Alles ist möglich: "Eddie the Eagle"

Sieger der Herzen: "Eddie the Eagle" (Taron Egerton) und Trainer Bronson (Hugh Jackman) rocken die Winterolympiade 1988
Sieger der Herzen: "Eddie the Eagle" (Taron Egerton) und Trainer Bronson (Hugh Jackman) rocken die Winterolympiade 1988
Foto: © 2015 Twentieth Century Fox
Was wir bereits wissen
Von der Lachnummer zum Olympia-Helden: die wahre Geschichte des englischen Skispringers Michael Edwards als Biopic mit Taron Egerton und Hugh Jackman.

Seine Geschichte ist tatsächlich filmreif: Der gelernte Maurer Michael Edwards trat als erster Skispringer für Großbritannien an und belegte 1988 bei den Olympischen Winterspielen in Calgary den letzten Platz. Doch der schräge Typ war der Publikumsliebling und wurde als "Eddie the Eagle" (Interview) zum Medienstar. In der Biopic-Verfilmung des Briten Dexter Fletcher (deutscher Kinostart: 31. März) schlüpft "Kingsman"-Newcomer Taron Egerton in die Rolle des bebrillten Underdogs. Sein fiktiver Trainer wird von Hugh Jackman (Interview) verkörpert.

Darum geht's in "Eddie the Eagle"

Michael "Eddie" Edwards (Egerton) aus der englischen Provinz weiß schon als Kind, dass er später Profisportler wird. Allerdings hat er kein besonderes Talent. Nach diversen gescheiterten Anläufen entscheidet sich der Brillenträger ausgerechnet fürs Skispringen – eine olympische Disziplin, die Mitte der 1980er-Jahre von keinem Briten ausgeübt wird. Ohne Unterstützung oder gar Sponsoren fängt Eddie an zu trainieren. Die Profis auf der Schanze verspotten den komischen Vogel, allen voran das Team des überheblichen finnischen Weltmeisters Matti Nykänen. Aber Eddie findet tatsächlich einen Coach: Ex-US-Skispringer Bronson Peary (Jackman) ist aus dem Olympia-Team geflogen und fährt jetzt – meistens alkoholisiert – den Schneepflug. Gemeinsam mit Eddie will der Zyniker es den arroganten Sportfunktionären zeigen.

Trailer zu "Eddie the Eagle" (OF) (Kinostart: 31.3.2016)

Die Außenseiter-Komödie ist kein Sportfilm, sondern steht eher in der Tradition von Brit-Klassikern wie "Ganz oder gar nicht" (1997). Auch wer sich kein Stück fürs Skispringen interessiert, wird jedes Mal fast die Nerven verlieren, wenn Eddie die nächsthöhere Schanze anvisiert. Dies ist die Geschichte eines sympathisch naiven Mannes, der seinen Traum verfolgt – auch wenn ihn keiner ernst nimmt. Der ultimative Sportchampion der Herzen!

Wer sollte sich "Eddie the Eagle" anschauen?

Alle, die ein Herz für klassisch erzählte Underdog-Geschichten haben.

Warum muss ich "Eddie the Eagle" sehen?

Weil die liebevolle Tiefflieger-Story ohne den Kitsch eines Hollywood-Märchens zu Herzen geht.

Für Fans von...

"Cool Runnings – Dabei sein ist alles" und "Ganz oder gar nicht"

Die GOKA-Wertung

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