Zombiejägerin Lily James: "Ich bin sehr romantisch!"

Romantikerin mit Killerinstinkt: Lily James als Elizabeth Bennet in "Stolz und Vorurteil & Zombies"
Romantikerin mit Killerinstinkt: Lily James als Elizabeth Bennet in "Stolz und Vorurteil & Zombies"
Foto: © Square One/Universum (Sony Pictures)
Was wir bereits wissen
Zum Kinostart von "Stolz und Vorurteil & Zombies" sprachen wir mit der britischen Hauptdarstellerin über Kung-Fu-Einlagen im Mieder und die magische Anziehungskraft von Mr. Darcy.

Jane Austens 1813 erschienener Gesellschaftsroman "Stolz und Vorurteil" gehört zu den großen Klassikern der Literaturgeschichte. Das mag für "Stolz und Vorurteil & Zombies" (noch) nicht gelten, die 2009 von Seth Grahame-Smith geschriebene Parodie gilt aber bereits als moderner Klassiker der Mashup-Literatur. In der Verfilmung von Burr Steers ("Wie durch ein Wunder") schlüpft "Cinderella" Lily James in das viktorianische Kostüm der höheren Tochter Elizabeth Bennet, die diesmal aber nicht nur im romantischen Clinch mit Mr. Darcy liegt, sondern mit ihren Schwestern auf Zombiejagd geht.

Lily James im Interview

Welches Verhältnis hatten Sie zu Elizabeth Bennet vor diesem Film? Und wie sehen Sie diese literarische Figur jetzt?

Ich liebe "Stolz und Vorurteil"! Als Britin ist mir das automatisch in die Wiege gelegt worden (lacht). Der Roman ist Pflichtlektüre in der Schule und ich liebe nicht nur das Buch, sondern alle Adaptionen davon. Aber als ich ein Drehbuch mit dem Titel "Stolz und Vorurteil & Zombies" in meinem Briefkasten sah, war ich doch etwas verwirrt. Ich dachte: "Was für ein schrecklicher Titel!" Bis ich hörte, dass es auf einen Bestseller von Autor Seth Grahame-Smith basiert.

Sind Sie ein Fan der Untoten? Momentan wird Hollywood ja von Zombies überrannt...

Ich war kein großer Fan von Zombies. Der einzige Zombie-Film, der mir gefiel, war "Shaun of the Dead". Aber es ist eine interessante Idee, beide Genres zu mixen und zu sehen, welche Auswirkung Zombies auf eine so bemerkenswerte junge Frau wie Liz Bennet haben würden.

Sneak-Peek-Trailer zu "Stolz und Vorurteil & Zombies" (OF) (Kinostart: 9.6.2016)

Warum ist die Welt so von Zombies fasziniert?

Seltsam, nicht wahr? Es liegt wohl an unserer Angst vor dem Unbekannten und der Tatsache, dass niemand vor Krankheiten und Infektionen sicher ist. Kontrolle ist nicht möglich, und es gibt kein Entkommen. Es war ein bisschen unheimlich und erschreckend, dass während der Dreharbeiten für diesen Film der Ebola Virus täglich in den Nachrichten war.

Wie haben Sie für diese Rolle trainiert? Ihre Liz Bennet weiß sich mit Kung Fu zu wehren!

Wir haben sehr hart für diesen Film trainiert. Ich wollte allerdings weniger zur Kung-Fu-Expertin werden, sondern einfach nur fit und stark sein. Also habe ich vor allem viel geboxt. Und an meinem Koordinationsvermögen gearbeitet, damit ich wenigstens den Anschein von Anmut während der Kampszenen geben konnte (lacht). Ich hoffe, ich sah einigermaßen überzeugend aus für die kurze Zeit, die ich als Vorbereitung hatte. Aber die Actionszenen haben mir sehr viel Spaß gemacht und ich würde es sofort wieder tun.

Auch Kung Fu im Mieder? Das kann nicht sehr spaßig gewesen sein...

Es war verdammt schwer, aber ich liebe Herausforderungen. Das war den Schmerz wert (lacht). Zum Glück hat unser Kostümbildner einige clevere Anpassungen gemacht. Er hat die Korsettstäbchen gekürzt, damit wir uns beim Kicken nicht selber erstachen. Und er hat Schlitze im Kleid eingebaut.

Wo Elizabeth Bennet ist, darf Mr. Darcy nicht fehlen. Warum sind Frauen so fasziniert von diesem Mann?

Ich glaube, dass Frauen weniger von Mr. Darcy fasziniert sind als vielmehr von ihrer Beziehung. Der Tanz von Anziehung, Ablehnung und total unterschiedlichen Weltvorstellungen zwischen zwei Seelenverwandten ist es, was das Buch so verführerisch und romantisch macht. Vom ersten Satz an hat der Leser in "Stolz und Vorurteil" das Gefühl, dass diese beiden füreinander bestimmt sind. Dass sie die einzigen Menschen in der Welt sind, die sich gegenseitig glücklich machen können. Miteinander sind sie besser und stärker als alleine, und das macht diese Beziehung so ideal. Außerdem hat Mr. Darcy etwas Dunkles, Grüblerisches an sich, das ihn so sexy und unwiderstehlich macht. Jede Frau will seine Arroganz brechen und sein Herz erobern.

Glauben Sie an Liebe auf den ersten Blick?

Eigentlich ja. Ich glaube, dass es zwischen zwei Menschen funken kann. Ich bin sehr romantisch!

Interview: Anke Hofmann

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