Die GOLDENE KAMERA am Set von "Independence Day 2"

Was wir bereits wissen
Unsere Reporterin Anke Hofmann durfte Roland Emmerich bei den Dreharbeiten zu seinem Blockbuster-Sequel, das am 14. Juli im Kino startet, über die Schulter schauen.

Sie sind wieder zurück! Genau 20 Jahre nach "Independence Day" versuchen die Aliens wieder, unsere Welt zu erobern. Zum Glück haben sie erneut die Rechnung ohne Roland Emmerich (Interview) gemacht, den Verteidiger unseres Planeten!

Seine Kommandozentrale ist an diesem Drehtag im Studio 8 der Albuquerque Studios zu finden. Die Stadt in New Mexico ist dank ihrer Höhenlage vor allem für Ballonfahrten berühmt, heute ist sie aber Schauplatz einer weitaus luftigeren Dimension. Denn in der Halle ist die 'Earth Space Defense'-Mondbasis kurz 'EDS' aufgebaut – die erste Abwehrlinie des irdischen Widerstands gegen die außerirdischen Invasoren in „Independence Day 2: Wiederkehr".

Vor einem Blue Screen stehen ein Kampfjet und ein Mondlandefahrzeug sowie alle möglichen technischen Konsolen – alles in modernem Weiß-Grau gehalten und mit außerirdischer Technik kombiniert. Richtig, homo sapiens hat 1996 nicht nur die Feinde aus dem Weltall besiegt, sondern auch ihre wissenschaftliche Überlegenheit studiert und sich zunutze gemacht – für den jetzt eingetreten Fall, dass die Aliens die Frechheit besitzen, zurückzukommen! Inspiration für die Mondstation waren – natürlich – NASA und die Internationale Raumstation ISS.

Das Albuquerque Studio ist aber nicht der einzige Ort, der an den 75-tägigen Dreharbeiten von Emmerichs Team in Beschlag genommen wird. In Albuquerques Tingley Stadium wurde beispielsweise ein riesiger Wassertank gebaut, in dem 12 Meter lange Schiffe Platz hatten. Die Fortsetzung ist auch tricktechnisch wesentlich aufwendiger als das Original: Statt 400 VFX-Shots wird der Zuschauer beim Kinostart am 14. Juli ganze 1400 visuelle Effekte genießen können.

Am Tag des GOKA-Setbesuches inszeniert Roland Emmerich gerade Szene 102A: Eine Gruppe chinesischer Ingenieure umzingelt das zur Mondbasis versetzte Kampfjet-Pilotin Rain (dargestellt von China-Superstar Angelababy), um ein Autogramm von dem gefeierten Fliegerass zu erhaschen. Die Freude der Autogrammjäger währt allerdings nur kurz: Ihr Vorgesetzter Commander Jiang Lao (Chin Han) schickt sie wieder zur Arbeit.

Mit einer solchen Vielzahl an Komparsen zu arbeiten, scheint schwieriger zu sein, als Außerirdische zu bekämpfen. Der Regisseur erklärt während der Probe und den Aufnahmen händeringend, wie sich die Menschenmenge wieder auflösen soll: einige nach rechts, andere nach links. Nach sechs missglückten Anläufen kommentiert Emmerich sogar verzweifelt, aber freundlich und ohne die Geduld zu verlieren: "Keine Aufnahme ist brauchbar!" Das hilft: Beim 7. Versuch ist die Szene im Kasten.

Text: Anke Hofmann

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