Ein Gänsehaut-Fall für den Superdetektiv: "Sherlock – Die Braut des Grauens"

Was wir bereits wissen
Trip mit Gruselfaktor: In "Sherlock – Die Braut des Grauens" jagt der Meisterdetektiv ein mordendes Gespenst – im Jahr 1895!

Der Titelstar war perplex, als ihm die "Sherlock"-Macher ihre Idee präsentierten. "Ich dachte: Jetzt sind sie verrückt geworden!", erzählt Benedict Cumberbatch. Das Intermezzo "Die Braut des Grauens", das die lange Wartezeit auf Staffel vier der genialen Serie verkürzt, schickt Holmes und Watson nämlich ins viktorianische London des Jahres 1895. Ein Fall voller Pomade und Pferdekutschen – dennoch mit Gänsehaut-Garantie.

Erscheinung im Brautkleid

An ihrem Hochzeitstag läuft Emilia Ricoletti Amok. Sie schießt wahllos auf Passanten und richtet dann die Waffe gegen sich selbst. Am selben Abend bringt die Braut auch noch ihren untreuen Ehemann um – obwohl ihre Leiche doch seit Stunden in der Gerichtsmedizin liegt!

Auch Sherlocks Klientin Lady Carmichael berichtet von einer Erscheinung im Brautkleid, die eine grausige Botschaft wisperte: Ihr Gatte Sir Carmichael ist des Todes. "Es gibt keine Geister!", schnaubt Sherlock. Aber wer steckt dann hinter dem Mordsspuk, fragt sich Watson: "Sozialisten? Anarchisten? Schotten?"

Als Inspiration für ihren historischen Seitensprung diente den Autoren Mark Gatiss und Steven Moffat Sir Arthur Conan Doyles allererster Holmes-Krimi "Eine Studie in Scharlachrot" von 1888 – der übrigens schon die (sehr frei) interpretierte Vorlage der ersten "Sherlock"-Episode "Ein Fall von Pink" (2010) war.

Der Spagat ist gelungen: Das Special ist anders und vertraut zugleich. Mr. Holmes und Dr. Watson sehen manierlicher aus als sonst, sind dabei aber ganz die Alten. Und statt SMS schickt der arrogante Sherlock diesmal eben Telegramme: "Watson, kommen Sie sofort. Wenn es Ihnen passt. Wenn nicht, kommen Sie trotzdem."

Trailer zu "Sherlock – Die Braut des Grauens"

Das Special knüpft an das Finale der 3. Staffel an

Die raffinierte Schauermär wäre sicher auch ohne "Sherlock"-Vorkenntnisse ein Spaß – aber ein ziemlich irrer. Denn trotz des Zeitsprungs knüpft "Die Braut des Grauens" direkt an das Finale von Staffel drei an. "Wir hatten von Anfang an daran gedacht, unseren Helden in seine Zeit zurückzuversetzen, wenn die Zeit dafür reif ist", betont Steven Moffat. Nun ist es also so weit.

Sherlock reist in jene Vergangenheit, die in Doyles Romanen seine Gegenwart ist – was schon recht metaphysisch klingt. Aber ohne zu viel zu verraten: Sherlock hat keine Zeitmaschine in der Baker Street 221B installiert, das wäre wirklich zu platt. "Wer weiß, die ganze bisherige Serie könnte vielleicht die Fantasie des viktorianischen Sherlock sein, der sich in die Zukunft träumt", witzelt Mark Gatiss im Interview mit GOLDENE KAMERA. Immerhin sagt Sherlock in "Die Braut des Grauens" den schönen Satz: "Ich wusste immer, dass ich meiner Zeit voraus bin."

Dreharbeiten zur 4. Staffel im April

Die Zeit gab überhaupt erst den Ausschlag für den einmaligen Abstecher ins 19. Jahrhundert, erklärt Gatiss, der auch diesmal Sherlocks Bruder Mycroft spielt und sich dafür einen beachtlichen Fatsuit auf den Leib schrieb: Für eine komplette Staffel standen die gefragten Stars Benedict Cumberbatch und Martin Freeman (ab 28. April in "The First Avenger: Civil War") schlicht nicht zur Verfügung. Aber jetzt: Die Dreharbeiten zur vierten Staffel starten im April, die drei neuen Folgen kommen also 2017 ins TV.

Trailer zur 4. Staffel "Sherlock"

Was die Fans erwartet? Darüber schweigt sich Mark Gatiss aus. "Aber wir werden jetzt nicht durchdrehen und plötzlich eine Folge in Schwarz-Weiß drehen. Obwohl – man soll ja niemals nie sagen!"

Sendehinweis:

Ostermontag, 28. März, 21.45 Uhr, Das Erste

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