Aufstand gegen Drogenbosse: Oscarnominierte Doku "Die Gesetzlosen"

Die Autodefensas gehen gegen die Kartelle vor
Die Autodefensas gehen gegen die Kartelle vor
Foto: © WDR/DCM GmbH
Was wir bereits wissen
Hollywood-Regisseurin Kathryn Bigelow begleitet in der Doku "Die Gesetzlosen" (25. Mai, 22.10 Uhr, WDR) Bürger, die sich gegen Drogenbosse wehren.

Kartellkriege in Mexiko fordern jedes Jahr Tausende Opfer – allein seit 2006 starben geschätzt 80.000 Menschen im Drogenkrieg, meist kaum von der Weltöffentlichkeit wahrgenommen. Oft sind Politiker in die Milliardengeschäfte verstrickt. Dagegen gehen nicht nur die Menschen in Mexiko vor, sondern auch die Bürger jenseits der Grenze in Arizona (USA).

Im Süden Mexikos greifen die Menschen zu den Waffen und gehen gegen die Kartelle vor. Anführer dieser "Autodefensas", wie sie sich nennen, ist der angesehene Arzt José "El Doctor" Mireles. Eine Stadt nach der anderen befreit er zusammen mit seinen Männern aus der Gewalt der Clans.

Auch im US-Staat Arizona organisiert sich eine Bürgerwehr: Der Ex-Soldat Tim "Nailer" Foley und seine paramilitärische Gruppe jagen schwerbewaffnet die Drogenschmuggler an der mexikanischen Grenze.

Im brutalen Kampf zwischen Foley und Mireles auf der einen und den Kartellen auf der anderen Seite stellt sich bald die Frage: Wo verläuft die Grenze zwischen Gut und Böse? "Die Leute kämpfen als die Guten gegen das Böse und steigen zugleich in die Hölle hinab, wenn sie das Gesetz in die eigene Hand nehmen", sagt Regisseur Matthew Heineman über seine Doku. "Es gibt diesen großen Wunsch nach Recht und Gesetz, aber auch diese extreme Brutalität und das Fehlen von jeglicher Rechtstaatlichkeit."

"Cartel Land", so der Originaltitel, war einer der am meisten ausgezeichneten Dokumentarfilme des vergangenen Jahres und war u.a. 2016 für den Oscar nominiert. Der WDR zeigt die Doku am Mittwoch, 25. Mai, 22.10 Uhr, in der 90-Minuten-Fassung als deutsche TV-Premiere.

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