Die 5 besten Netflix-Originals und warum man sie gucken muss

Was wir bereits wissen
Mit der Superhelden-Serie "Marvel's Daredevil" geht am 18. März eine der erfolgreichsten Serien auf Netflix in die 2. Staffel. Sie ist nicht die einzige, eigenproduzierte Serie des Streaming-Anbieters, die absolut sehenswert ist.

Seit 2011 produziert Netflix eigene Serien mit hochkarätiger Starbesetzung und gibt dabei Jahr für Jahr viel Geld in Milliardenhöhe aus. Diese Investionen scheinen sich gelohnt zu haben. Die Anzahl der Eigenproduktionen soll sich in diesem Jahr von 16 auf 31 verdoppeln. Außerdem will der Streaming-Riese aus Kalifornien auch neue Spielfilme, Dokumentationen, Comedy-Shows und Angebote für Kinder selbst produzieren. Die Verantwortlichen in Los Gatos haben scheinbar erkannt, dass hochwertige Eigenproduktionen wahre Zuschauermagneten sind und treue Kunden sichern.

Wir stellen Ihnen hier fünf Netflix-Produktionen vor, die Sie unbedingt streamen sollten:

1. "Marvel's Daredevil“

"Marvel's Daredevil" baut auf die Figur des gleichnamigen Comics auf und erzählt die Geschichte von Matt Murdock (Charlie Cox), der als blinder Rächer tagsüber als Anwalt und nachts als Superheld Daredevil das Unrecht in New York City bekämpft.

Mit neun Jahren verliert Daredevil sein Augenlicht, erlangt dafür jedoch außergewöhnliche sensorische Fähigkeiten, die er im Kampf gegen das Unrecht im New Yorker Viertel Hell's Kitchen einsetzt. So versucht er mit Hilfe seiner Superkräfte den skrupellosen Geschäftsmann Wilson Fisk, dessen Namen niemand aussprechen darf und der sich komplett aus der Öffentlichkeit fern hält, zur Strecke zu bringen.

Wilson Fisk wird zu Beginn der 1. Staffel zum großen Unbekannten aufgebaut, um einmal eingeführt, und von Vincent D'Onofrio großartig verkörpert, die komplette Serie an sich zu reißen. Eine traumatische Kindheitsgeschichte liefert ein schlüssiges Motiv für sein Handeln. Er ist zugleich unberechenbar Böse, wie auch verwundbar und liebevoll. Diese Ambivalenz macht ihn zu einem überragenden Antagonisten, den man - trotz der Boshaftigkeit - irgendwie gar nicht mehr missen möchte.

Teaser-Trailer zur 2. Staffel "Daredevil"

Die 2. Staffel von "Marvel's Daredevil“ startet am 18. März auf Netflix.

2. "House of Cards"

Seit 2013 erzählt "House of Cards" vom Aufstieg des US-Politikers Frank Underwood (herrlich diabolisch: Kevin Spacey) bis ins Präsidentenamt. Intrigen und Manipulationen sind für Underwood Tagesgeschäft, selbst vor Mord schreckt er nicht zurück. Dennoch fasziniert die Figur Zuschauer wie Kritiker.

"House of Cards" räumte mit den bisherigen drei Staffeln bereits sechs Emmy Awards (33 Nominierungen) und zwei Golden Globes ab. Der zweifache Oscargewinner Kevin Spacey (''Die üblichen Verdächtigen'', ''American Beauty'') spielt den korrupten US-Politiker Frank Underwood mit boshafter Inbrunst und viel Ironie. Er bekam für seine Rolle ebenfalls die GOLDENE KAMERA 2015 als "Bester Schauspieler International".

Am Ende der 1. Staffel wird Underwood zum Vizepräsident nominiert, um am Ende der 2. Staffel den amtierenden Präsidenten mittels Intrigen aus dem Amt zu manövrieren und US-Präsident zu werden. In der 3. Staffel kehrt Frank Underwoods kaum weniger skrupellose Ehefrau Claire (Robin Wright) der Ehe und dem Weißen Haus den Rücken und hegt eigene politische Ambitionen. Aber weder von privaten Rückschlägen, noch von möglichen Enthüllungen über ihn, lässt sich Underwood stoppen.

