Hollywood feiert sich selbst: MTV Movie Awards 2016

Die Hosts der MTV Movie Awards 2016 Dwayne Johnson (l.) und Kevin Hart (3.v.l.) mit den "Star Wars: Episode VII"-Gewinnern J.J. Abrams und Daisy Ridley
Die Hosts der MTV Movie Awards 2016 Dwayne Johnson (l.) und Kevin Hart (3.v.l.) mit den "Star Wars: Episode VII"-Gewinnern J.J. Abrams und Daisy Ridley
Foto: © Christopher Polk/Getty Images for MTV
Was wir bereits wissen
Am vergangenen Wochenende wurde in Los Angeles zum 25. Mal der kultigste Filmpreis der Traumfabrik vergeben und mächtig Werbung für kommende Blockbuster gemacht.

Seit 1992 der Musiksender zum ersten Mal das Publikum befragte, was die Kino-Highlights des vergangenen Jahres waren, haben die MTV Movie Awards den Oscars ein wenig die Show gestohlen. Der Filmpreis des Volkes, der auch Trophäen in unkonventionellen Kategorien wie "Bester Filmkuss", "Bester Schurke" oder "Beste Kampfszene" vergibt, brüstet sich nämlich nicht ganz zu Unrecht damit, dass hier Filme gefeiert werden, die das Publikum auch wirklich gesehen hat. Und das im Rahmen einer ungezwungenen Verleihung, die eher an eine Comedy-Show erinnert.

MTV Movie Awards 2016: die Show

Durch den Abend der 25. Jubiläumsausgabe führten PR-wirksamer Weise Action-Superstar Dwayne "The Rock" Johnson und Comedian Kevin Hart, deren Buddy-Komödie "Central Intelligence" am 16. Juni in die Kinos kommt. Zu ihren von pubertärem Humor geprägten Bühneneinlagen gehörte auch ein Rap-Medley das Filmjahr 2015 zusammenfassten und auf einen simplen Höhepunkt reduzierten: Oscar-Gewinner und "The Revenant"-Star Leonardo DiCaprio "got fucked by a bear"...

Musikalische Schützenhilfe bekamen sie dabei von "How to Be Single"-Star Rebel Wilson, die ihrerseits einen zweiten großen Auftritt hatte. Mit "Pitch Perfect 2"-Co-Star Adam DeVine wurde die Australierin in der Kategorie "Bester Filmkuss" ausgezeichnet. Obwohl beide beteuerten, dass sie off-screen keinerlei Gefühle für einander hegen würden, fielen sie übereinander her und wälzten sich auf der Bühne.

Zu den MTV Movie Awards gehört aber nicht nur derartiger Klamauk, sondern auch das Appetitmachen auf kommende Blockbuster. In der Pre-Show war es vor allem das First-Look-Featurette zu "Kong: Skull Island", in dem unter anderem die frisch gekürte Oscar-Preisträgerin Brie Larson Einblicke in das 2017 startende "King Kong"-Prequel gewährt...

Während der Show sorgte dann das Thema 'Superhelden' für den größten Preview-Hype. Denn da die Veranstaltung auf dem Studiogelände von Warner Bros. stattfand, durften sich die beiden Gastgeber nicht nur in "Batman v Superman"-Outfits über die "Marvel bitches" der Comicfilm-Konkurrenz aus dem Hause Disney lustig machen...

...sondern auch den nagelneuen "Blitz"-Trailer zum DC-Comics-Crossover "Suicide Squad" präsentieren, deren Superschurken Warner Bros. am 18. August auf das Multiplex-Publikum loslässt. Nach den MTV Movie Awards ist schließlich vor den MTV Movie Awards...

"Blitz"-Trailer zu "Suicide Squad" (OF) (Kinostart: 18.8.2016)

MTV Movie Awards 2016: die Gewinner

Bester Film: "Star Wars: Das Erwachen der Macht"

Beste wahre Geschichte: "Straight Outta Compton"

Beste Dokumentation: "Amy"

Beste Darstellerin: Charlize Theron in "Mad Max: Fury Road"

Bester Darsteller: Leonardo DiCaprio in "The Revenant - Der Rückkehrer"

Bester Newcomer: Daisy Ridley in "Star Wars: Das Erwachen der Macht"

Beste komische Performance: Ryan Reynolds in "Deadpool"

Beste Action-Performance: Chris Pratt in "Jurassic World"

Beste Filmheld: Jennifer Lawrence in "Die Tribute von Panem - Mockingjay: Teil 2"

Bester Filmbösewicht: Adam Driver in "Star Wars: Das Erwachen der Macht"

Beste virtuelle Darstellung: Amy Poehler in "Alles steht Kopf"

Beste Ensemble-Leistung: "Pitch Perfect 2"

Bester Filmkuss: Rebel Wilson und Adam DeVine in "Pitcht Perfect 2"

Beste Kampfeinlage: Ryan Reynolds und Ed Skrein in "Deadpool"

MTV Generation Award: Will Smith

Comedic Genius Award: Melissa McCarthy

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