Cannes: Goldene Palme für Ken Loach

Regisseur Ken Loach (79)
Regisseur Ken Loach (79)
Foto: ©Pascal Le Segretain/Getty Images
Was wir bereits wissen
Der Brite setzte sich gegen den als Favorit gehandelten deutschen Beitrag "Toni Erdmann" durch.

Am Ende war doch Ken Loach der große Sieger der 69. Filmfestspiele von Cannes: Der britische Regisseur nahm für "I, Daniel Blake", gestern Abend bei der Verleihung den Hauptpreis entgegen. Dabei war lange die deutsche Regisseurin Maren Ade als Favoritin für die Goldene Palme gehandelt worden. Bei der Premiere im Rahmen der Festspiele hatte ihre Vater-Tochter-Tragikomödie "Toni Erdmann" mit Sandra Hüller und Peter Simonischek sechs Mal Szenenapplaus erhalten und bei der internationalen Kritikergarde für Begeisterung gesorgt. Doch die Jury unter Regisseur George Miller ("Mad Max: Fury Road") entschied sich letztendlich doch, Loach für sein Sozialdrama den Preis zu überreichen, in dem ein Handwerker einen aussichtslosen Kampf gegen die Behörden führt. Dies ist bereits die zweite Goldene Palme für Loach, der den Preis bereits 2006 für sein Drama "The Wind That Shakes The Barley" erhielt.

Als beste Darsteller wurden der Iraner Shahab Hosseini für "The Salesman" ausgezeichnet, den Preis für die beste Darstellerin nahm die Philippinerin Jaclyn Jose für ihre Rolle im Anti-Korruptionsdrama "Ma' Rosa" entgegen. Für den Preis war auch Isabelle Huppert als aussichtsreiche Kandidatin gehandelt worden, die im Psycho-Thriller "Elle" ein Vergewaltigungsopfer auf der Suche nach dem Täter spielt. Den Großen Preis der Jury erhielt der Kanadier Xavier Dolan für seinen Film "Juste la fin du monde", in dem zahlreiche französische Stars wie Marion Cotillard und Vincent Cassel zu sehen sind. Und ganz leer ging auch Maren Ade nicht aus: Ihr wurde für "Toni Erdmann" der Preis der Filmkritiker verliehen.

Der deutsche Beitrag "Toni Erdmann" (Kinostart: 14. Juli)
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