Hugh Jackman: "Neben Iris Berben habe ich die zweite Geige gespielt!"

Das "Eddie the Eagle"-Traumpaar: Iris Berben als Barfrau Petra und Hugh Jackman als Trainer Bronson
Das "Eddie the Eagle"-Traumpaar: Iris Berben als Barfrau Petra und Hugh Jackman als Trainer Bronson
Foto: © 2015 Twentieth Century Fox
Was wir bereits wissen
Exklusiv: Der "Wolverine"-Star spricht über die Zusammenarbeit mit der zweifachen GOLDENE KAMERA-Gewinnerin bei der Biopic-Komödie "Eddie the Eagle".

Im frisch gestarteten Biopic "Eddie the Eagle: Alles ist möglich" über die außergewöhnliche Geschichte des ersten britischen Olympia-Skispringers kam es zu einem schauspielerischen Gipfeltreffen: Hugh Jackman, der im Film den Trainer von Eddie Edwards verkörpert, traf auf die Grande Dame der deutschen Film- und Fernsehlandschaft: Iris Berben. Die GOLDENE KAMERA-Preisträgerin der Jahre 1988 und 2004 hat in "Eddie the Eagle" eine Nebenrolle als Barfrau mit Herz – und offenbar dem Hollywood-Star am Set die Show gestohlen...

Hugh Jackman im Interview

Wie war es, mit Iris Berben zu drehen?

Wir haben uns sofort angefreundet und sehen uns hoffentlich bald wieder. Trotz meines glorreichen "Wolverine"-Ruhms habe ich neben Iris die zweite Geige gespielt. Die Crew lag ihr komplett zu Füßen, und selbst Fans, die sich am Set tummelten, wollten ein Autogramm von ihr – nicht mir (lacht)!

Wie war Ihre erste Begegnung mit dem realen Eddie Edwards?

Ich war überrascht, wie unbeschwert er ist. Als er uns bei den Dreharbeiten besuchte, war er total relaxt. Wenn mein Leben verfilmt werden würde, hätte ich in allen Details mitreden wollen, aber Eddie (Interview) war total cool. Am Set war er etwas gelangweilt. Kein Wunder für jemanden, der an den Adrenalinrausch des Skispringens gewöhnt ist (lacht). Am Drehplatz schaute er immer nur sehnsüchtig auf die Schanze und konnte es kaum abwarten, in der Mittagspause einen Sprung zu wagen.

Haben Sie Eddie damals bei der Olympiade 1988 springen sehen?

Ich erinnere mich noch sehr gut an diesen Tag. Wir alle waren ein bisschen in Eddie verliebt. Er war unser Volksheld! Er war ein Spaßvogel, der sich selbst nicht zu ernst nahm. Und er erschien völlig furchtlos.

Sind Sie persönlich auch furchtlos?

Im Gegenteil, als Kind hatte ich Höhenängste, und ich fürchtete mich vor der Dunkelheit. Im Abenteuerlager war ich der einzige, der beim Felsenklettern wieder runterklettern muss, weil ich beim Raufklettern total erstarrte. Das war mir so peinlich, dass ich täglich vom höchsten Sprungbrett im Schwimmbad sprang, bis mir die Höhe keine Angst mehr machte. Und meine Furcht vor der Dunkelheit habe ich damit überwunden, indem ich zwei Nächte im australischen Busch verbrachte. Da kriecht und krabbelt es ja vor lauter Gefahren, und das hat mich geheilt.

Stimmt es dann auch, dass Sie als Jugendlicher von Dächern gesprungen sind, um einen Skispringer zu imitieren?

Einer meiner Freunde hatte einen Balkon, von dem aus man in ein Schwimmbecken springen konnte. Zuerst sind wir nur reingeplumpst, aber dann haben wir Sofas und andere Dinge als Sprungschanze benutzt. In Australien gibt es kein Skispringen, vielleicht sind wir deswegen so sehr von diesem Sport fasziniert. Oder weil es uns an Surfen erinnert. Skispringen ist der Rock & Roll der Winterolympiade!

Interview: Anke Hofmann

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