Tom Hanks wird in die Wüste geschickt: "Ein Hologramm für den König"

Tom Hanks als Alan Clay. Foto: © X Verleih
Alan Clay (Tom Hanks) trifft auf die attraktive Ärztin Zahra (Sarita Choudhury). Foto: © X Verleih
Hanne (Sidse Babett Knudsen) und Alan Clay (Tom Hanks). Foto: © X Verleih
Tom Hanks als Alan Clay. Foto: © X Verleih
Tom Hanks (Alan Clay) in Saudi Arabien. Foto: © X Verleih
Tom Hanks als Alan Clay. Foto: © X Verleih
Alan Clay (Tom Hanks). Foto: © X Verleih
Alan Clay (Tom Hanks). Foto: © X Verleih
Was wir bereits wissen
Tom Hanks als Geschäftsmann, der in Saudi-Arabien festsitzt und unfreiwillig seinen Horizont erweitert.

Neustart in der Wüste? Die Komödie "Ein Hologramm für den König" (Kinostart: 28. April) ist ein originelles Selbstfindungsabenteuer – so sympathisch wie Tom Hanks. Wir haben mit ihm im Interview über seinen Geburtstag und Krisen gesprochen.

Trailer "Ein Hologramm für den König"

Interview mit Tom Hanks

Warum ist Alan Clay eine typische Tom-Hanks-Figur?

Sagen Sie das nicht! Ich suche nicht nach Rollen, die zu mir passen. Da kriege ich lieber Grippe! Aber was ich an Alan mag: Der Mann steht vor dem Nichts. Er soll diese Mega-Technologie verkaufen, die er vermutlich selbst nicht begreift, und sitzt in dieser Welt fest, wo alle Verhaltensregeln kopfstehen.

Kennen Sie solche Krisen?

Das passiert uns doch allen. Es ist ganz gesund, wenn wir uns gelegentlich selbst fragen: Was mache ich hier eigentlich?

Im Juli werden Sie 60. Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?

Dass meine Familie kommt. Und ein schönes kaltes Bier.

Ach, kommen Sie.

Ehrlich (lacht). Ich wäre gern so ein mysteriöser, faszinierender Typ. Aber da ich sowieso nichts für mich behalten kann, habe ich auch keine Geheimnisse.

Interview: Ulrike Schröder

Und darum geht's in "Ein Hologramm für den König"

Alan Clay (Tom Hanks) ist pleite und braucht händeringend einen lukrativen Auftrag. Seine Chance: König Abdullah von Saudi-Arabien lässt eine Wirtschaftsmetropole aus dem Boden stampfen, Alan soll ihm eine holografische Telefonanlage verkaufen. Irgendwo in der Wüste hockt sein Team in einem provisorischen Zelt und bereitet die große Präsentation vor. Doch Seine Majestät geruht nicht zu erscheinen. Niemand weiß, wann der König wiederkommt, und auch sonst ist kein Entscheider zu sprechen. Der Einzige, auf den der bald entnervte Gast aus Amerika zählen kann, ist Chauffeur Yousef (Alexander Black).

Tagelang pendelt Alan sinnlos zwischen Hotel und Baustelle hin und her und kommt dabei kein Stück weiter. Bis er endlich resigniert und mit Yousef einen Ausflug macht. So lernt Alan zwangsläufig Land und Leute kennen – auch die attraktive Ärztin Zahra (Sarita Choudhury).

Regisseur Tom Tykwer ist eine nachdenkliche, fast schon philosophische Komödie gelungen, die neue Perspektiven eröffnet – nicht nur auf ein fremdes, faszinierendes Land voller Widersprüche. Der arme Alan könnte genauso gut auf einem fernen Planeten festsitzen, findet aber erst durch die Krise sein persönliches Happy End.

Hintergrund

Der Wuppertaler Regisseur Tom Tykwer (50) und der Kalifornier Tom Hanks (59) arbeiteten bereits im Jahr 2012 bei dem Fantasy-Epos "Cloud Atlas" zusammen. Im gleichen Jahr erschien der Roman "Ein Hologramm für den König" von Bestsellerautor Dave Eggers ("The Circle"). Nördlich der saudiarabischen Hafenstadt Dschidda entsteht tatsächlich eine Retortenstadt namens King Abdullah Economic City (KAEC). Dort erhielt Tom Tykwer jedoch keine Drehgenehmigung, der aufwendige Set entstand deshalb in Marokko. In Saudi-Arabien wurden lediglich die Außenaufnahmen von Dschidda und Mekka gedreht. Auf seiner Recherchetour kam Tom Tykwer auch in die heilige Stadt Mekka, die für Nichtmuslime eigentlich Tabuzone ist: Sein Guide hatte die falsche Autobahnausfahrt erwischt. Ausgerechnet das passiert im Film auch Yousef und Alan Clay ...

Wer sollte sich "Ein Hologramm für den König" anschauen?

Alle, die bestätigt sehen wollen, dass Tom Hanks der sympathischste Schauspieler Hollywoods ist.

Warum muss ich "Ein Hologramm für den König" sehen?

Weil es Tykwers Verfilmung des gleichnamigen Romans von Dave Eggers ebenso wie die Buchvorlage schafft, aus Wirklichkeit faszinierende Fiktion zu machen.

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