Robert Downey Jr.: "Ich hätte nichts dagegen, morgen als Chris Hemsworth aufzuwachen!"

Strahlemann & Söhne & Iron Man: Robert Downey Jr. (51)
Strahlemann & Söhne & Iron Man: Robert Downey Jr. (51)
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
In "The First Avenger: Civil War" stellt sich für Fans die Frage: #TeamIronMan oder #TeamCap? In unserem Interview bezieht der "Iron Man"-Darsteller deutlich Position – und verrät, dass er lieber "Thor" wäre!

Nachdem wir bereits berichtet haben, was "Captain America"-Darsteller Chris Evans über "The First Avenger: Civil War" zu sagen hat, wollen wir zum Kinostart am 28. April natürlich auch seinen Widersacher Robert Downey Jr. alias Tony Stark alias Iron Man zu Wort kommen lassen...

Robert Downey Jr. im Interview

In "The First Avenger: Civil War" dreht es sich um die politische Grundsatzfrage: Müssen Superhelden kontrolliert werden oder sollten sie autonom agieren? Was halten Sie von Machtbeschränkungen für die Avengers?

Im zweiten "Iron Man"-Film belehrt Tony Stark den von Garry Shandling gespielten Senator, dass es kein Alternative zu den Avengers gibt. Und in diesem Film denkt meine Figur genau anders herum. Seine Meinung und Perspektive zu wechseln – je nach Situation und Lage – ist menschlich und extrem gesund. Im Marvel Universum und im wahren Leben.

Clip aus "The First Avenger: Civil War" (OF)

Sie haben Ihr eigenes "Iron Man"-Franchise, mischen sich bei den "Avengers"-Filmen ein und als nächstes steht "Spider-Man: Homecoming" (Start: 6. Juli 2017) auf Ihrem Programm. Sind Sie die Figur des Tony Stark nicht langsam leid? Oder kommen Sie gerade erst richtig auf den Geschmack?

Ich war noch nie der Typ, der groß Pläne für sein Leben oder für die Karriere macht. Ich weiß nur, dass ich den Marvel-Chef Kevin Feige und bisher alle Regisseure dieser Filme total nett und künstlerisch extrem begabt finde. Mein Sohn ist gerade 4 geworden, meine Tochter ist 18-Monate alt, und ich selbst bin auch nicht mehr der Jüngste. Besser und bequemer könnte ich mir mein Leben im Moment gar nicht vorstellen. Ich erinnere mich noch genau an die Zeiten, wo ich nicht wusste, wie und ob ich meine Miete zahlen kann. Sollte sich natürlich die Gelegenheit für mich ergeben, wieder mal einen kleinen Indie-Film zu drehen, den ich selber geschrieben habe und inszenieren möchte, hoffe ich, dass die Welt mir auch dann noch gnädig gestimmt sein und mich nicht wie einen Idioten behandeln wird, nur weil ich mal wieder etwas Neues ausprobiere. Das würde ich nicht überleben! Dann würde mein Blut an euren Händen kleben! (lacht)

In diesem Film führen Sie den neuen Spider-Man ein: Tom Holland. Fühlen Sie sich wie ein Mentor für diesen Neuling in der Superhelden-Welt?

Ich erinnere mich noch, wie ich Richard Attenborough verehrte, als wir 1992 "Chapling" drehten. Er war damals 62 und erschien mir wie der älteste Mann im Universum (lacht). Ich fühlte mich ihm gegenüber so jung und perfekt. Aber er war einfach der richtige Mentor für mich. Er hat mir mehr über die Kunst der Schauspielerei beigebracht, als ich mir je hätte wünschen können. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich mit 51 als Mentor geeignet bin, aber ich habe ein paar Filmjährchen und Erfahrungen auf den Buckel, die ich gerne mit anderen teile. Tom steht zwar noch am Anfang seiner Karriere, aber er wusste genau, was er tat und bedurfte keinerlei Tipps oder Ratschläge von mir. Ich habe sie ihm natürlich trotzdem gegeben, um sein Selbstbewusstsein noch zu verstärken (lacht).

Newcomer Tom Holland über sein "Spider-Man"-Debüt in "Civil War"

Apropos jung und perfekt. In diesem Film sind Sie dank digitaler Tricktechnik als Tony Stark im Teenager-Alter zu sehen. Ist das die Zukunft von CGI?

Wenn das so weitergeht, sind wir Schauspieler bald überflüssig. Mir kommt schon mein Film "Kiss Kiss Bang Bang", den ich vor zehn Jahren gedreht habe, wie ein Klassiker vor! Ich schaue mich darin an und denke: Was für ein hübscher Bursche! So talentiert. Und so unschuldig (lacht). Mittlerweile hätte ich allerdings nichts dagegen, morgen als Chris Hemsworth aufzuwachen.

Interview: Anke Hofmann

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