"Bad Neighbors 2": Chloe Grace Moretz im Interview

Chloe Grace Moretz
Chloe Grace Moretz
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Im Sequel von Seth Rogens "jung gegen alt"-Komödie glänzt die 19-jährige als neue Party-Nemesis der Radner-Familie. Wir haben die 19-jährige nach ihrer eigenen Feierlaune gefragt.

2014 war es Zac Efron, der in "Bad Neighbors" als Anführer einer Studentenverbindung dem Ehepaar Kelly (Rose Byrne) und Mac Radner (Seth Rogen) die Nachbarschaftshölle heiß gemacht hat. Jetzt im Sequel, das bei uns am 5. Mai gestartet ist, übernimmt diese Chaos-Rolle Chloe Grace Moretz – und gibt sich im Gespräch mit GOLDENE KAMERA-Korrespondentin Anke Hofmann auch privat als "badass" mit überraschend tiefschürfenden Ansichten zu erkennen...

Chloe Grace Moretz im Video-Talk zu "Bad Neighbors 2"

Chloe Grace Moretz im Interview

Was hat Sie an dieser Rolle gereizt?

Mit sechs Jahren habe ich mit der Schauspielerei angefangen. Als Kind habe ich natürlich jede Rolle angenommen, die mir über den Weg gelaufen ist, weil es auch nicht sehr viel Auswahl für dieses Alter gab. Aber jetzt mit 19 kann ich wählerisch sein: Komödie oder Romanze oder Drama. Im Moment interessieren mich vor allem Filme, die angemessen junge Frauen in unserer heutigen Gesellschaft zeigen. Oder Filme, die junge Frauen sehen möchten. "Bad Neighbors 2" ist zwar sehr ungezwungen und vulgär, aber der Film bietet auch eine tiefer gehende Handlung und eine Aussage über Sexismus in Amerika im Allgemeinen und im College im Besonderen.

Trailer zu "Bad Neighbors 2" (OF) (Kinostart: 5.5.2015)

Wie sieht dieser Sexismus aus?

Da ich mit vier Brüdern und Fußball statt Puppen aufgewachsen bin, ist mir dieser Sexismus als Kind nie aufgefallen. Aber so ab 14 wurde auf mich – vor allem von Hollywood – Druck ausgeübt, dass ich romantische Filme drehen sollte; dass ich mit bestimmten Jungen oder bestimmten Mädchen ausgehen sollte, um mein Image zu pflegen; bestimmte Mode zu tragen, um hübscher auszusehen. Und genau dagegen wehrt sich auch dieser Film. Wir zeigen, dass Mädchen – genau wie Jungs – auch mal dumm sein und falsche Entscheidung treffen dürfen. Dass sie auch One Night Stands haben können oder all die Dinge, die Jungs so machen, ohne gleich als nuttig zu gelten.

Wie haben Sie es geschafft, so natürlich und von Hollywood unverdorben zu bleiben?

Ich muss zugeben, dass es sehr verführerisch ist, in Hollywood mit Geld und Ruhm aufzuwachsen: Die Tür zu jedem Club steht offen; alles ist möglich; jeder will dein Freund sein. Was mich zum Glück davon fern gehalten hat, ist meine Arbeit: Ich bin andauernd für Pressetouren auf Achse und bekomme die Welt zu sehen. Und jedes Mal, wenn ich wieder am Set vor der Kamera stehe, weiß ich wieder, warum ich mich mit sechs in die Schauspielerei verliebt habe. Und das möchte ich nicht mit Geld, Ruhm oder Drogen aufs Spiel setzen.

Interview: Anke Hofmann

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