Seit dem 4. März zeigt Sky Atlantic HD die aktuelle 4. Staffel. Netflix US zeigt die Serie schon jetzt im Stream, aber in Deutschland hält Sky die Rechte an der Erstausstrahlung.

3. "Bloodline“

"We're not bad people - but we did a bad thing" - so könnte das Familienmotto der Rayburns lauten, die ein kleines Hotel auf den Florida Keys leiten. Das Familiendrama ist mehr ein langer Film, als eine lose Abfolge von Episoden und ganz gemächlich entwickelt sich aus alten Sünden, Mauscheleien, Unwahrheiten und Vorurteilen eine Katastrophe, die den Zuschauer in ihren Bann zieht. Durch die Heimkehr von Danny (Ben Mendelsohn) bricht eine nervöse Unruhe in der Familie aus, die von den Eltern (Sam Shephard als Patriarch, Sissy Spacek als liebevolle Mutter) nur mühsam zusammengehalten werden kann.

Wer sich zu den Osterfeiertagen mit den 13 Teilen zu den "Rayburns" aufs Sofa zurückzieht, kommt von da erst mal nicht mehr weg, bis es zum spektakulären Showdown kommt, der von Anfang an mittels des Flash-Forward-Prinzips immer wieder szenenhaft angedeutet wird.

Trailer "Bloodline"

Die Produktion ist die erste Kooperation von Netflix mit einem großen Hollywood-Studio, Sony Pictures Television.

4. "Orange Is the New Black"

Piper Chapman (Taylor Schilling) führt ein beschauliches, fast spießiges Großstadt-Leben. Sie produziert handgemachte Seifen und Lotionen und ist frisch mit Larry Bloom (Jason Biggs) verlobt. Doch ein zehn Jahre zurückliegender Fehltritt holt sie ein: damals hat Piper für ihre College-Geliebte Alex Drogengeld transportiert. Jahre später wird diese vernommen, und Piper fliegt auf. Sie wird zu 15 Monaten Haft verurteilt, die sie pflichtbewusst antritt. Hinter Gittern die Würde zu behalten, ist schwerer als Piper gedacht hat. Steht sie die 15 Monate durch?

Trailer zu "Orange Is the New Black"

Autorin Jenji Kohan, die auch schon für "Sex and the City" und "Will & Grace" schrieb und die Serie "Weeds" entwickelte, nahm sich das Buch "Orange Is the New Black: My Year in a Women's Prison" von Piper Kerman zur Vorlage. Ihr ist eine hinreißende TV-Adaption gelungen, witzig und tragisch zugleich, aber nie selbstmitleidig.

5. "Narcos“

"Narcos" erzählt die Geschichte des Drogen-Barons Pablo Escobar (gespielt von Wagner Moura). Er gilt als einer der erfolgreichsten Drogendealer aller Zeiten - und war einer der reichsten Männer der Welt. Der 1949 in Medellin (Kolumbien) geborene Escobar wurde 1993 erschossen.

DEA-Agent Steve Murphy (Boyd Holbrook) dient als Erzähler aus dem Off und gerät selbst immer tiefer in den Sumpf aus Drogen und Gewalt. "Narcos" zeigt die Brutalität und Skrupellosigkeit des Kartells, aber auch die wirkungslose, zum Teil kontraproduktive Haltung der USA.

Trailer zu "Narcos"

In der Serie wird größtenteils Spanisch gesprochen. Hauptdarsteller Wagner Moura ist Brasilianer und lernte für den Film extra drei Monate Spanisch. Für die deutsche Fassung wurde der Teil übersetzt, in dem englisch gesprochen wird. Die spanischen Dialoge werden untertitelt. Dadurch erhält die Serie eine besondere Authentizität.

Wer nicht genug bekommen kann von Netflix-Originals, der dürfte auch von "Grace und Frankie", "Love" oder "Sense 8" nicht enttäuscht werden.

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