Hinter den Kulissen von "12 Monkeys" 2.0

Hinter dieser Tür der Cinespace Filmstudios in Toronto wird seit 2015 die "12 Monkeys"-Serie gedreht. © Theo Kingma
2043: Die Zeitmaschine steht im Zentrum eines Teilchenbeschleunigers. © Theo Kingma
2043: Die Zeitmaschine wird von kilometerlangen Stromkabeln gespeist. © Theo Kingma
2043: Dieser Wegweiser führt zum Zeitreise-"Project Splinter", das von der Wissenschaftlerin Jones geleitet wird. © Theo Kingma
2043: In diesem Untersuchungsraum werden die "Project Splinter"-Kandidaten durchgecheckt. © Theo Kingma
2043: In der Kommandozentrale von "Project Splinter" kommt die Vergangenheit auf den Prüfstand. © Theo Kingma
2015: Der Red Well Bookstore dient dem Zeitreisenden James Cole als Anlaufstation. © Theo Kingma
2015: Im Labor der Virologin Cassandra Railley soll der Ausbruch der tödlichen Epidemie verhindert werden. © Theo Kingma
Showrunner Terry Matalas und GOKA-Reporterin Anke Hofmann © Theo Kingma
Blick ins Büro der Production Design-Abteilung. © Theo Kingma
Entwurf des Affenlogos der mysteriösen Terrororganisation "12 Monkeys Army". © Theo Kingma
© Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Am 3. August startet die Serien-Adaption des Sci-Fi-Hits von 1995 bei RTL NITRO seine Deutschlandpremiere. Wir waren exklusiv am Set und haben mit Showrunner Terry Matalas gesprochen.

1995: Bruce Willis zeigt sich mit Glatze. Brad Pitt ist der Traum aller Frauen. Und die Welt ist von einem tödlichen Virus bedroht. Willkommen in der Welt von "12 Monkeys".

Trailer zu "12 Monkeys" (1995)

Reisen wir mit der Zeitmaschine 20 Jahre in die Zukunft. 2015 hat sich nichts geändert, oder? Bei Bruce und Brad nicht. Der Kinofilm jedoch ist jetzt eine TV-Serie (ab 3. August bei RTL NITRO und auf Abruf bei Amazon Prime). James Cole (Willis) wird von Aaron Stanford gespielt und der fanatische Tierschützer (Pitt) ist dieses Mal eine Frau: Jennifer Goines (Emily Hampshire).

Gedreht wird die SyFy-Produktion in einer ehemaligen Glasfabrik in Toronto, die 1988 von dem griechischen Immigranten Nikolaos Mirkopoulos zum Cinespace Filmstudio umgewandelt wurde. Die meisten Szenen in "12 Monkeys" enstehen an Drehorten in und außerhalb von Kanadas einwohnerstärksten Stadt. Wenn allerdings Szenen mit der Zeitmaschine, die sich in der Serie im Jahre 2043 befindet, oder im konspirativen Buchladen des Jahres 2015 an der Reihe sind, geht's auf die Drehbühnen von Cinespace. Diese Sets sind die einzigen permanenten Kulissen der TV-Serie.

Natürlich gibt es auch Einrichtungen, die temporär auf- und dann wieder abgebaut werden, wie zum Beispiel das Labor, das in Folge 105 mit dem Titel "The Night Room" zu sehen ist. Folge 105 wird beim Zuschauer für ein bisschen Klarheit sorgen, denn alle Shows die mit Zeitreise zu tun haben, bringen automatisch Verwirrung mit sich. Die Folge zeigt, wo der Virus herkommt: nämlich aus einer Kiste voller Tierkadaver.

Zum Glück stand Showrunner Terry Matalas am Set parat, um GOLDENE KAMERA-Reporterin Anke Hofmann exklusiv durch die Kulissen zu führen und Fragen zum Serien-Reboot zu beantworten...

Terry Matalas im Interview

Was war Ihre Vision für die Zeitmaschine?

Sie befindet sich in einem unterirdischen Labor und ist mit Stromkabeln verbunden, die durch diese Gänge gehen. Unsere Inspiration war ein Teilchenbeschleuniger, und die Idee ist es, dass der Lichtstrahl meilenlang reicht.

