"Warcraft"-Regisseur Duncan Jones dreht als nächstes in Berlin

Regisseur Duncan Jones
Regisseur Duncan Jones
Foto: Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Für das Sci-Fi-Projekt "Mute" kehrt der gebürtige Engländer an die alte Wirkungsstätte seines Vaters David Bowie zurück.

Wenn am 26. Mai der Fantasy-Blockbuster "Warcraft: The Beginning" in unseren Kinos startet, werden weltweit über 100 Millionen Fans der gleichnamigen Videogame-Saga ihr drakonisches Urteil über Regisseur Duncan Jones fällen. Doch anstatt vor Nervosität zu zittern, konzentriert sich David Bowies Sohn schon auf sein neues Leinwandabenteuer "Mute".

2. Trailer zu "Warcraft: The Beginning"

"Mein nächstes Projekt ist ein deutscher Sci-Fi-Indie-Film, der in einem 'Blade Runner'-artigen Berlin spielen wird. 'Mute' wird sich sehr von dem unterscheiden, was im Moment in der Traumfabrik Hollywood produziert wird. Stilistisch kommt er den Noir-Krimis der 70er nahe, spielt sich aber 40 Jahre in der Zukunft ab."

Die Idee für "Mute" ist dabei gar nicht neu: "Seit 12 Jahren versuche ich, diesen außergewöhnlichen Film zu drehen. Die Freude darüber, dass mein Traum endlich wahr wird, ist also entsprechend riesig!" Der als 'Zowie Bowie' aufgewachsene Filmemacher hatte "Mute" als Nachfolger seines preisgekrönten Kinodebüts "Moon – Die dunkle Seite des Mondes" (2009) geplant. Die Finanzierung dafür scheiterte allerdings und Jones konzentrierte sich gezwungenermaßen zuerst auf ein anderes Sci-Fi Projekt: "Source Code" (2011) mit Jake Gyllenhaal.

Darum geht es in "Mute"

Im Zentrum von "Mute" steht ein stummer Barkeeper namens Leo (Alexander Skarsgård), der sich gegen die Gangster seiner Stadt behaupten muss, um seine entführte Freundin zu retten. Paul Rudd wird ihm als amerikanischer Chirurg Leo zur Seite stehen. Und der umjubelte "Moon"-Star Sam Rockwell darf bei diesem Duncan-Jones-Projekt natürlich auch nicht fehlen.

Duncan Jones im Videointerview

Bleibt die Frage, warum für den 44-Jährigen nur Berlin als Drehort infrage kommt: "Jede Minute, die mein Vater in Berlin verbracht hat, habe auch ich in dieser Stadt verbracht. Ich war zwar noch ein Kind, und dementsprechend war der Effekt dieser Metropole auf mich anders als auf meinen Vater, aber genauso beeindruckend und bedeutungsvoll für mein Leben. Die Mauer stand damals noch und West-Berlin war diese einzigartige Insel inmitten Ost-Europas. Sie strahlte eine seltsam pulsierende Energie aus, die mich an "Casablanca" erinnerte. Als ich an dem Drehbuch für "Mute" arbeitete, wollte ich diesen Eindruck der Vergangenheit in die Zukunft einbauen."

Gedreht werden soll nicht nur in der Stadt selber, sondern auch im Studio Babelsberg – für Duncan auch aus filmhistorischem Grund: "Dort hat Fritz Lang - der Vater von "Metropolis" – seine Filme inszeniert. Durch ihn ist Deutschland in der Geschichte der Science Fiction tief verwurzelt."

Text: Anke Hofmann

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