Dwayne Johnson: "Meine Freundin nutzt meine Muskeln als Kopfkissen"

Ein Herz und eine Seele: Muskelprotz Dwayne Johnson und GOKA-Korrespondentin Anke Hofmann
Ein Herz und eine Seele: Muskelprotz Dwayne Johnson und GOKA-Korrespondentin Anke Hofmann
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Zum Start seiner neuen Action-Komödie "Central Intelligence" trafen wir Hollywoods sympathischstes Kraftpaket zum Gespräch über Körperkult, Karriere und den Verlust seiner Jungfräulichkeit!

In der Action-Komödie "Central Intelligence" (Kinostart: 16. Juni) ist Dwayne Johnson mal wieder in seiner Paraderolle als selbstironischer Muskelprotz zu sehen. Er spielt den wagemutigen CIA-Agenten Bob Stone, der seinen alten Schulfreund Calvin (Kevin Hart) in ein spektakuläres Himmelfahrtskommando verstrickt. Wir trafen den charismatischen Ex-Wrestler vor der US-Premiere zum exklusiven Gespräch.

2. Trailer zu "Central Intelligence" (Kinostart: 16.6.2016)

Dwayne Johnson im Interview

Wer hätte gedacht, dass Dwayne Johnson und Kevin Hart ein so gutes Comedy-Team ageben würden. Waren Sie nervös, mit dem Kultkomiker in den Comedy-Ring zu steigen?

"Central Intelligence" war ein Rollentausch für Kevin und mich – aber genau das war es, was mich an diesem Film gereizt hat. Wir haben den Spieß umgedreht: Meine Figur ist jetzt eher der Spaßvogel und Kevin – einer der erfolgreichsten Komödianten der Welt – zeigt sich von seiner ernsteren Seite. Wir mussten also beide unsere Schauspiel-Muskeln etwas mehr anspannen als sonst.

Das ist nicht das erste Mal, dass Sie sich von Ihrer lustigen Seite zeigen. In Hollywood angefangen haben Sie allerdings als Action-Star.

Richtig, aber ich wusste, dass ich auch Komödien und Familienfilme drehen musste und nicht nur Action, wenn ich als Schauspieler wachsen und besser werden wollte. Außerdem macht es Spaß, andere zum Lachen zu bringen. Ich fühle mich in dem Comedy-Genre sehr wohl.

Warum sind Sie überhaupt vom Wrestling zur Schauspielerei gewechselt?

Es war schon immer mein Traum, Schauspieler zu sein. Die ersten Filme, die mich beeindruckten und mein Leben veränderten, waren "Rocky", "Jäger des verlorenen Schatzes" und "Krieg der Sterne“. "Rocky" wurde zu meinem körperlichen Vorbild. "Krieg der Sterne" hat meine Fantasie angeregt. Und "Jäger des verlorenen Schatzes" hat einfach Spaß gemacht. Ich bin zuerst ins Wrestling-Geschäft gegangen, weil es Familientradition war und ich in dieser Industrie aufgewachsen bin. Und weil ich dachte, dass der Einstieg in die Schauspielerei dadurch leichter sein würde. Vor ungefähr 16 Jahren habe ich dann mein Glück in Hollywood versucht. Ich brachte sogar meine eigene Idee mit: Ich wollte Herkules spielen! Ich klopfte bei allen Studiopräsidenten und Produktionsleitern mit dieser Idee an die Tür. Aber damals hatte ich natürlich nicht den geringsten Einfluss. Also drehte ich zuerst einmal Schwert-und-Sandalen-Filme wie "Die Mumie kehrt zurück" und "The Scorpion King", um Hollywood langsam auf mich vorzubereiten – sehr langsam (lacht).

Trailer zu "The Scorpion King" von 2002 (OF)

Was ist härter: Wrestling oder Schauspielern?

Gute Frage. Als Wrestler bin ich mein eigener Stuntman. Ich würde zum Beispiel selber durch diesen Tisch krachen müssen. Als Schauspieler bewege ich mich bis an den Tisch, und dann kommt ein anderer und fällt für mich drauf. Ich muss aber zugeben, dass das Ringen vor einem Live-Publikum im Wrestling außerordentlich ist. Es gibt einem eine unbeschreibliche magische Energie. Das ist einfach unschlagbar. Andererseits gibt die Schauspielerei mir den Luxus, eine große Auswahl an Emotionen zu zeigen. Auf der Leinwand kann ich lustig sein oder mich verlieben. Im Ring zählen nur die Prügel (lacht).

Dwayne "The Rock" Johnson im WWE-Ring

Was ist Ihr Erfolgsgeheimnis? Viele Quereinsteiger scheitern ja in Hollywood...

Ich kann sehr diszipliniert sein, wenn ich mir ein Ziel setze. Ich arbeite hart und versuche, so bescheiden und dankbar wie möglich zu bleiben und mich mit Menschen zu umgeben, die alles sehr viel besser können als ich. Und mit viel Glück habe ich jetzt eine Position erreicht, in der ich – als Schauspieler und Produzent – bestimmen kann, was ich drehe: einen Hollywood-Film oder eine TV-Serie.

Auf der Leinwand spielen Sie gerne den starken Helden. Was macht Sie weich?

Frauen. Vor allem, wenn sie weinen. Sobald die Tränen rollen, werde ich schwach. Und ich atme erst dann wieder auf, wenn das Problem gelöst ist. Am Besten ist es also, sie erst gar nicht zum Weinen zu bringen.

Was sind Ihre starken Seiten?

Der größte Muskel unseres Körpers: das Gehirn! Natürlich könnte ich noch ein paar mehr Falten da oben gebrauchen. Denn angeblich heißt es ja, je mehr Windungen und Furchen man hat, desto schlauer ist man (lacht).

Wozu brauchen Sie dann alle Ihre Muskeln?

Für das weibliche Geschlecht. Meine Freundin nutzt sie als sanftes Kopfkissen (lacht).

Fühlen Sie sich mit Muskeln sexier?

Das Trainieren macht mir viel Spaß. Es ist zu meinem Lebensstil geworden. Nicht unbedingt, um muskulös zu sein, sondern um eine Struktur in meinem Tagesablauf zu haben. Ich muss mich einfach morgens bewegen: ob Cardio oder Yoga oder Pilates oder Joggen oder Fahrrad fahren oder Meditieren. Das ist mein Anker und Ausgleich – und die Energiequelle für den Rest des Tages. Und je ausgeglichener ich bin, desto sexier fühle ich mich (lacht).

Stimmt es eigentlich, dass Sie mit 14 Ihre Jungfräulichkeit verloren haben?

Ich bin schon vor 14 den Mädchen nachgerannt, ich habe aber erst mit 14 Erfolg gehabt. Ich will allerdings zwei Dinge dazu sagen. Erstens: Mit 14 war ich eigentlich noch viel zu jung dafür, aber ich war davon überzeugt, dass ich wüsste, was ich tue. Und zweitens: Sie war deutlich älter als ich – 18. Aber es waren die besten 28 Sekunden ihres Lebens! (lacht)

Interview: Anke Hofmann

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