Exklusiv-Interview mit Chris Evans über "The First Avenger: Civil War"

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Exklusiv-Interview: Chris Evans über den Hit "The First Avenger: Civil War" und das Familientreffen der Stars.

Hawkeye und Iron Man? Nehmen eine Auszeit. Thor? Ist zurück nach Asgard. Hulk? Komplett verschwunden! Am Ende des zweiten "Avengers"-Films von 2015 sind Captain America (Chris Evans) und Black Widow (Scarlett Johansson) fast allein im Hauptquartier in New York zurückgeblieben. Doch das ist kein Dauerzustand. Im neuen Marvel-Hit "The First Avenger: Civil War" (ab 28. April im Kino) gehen die einstigen Gefährten aufeinander los.

Trailer und Filmszenen "The First Avenger: Civil War"

Zwar haben Captain America und die Avengers erst unlängst mal wieder die Welt vor dem Untergang gerettet. Doch weil dabei erhebliche Kollateralschäden entstanden, soll zukünftig ein neues Regierungsorgan die Arbeit der Superhelden kontrollieren. Während "Iron Man" Tony Stark (Robert Downey jr.) diesen Plan unterstützt, lehnt sich "Cap" gegen die Pläne der Regierung auf, was zur Spaltung der Avengers führt.

Im exklusiven Interview mit GOLDENE KAMERA verrät Chris Evans, wie es mit den Avengers weitergeht.

Wie fühlt es sich an, immer wieder in die Haut von Steve Rogers alias "Cap" zu schlüpfen?

Es ist fantastisch, aufregend und einfach großartig! Die Rolle macht mir mehr und mehr Spaß, da wir mit jedem Film versuchen, neue Aspekte der Figur zu zeigen.

Was unterscheidet dieses Abenteuer von anderen?

Na ja, es ist halt immer die Frage, gegen wen gekämpft wird. Normalerweise setzen sich die Avengers gegen einen bestimmten Feind zur Wehr: gegen Loki, gegen Aliens, gegen Thanos ... Hier jedoch kämpfen sie gegeneinander. Und das macht das Ganze so interessant, es ist wie ein Familienkrieg.

Gab es diesmal eine besondere Herausforderung?

Nicht wirklich. Die Herausforderungen sind immer gleich: Man hat sehr lange Arbeitstage, man schwitzt wie ein Stier und man ist körperlich völlig am Ende. Also eigentlich war alles wie immer ...

Wie schaffen Sie es, in Form zu bleiben?

Ich muss sehr darauf achten, dass ich mich gut ernähre und genügend Schlaf bekomme. Und Stretching ist ganz wichtig. Wenn man gut dehnbar ist, hauen einen die Stunts nicht so um. Aber ich trainiere sowieso total gern, schließlich wirkt sich ein gesunder Körper auch auf den geistigen Zustand aus.

Zu Beginn haben Sie sich laut eigener Aussage unwohl mit dem Zehnjahresvertrag gefühlt, den Sie bei Marvel unterschrieben haben. Wie ist das heute?

Ich bin einfach nur glücklich darüber. Diese Filme zu machen war die beste Entscheidung meines Lebens. Ich bin meinem Agenten und meinem Manager unendlich dankbar, dass sie mich damals in die richtige Richtung geschubst und dafür gesorgt haben, dass ich keine Riesendummheit begehe und die Rolle ablehne. Ich kann heute nicht verstehen, warum ich so zögerlich war.

Fühlen Sie sich eigentlich immer noch unter Druck, einen Erfolg landen zu müssen?

Mit jedem Film, den ich mache, wird es weniger. Am Anfang seiner Karriere oder zu Beginn eines neuen Projekts hat man das Gefühl, man sei zufällig irgendwo reingeraten. Aber mittlerweile fühle ich mich wohl in meiner Haut als Schauspieler. Der Druck kann heute hilfreich sein.

Ihr Kollege Anthony Mackie alias "Falcon" hat "Civil War" als bisher besten Marvel-Film bezeichnet.

Absolut! Die Story, die Figuren, die Action – das ist hier alles hervorragend geglückt. Der Film ist dynamisch, fesselnd und wird den Zuschauern richtig Spaß machen.

Sie blicken bestimmt schon auf viele erinnerungswürdige Momente mit der Marvel-Crew zurück. Fühlt sich das Team mittlerweile wie eine Familie an?

Ohne jede Frage. Schauspieler, die Bosse, Kamera, Maske – fast alle kommen für jeden der Filme zurück. Das ist dann immer wie ein großes Familientreffen.

In diesem Film treffen mehr Superhelden zusammen als zuvor. Ist es noch ein Captain-America-Film?

Ja. Ich bin immer noch deutlich öfter auf der Leinwand zu sehen als die anderen Avengers, auch wenn der Trailer einen anderen Eindruck vermittelt. Und die Geschichte dreht sich in erster Linie um die Mühen und Nöte von Steve Rogers.

Stimmt es, dass Sie Probleme mit Starruhm haben?

Ich mag meine Privatsphäre und ich möchte mein Leben so normal wie möglich leben. Bitte nicht falsch verstehen: Mein Job macht mir großen Spaß, aber die meiste Zeit versuche ich, von der Bildfläche zu verschwinden, indem ich solche Orte und Restaurants meide, an denen bekanntermaßen die Paparazzi lauern.

Interview: Svenja Runciman

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