "Ohne Limit" gelandet. Bradley Cooper spielt in dem packenden Science-Thriller einen arbeitslosen Autoren, der nach Einnahme einer experimentellen Gehirn-Viagra zum Finanzguru mutiert, sich damit aber nicht nur Freunde macht.

Trailer zu "Ohne Limit" (2011)

Fünf Jahre später wird die Geschichte der Superdroge NZT-48 in einer sylisch inszenierten Serie fortgeschrieben. In "Limitless", deren Pilotfolge "The Amazing Spider-Man"-Regisseur Marc Webb beigesteuert hat, schlüpft der amerikanische TV-Sympath Jake McDorman ("Greek", "Shameless - Nicht ganz nüchtern") in die Rolle von Brian Finch. Nach Einnahme von NZT wird aus dem erfolglosen Musiker ein superintelligenter Alleskönner, der von FBI-Agentin Rebecca Harris ("Dexter"-Schönheit Jennifer Carpenter) als smarter Berater angeheuert wird. Unsere Korrespondentin Anke Hofmann traf den 30-jährigen Hauptdarsteller zum exklusiven Gespräch...

Jake McDorman im Interview

Die Filmvorlage von 2011 war verdammt gut. Wie kann die TV-Serie da mithalten?

Ich bin nicht nur ein Fan des Films, sondern seitdem auch von Bradley Cooper. Der eigentliche Grund, warum "Ohne Limit" bei mir so einen tiefen Eindruck hinterlassen hat, hat aber wohl mit meinem Job als Schauspieler zu tun. Mit jedem Vorsprechen plagt mich die Ungewissheit: War ich gut genug? Wäre ich überzeugender gewesen, wenn ich die anderen Menschen im Raum besser hätte lesen können? Wie toll wäre es, wenn es wirklich so eine Pille geben würde, die mir ein unbegrenztes Wahrnehmungsvermögen geben könnte. Und jetzt spiele ich in der Fernsehversion genau das, was ich mir immer erträumt habe. Denn im wahren Leben gibt es das ja leider nicht ... Höchstens wenn ich bei einer Party bin und ein oder zwei Bier intus habe. Dann bin ich lockerer und vielleicht sogar ein bisschen cool. Aber nicht so cool wie mit NZT-48 (lacht).

Warum ist die im Film erfundene Droge NZT so begehrt?

Oh Gott, als Menschen sind wir so begrenzt. Ich habe nicht mal meinen High School Abschluss! Ich spreche nur eine Sprache, was typisch amerikanisch ist. Ich war unlängst in Italien, und es war mir so peinlich, dass ich kein Wort dieser Sprache sprechen konnte. Aber mit NZT könnte ich das innerhalb eines Monats lernen. Ohne diese Droge dauert es natürlich wesentlich länger, und leider sind unsere Tage auf diesem Planeten gezählt. Als Schauspieler habe ich allerdings das Glück, dass ich durch meine Rollen immer wieder neue Dinge dazu lerne. Zum Beispiel wie man ein Pferd reitet. Oder ein Auto mit Gangschaltung fährt (lacht).

Clip aus "Limitless" (OF)

Wie gut kennen Sie sich mit echten Drogen aus?

12 Jahre in Hollywood hinterlassen ihre Spuren (lacht). Ich habe alles gehört und gesehen, was es zum Thema Drogen zu hören und zu sehen gibt. Und als Teenager gehört es zum Erwachsen werden dazu, sich selbst zu entdecken und alles auszuprobieren.

Was für Pillen schlucken sie eigentlich in der Show?

Es gibt zwei Versionen von NZT-48. Eine ist eine kleine klare Scheibe aus Plastik. Und die andere ist eine essbare gummiartige Zuckerpille. Ich bevorzuge die Plastik-Version, weil das Gummi oft am Finger kleben bleibt und die Szene ruiniert. Der Nachteil der Plastikscheibe ist, dass ich sie ab und zu verschlucke anstatt auszuspucken (lacht).

Inwieweit unterscheidet sich Ihre Figur Brian Finch von Bradley Coopers Eddie Morra, der in "Limitless" für Brian als eine Art Mentor fungiert?

In der "Flitterwochenphase", wenn Brian zum ersten Mal NZT geschluckt hat, erlebt er pure Euphorie: Er schlägt alle im Schach, kann wahnsinnig toll Gitarre spielen, hat für alle tolle Ratschläge. Aber dann entscheidet er sich, seinem Vater zu helfen anstatt sich selbst zu bereichern. Und das finde ich großartig an meiner Figur. Integrität kann man nicht mit einer Pille schlucken.

Featurette zu "Limitless" mit Bradley Cooper und Jake McDorman

Das ist das zweite Mal, dass Sie mit Bradley Cooper arbeiten. Vor "Limitless" haben Sie mit ihm "American Sniper" gedreht. Haben Sie also für die Rolle Ihre Beziehungen spielen lassen?

Jeder wollte diese Rolle in "Limitless" haben. Alle meine Schauspielfreunde haben dafür vorgesprochen. Und ich war schon eifersüchtig auf den Glücklichen, der Brian Finch darstellen und mit Bradley arbeiten würde. Bis ich auf einmal das Drehbuch mit einem Zettel zugeschickt bekam, auf dem stand: "Bradley meint, dass du perfekt für diese Rolle bist!" Ich konnte es zuerst aber trotzdem nicht glauben und dachte, dass sie den Umschlag an den falschen Jake geschickt haben. Denn es gibt viele mit meinem Vornamen – zum Beispiel Jake Gyllenhaal (lacht).

Interview: Anke Hofmann

Sendehinweis

"Limitless" läuft ab dem 10. März immer Donnerstags um 20.15 Uhr auf ProSieben Fun (zu empfangen auf Sky via Satellit und auf T-Home)

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