Es kann nur einen geben: "Batman v Superman: Dawn Of Justice"

Was wir bereits wissen
Die Stars Ben Affleck und Henry Cavill über den Kampf "Batman v Superman" und den Unterschied zwischen der "Justice League" und "Avengers".

Nicht wenige Fans von Superman waren irritiert: Am Ende seines letzten Kinoauftritts in "Man of Steel" (2013) tötete der Stählerne (Henry Cavill) ganz entgegen seiner sonstigen Gutmenschen-Art den Superschurken General Zod. Bekommt die ansonsten so reine Moral Supermans Risse? Wer sich den Film genau anschaute, konnte Hinweise erkennen, in welche Richtung es geht: Es sind versteckt Logos von Wayne Industries (der Firma von Batman) und von LexCorp (der Firma von Batman-Erzfeind Lex Luthor) zu sehen! Und jetzt treten die Superhelden in "Batman v Superman" (Kinostart: 24. März im Kino) gegeneinander an.

1. und 2. Trailer "Batman v Superman: Dawn Of Justice"

GOLDENE KAMERA sprach mit Henry Cavill und Ben Affleck, der gegen den Willen vieler Batman-Fans das schwarze Cape anzog.

3. Trailer zu "Batman v Superman: Dawn Of Justice"

Interview mit Henry Cavill und Ben Affleck

Wird Superman im neuen Film eine Art falsche Gottheit oder ein Feind der Menschen?

Henry Cavill: Zumindest Batman sagt: "Superman ist ein Arsch". Die eine Hälfte der Menschheit verehrt Superman mit seinen Superkräften als Gott, die andere ist sich nicht so sicher. Da ist vor allem die Furcht: Was wäre, wenn er uns versklaven will?

Herr Affleck, hatten Sie Bedenken, die Rolle als Batman im Duell mit Superman anzunehmen?

Ben Affleck: Es ist einschüchternd zu wissen, dass so viele große Filmstars diese Figur gespielt haben: Christian Bale, George Clooney, Michael Keaton, Val Kilmer. Dazu kommt der Druck des Publikums, dessen Erwartungen überlebensgroß sind.

Inwieweit unterscheidet sich Ihr Batman von den anderen Batman-Visionen?

Ben Affleck: Unser Batman ist am Ende. Er ist älter, verbitterter, zynischer denn je. Er ist nicht einfach nur ein Batman, der sich vom Tod seiner Eltern erholt. Er blickt auf sein Leben und all die Kämpfe gegen das Böse zurück und fragt nach dem Sinn von all dem. Er zweifelt an seinem Vermächtnis – und dann taucht dieser Superman auf, den er als Bedrohung unserer Existenz ansieht.

Warum ist Superman eine Bedrohung?

Ben Affleck: Ich zitiere hier Bruce Wayne: "Wenn auch nur zu einem Prozent die Chance besteht, dass eine außerirdische Supermacht die Welt zerstören kann, müssen wir das als absolute Gewissheit nehmen und diese Macht als Bedrohung betrachten." Dieser Film zeigt die Besorgnis und Paranoia unserer Zeit. Wie würden wir reagieren, wenn ein Superman auf unserer Erde landen würde?

Wie haben Sie sich die Muskelpakete erarbeitet, die Sie im Kampf gegen einen Superhelden brauchen?

Ben Affleck: Das war der absolut härteste Teil dieser Rolle. Zum Glück hatte ich ein Jahr lang Zeit, mich in Batman zu verwandeln – und das war keine Sekunde zu viel! Ich habe 25 Pfund an Muskeln zugenommen: zwei Pfund pro Monat! Dafür musste ich fünf bis sechs Tage pro Woche trainieren, kurz vor Drehbeginn sogar zweimal pro Tag. Es war die reine Qual! Mein Körper hat sich sehr gegen dieses extreme Training gewehrt, aber es gibt gewisse ästhetische Erwartungen, wie diese Superhelden auf der Leinwand auszusehen haben. Und diese Erwartungen sind extrem unrealistisch, eigentlich fast unmöglich zu erfüllen. Ich hatte im Stillen gehofft, dass mein Batman einfach sein T-Shirt anbehalten kann (lacht).

Herr Cavill, was war für Sie die größte Herausforderung im Duell mit Batman?

Henry Cavill: Mein Problem war eher, eine Szene zu drehen, in der ich zweimal geschlagen werde, und die Fortsetzung der Szene, bei der ich von Batman ins Gesicht getreten werde, als ich an der nächsten Tür landete, erst drei Wochen später zu drehen. Es ist höllisch schwer, die volle Geschichte in deinem Kopf zusammenzusetzen. Und dann ändern sich ja auch noch Ideen während des Drehs ...

Können Sie das neue DC-Filmuniversum mit dem von Marvels "Avengers" vergleichen?

Henry Cavill: Beide haben Superhelden am Start! (lacht) Ich denke, es ist schwierig zu vergleichen, denn es sind unterschiedliche Gebilde: mythologische Helden hier, moderne Helden dort. Marvel hat auf jeden Fall einen leichteren Touch in der Präsentation der Filme. Und DC gründet sein Universum ein wenig mehr im Realismus.

Wie kann denn Batman als Mensch überhaupt eine Chance haben gegen Superman?

Henry Cavill: Wenn ich Ihnen das sage, müsste ich Sie töten (lacht). Batmans Worte! Er hat Chancen auf verschiedene Weise. Das Interessante an Superman ist, dass er sich nur selbst schlagen kann. Ach ja, und dann gibt es noch Kryptonit.

Interview: Anke Hofmann

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