Natürlich gibt es wirkliches Zeitreisen (noch) nicht, aber wie wissenschaftlich korrekt ist Ihre Zeitmaschine?

Da es so viele Theorien darüber gibt, wie Zeitreisen funktionieren könnten, haben wir einfach unsere eigene erfunden (lacht). Unser Held wird mit Quantensprüngen durch Zeit und Raum geschickt. Ein Element, das wir von dem Kinofilm übernommen haben, ist, dass unsere Wissenschaftler selbst etwas ungeübt sind, was die Zeitmaschine betrifft, denn sie nutzen sie zum ersten Mal. Sie wollen James Cole ins New York des Jahres 2015 schicken, und das gelingt nicht immer so präzise. In der zweiten Folge endet er zum Beispiel zehn Jahre früher in Nordkorea (lacht).

Ist wenigstens ihr Virus 'echt'?

(lacht) Nein, wir haben eine Sci-Fi-Überraschung, was unseren Virus angeht. Deswegen will ich lieber nichts verraten. Aber "12 Monkeys" ist weniger eine Serie über eine Virusepidemie, sondern eine Show über Zeitreisen.

Woher kam die Idee, aus dem Film eine TV Serie zu machen?

Mein Co-Creator Travis Fickett und ich hatten einen düsteren einstündigen Zeitreise-Krimi geschrieben, der in die Hände der Produzenten von Atlas Entertainment fiel. Sie waren gerade im Prozess, eine Serie über "12 Monkeys" zu entwickeln, und sie fanden, dass wir die richtigen Kandidaten dafür seien. Zuerst haben Travis und ich gezögert, weil wir eingefleischte Fans des Originalfilms und von Regisseur Terry Gilliam sind, aber dann war die Versuchung doch zu groß. Plus: Als Creators konnten wir sichergehen, dass die Serie dem Zuschauer eine frische Perspektive bietet, aber gleichzeitig respektvoll mit dem Original umspringt.

Muss der Zuschauer Ihrer Serie genauso schwer nachdenken, um die Zeitreisen zu verstehen, wie im Film?

Oh ja! Die Devise lautet: Hopp oder Top! (lacht) Ich bin mir über das Risikos dieser Devise bewusst, aber ich glaube fest daran, dass es genau dieses Kopfkratzen ist, was das Franchise so attraktiv macht. Aber ich verspreche, dass gegen Ende der Show alle Puzzleteile zusammen passen werden.

Warum haben Sie die Brad-Pitt-Figur in eine Frau umgeschrieben?

Weil Brad Pitts Darbietung in diesem Film so unvergesslich ist. Wir wollten und konnten damit nicht konkurrieren. Jennifer Goines unterscheidet sich sehr von Jeffrey Goines: in Persönlichkeit und Handlung. Es machte absolut Sinn, diese Rolle einer Schauspielerin zu geben.

Und wieviel Bruce Willis steckt in Aaron Stanford?

Ich hatte drei Jahre lang mit Aaron in der TV-Serie "Nikita" gearbeitet. Er ist ein fantastischer Schauspieler. Seine Szenen zu schreiben, hat Travis und mir immer am meisten Spaß gemacht. Als wir dann anfingen, "12 Monkeys" zu entwickeln, wollten wir erst einen Bruce-Willis-Typ als James Cole. Aber dann dachten wir: Warum Bruce wenn wir Aaron haben können? (lacht)

Barbara Sukowa spielt in der Serie mit. Wie kam es dazu?

Für die Rolle der leitenden Wissenschaftlerin suchten wir nach einer einzigartigen Schauspielerin, die Würde und Präsenz besitzt. Und Jeffrey Reiner, der Regisseur unserer Pilotfolge, schlug Barbara vor. Viele Schauspielerinnen sprachen für diese Rolle vor, aber keine war so unglaublich charmant und mysteriös wie Barbara. Sie ist total glaubwürdig als ein Mensch, der andere auf Zeitreise schickt. Wir sind extrem froh, dass wir sie gefunden haben.

Trailer zur Serie "12 Monkeys" (OF) (VoD-Start: 15.6.2016)

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