Dennis Quaid spricht über "The Art of More"

Dennis Quaid auf der "The Art of More"-Premiere in Los Angeles
Dennis Quaid auf der "The Art of More"-Premiere in Los Angeles
Foto: © Angela Weiss/Getty Images
Was wir bereits wissen
In seiner brandneuen Serie führt uns der Hollywoodstar hinter die edlen Fassaden der New Yorker Auktionshäuser. Warum das bestes Entertainment ist, verrät er uns im exklusiven Gespräch.

Bisher kannte man Dennis Quaid als smarten Helden in Blockbustern wie "The Day After Tomorrow" oder 80er-Jahre-Hits wie "The Big Easy". Jetzt trumpft der 62-jährige Texaner im Fernsehen mit einer neuen Paraderolle auf. In der 10-teiligen Serie "The Art of More" (ab dem 5. Mai um 21.50 Uhr auf 13th Street) spielt Quaid den Milliarden-schweren Immobilienhai Samuel Brukner, der seine nicht ganz legal erworbene Kunstsammlung veräußern will. Dabei nimmt er die Dienste des gewieften Ex-Soldaten Graham Connor (Chuck Rose) in Anspruch, obwohl er eigentlich ein Auge auf die Auktionshaus-Schönheit Roxanna Whitman (Kate Bosworth) geworfen hat.

Trailer zu "The Art of More" (OF) (TV-Start: 5.5.2016)

Dennis Quaid im Interview

Wie ist Ihre persönliche Beziehung zur Kunstwelt?

Ich liebe Kunst. Schon als Teenager habe ich mich dafür interessiert und die großen Künstler studiert. Und ich habe selbst eine kleine Sammlung: Bei mir hängen ein Willem de Kooning und ein Edgar Degas. "The Art of More" gewährt einen Blick hinter die Kulissen der Kunstwelt, wie es ihn so im Fernsehen noch nie gegeben hat. Es dreht sich um die ärgsten menschlichen Instinkte: um Macht und Gier und Wollust. Und das macht Spaß!

Character-Teaser zu "The Art of More"

Ihre Figur Samuel Brukner ist ein Selfmade-Milliardär. Ist es möglich, sich mit Ehrlichkeit nach oben zu arbeiten? Gibt es in dieser Welt Regeln oder ist alles erlaubt?

Die Regeln für Milliardäre sind etwas anders als für normale Menschen oder uns bescheidene Millionäre (lacht). Ist das fair? Nein, aber in jeder Geschäftsbranche gibt es Deals, die im Hinterzimmer geschlossen werden. Ich bezweifele, dass Sam Brukner seine Hände in Unschuld wäscht, aber er weiß, sich abzusichern.

Ist Sam Brukner ein Narzisst?

Und wie! Als Recherche musste ich mich nur selbst anschauen (lacht). Ich bin Schauspieler, da gehört Narzissmus dazu. Meine Figur möchte geliebt werde, weiß aber nicht, was Liebe ist. Einerseits ist er total in Roxanna verliebt, andererseits will er sie nur erobern, weil sie sich gut als seine First Lady machen würde. Also typisch narzisstisch! Aber ich spiele diese Rolle gerne und mit voller Leidenschaft.

Clip aus "The Art of More" (OF)

Vor 10 oder 15 Jahren hätte sich kein Filmstar ins TV-Milieu herabgelassen. Jetzt ist es der letzte Schrei. Wie kommt's?

Vor 15 Jahren gab es noch kein Apple TV. Kein Netflix oder Amazon, kein FX oder Showtime. Aber spätestens seit der Mormonen-Serie "Big Love" vor 10 Jahren ist das Fernsehen groß angesagt. In den 70er Jahren stand die Filmwelt Kopf, und jetzt ist der kleine Bildschirm dran. TV hat praktisch die Indie-Filmwelt übernommen. Heutzutage gibt es kaum noch Indie-Filme. Und die paar, die die Studios noch drehen, ergattern alle Filmpreise. Stattdessen enden alle tollen Stories jetzt im Fernseher, was ich für sehr gut heiße. Denn in der TV-Branche gibt es mehr Freiheit und weniger Sprach- und Nuditätsbeschränkungen. Und man kann längere Geschichten erzählen, wie in einem Roman. Ich bin sehr froh, in diesem Genre zu arbeiten.

Wie unterscheiden sich die Dreharbeiten am TV-Set von denen beim Film?

Die Arbeit selbst ist die gleiche, egal ob im TV, Theater oder Kino-Medium. Der einzige Unterschied besteht darin, dass bei einer Fernsehserie weniger Zeit zur Verfügung steht. Aber Schnelligkeit ist mein Freund, denn ich langweile mich leicht und meine Energie lässt nach, wenn ich dumm rumstehen muss. Beim Drehen eines Kinofilms habe ich immer gesagt, dass mein Schauspielen umsonst ist und ich nur fürs Warten bezahlt werde (lacht).

Interview: Anke Hofmann

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