Ulrich Tukur: Ein "Tatort"-Kommissar auf Abwegen

Ulrich Tukur (58) gerät in der TV-Tragikomödie "Herr Lenz reist in den Frühling" in Thailand außer Kontrolle
Ulrich Tukur (58) gerät in der TV-Tragikomödie "Herr Lenz reist in den Frühling" in Thailand außer Kontrolle
Foto: © ARD Degeto/Christoph Demel Osterloh
Was wir bereits wissen
In unserem Video-Talk spricht der Ausnahmeschauspieler über seine neuen Projekte und verrät: "Ich habe mit 12 Porno-Darstellern gedreht!"

Wer sich noch einmal vor Augen führen will, warum Ulrich Tukur zu den herausragenden Charakterdarstellern unseres Landes gehört, sollte am 25. Juni um 20.15 Uhr WDR gucken. Denn dann ist der GOLDENE KAMERA-Preisträger, der 2011 für sein Debüt als exzentrischer "Tatort"-Kommissar Felix Murot ausgezeichnet wurde, in einer weiteren Paraderolle zu sehen: als kontroverse Zoologie-Legende und deutsche TV-Ikone Bernhard "Grzimek" im Biopic von Roland Suso Richter.

Dass Ulrich Tukur seit der "Grzimek"-Produktion im letzten Jahr nicht untätig war, verrät uns der 58-Jährige im exklusiven Video-Talk, in dem er mit uns über seinen nächsten "Tatort"-Auftritt und kommende Projekte wie die TV-Tragikomödie "Herr Lenz reist in den Frühling" und das Kinodrama "Gleißendes Glück" spricht...

Ulrich Tukur spricht über seine neuen Projekte für 2016

Interview: Mike Powelz

Ulrich Tukurs nächsten Projekte

"Herr Lenz reist in den Frühling" (Sendetermin: 20. Juli um 20.15 Uhr in Das Erste)
Die Tragikomödie von Andreas Kleinert feierte bereits auf dem Hamburg Film Festival eine gefeierte Kino-Premiere. Tukur glänzt in der Antihelden-Rolle eines Versicherungsvertreters, der von seinem toten Vater ein Apartment in Thailand erbt und bei der Abwicklung sein kleinbürgerliches Spießerleben auf den Kopf gestellt bekommt. Tukur über die Dreharbeiten in Fernost: "Pattaya ist wirklich der Supergau des Tourismus."

"Gleißendes Glück" (Kinostart: 16. Oktober)
In Sven Taddickens Verfilmung des gleichnamigen Romans der schottischen Autorin A. L. Kennedy spielt Tukur den Psychologieprofessor Eduard E. Gluck, der sich in einer TV-Ratgebersendung als Beziehungsexperte geriert, in Wahrheit aber ein pathologischer Porno-Konsument ist – bis die unglücklich verheiratete Helene (Martina Gedeck) in sein einsames Leben tritt. Für Tukur ein "sehr extremes Drehbuch", das "nicht fernsehkompatibel" ist. Klingt spannend!

"Tatort: Es lebe der Tod" (Sendetermin: 20. November um 20.15 Uhr in Das Erste)
Schon fünf Mal war Tukur als LKA-Ermittler Felix Murot im Einsatz und hat eindrucksvoll unter Beweis gestellt, zu welchen Arthouse-Sprüngen das ARD-Flagschiff "Tatort" fähig ist. Im nächsten Fall geht es allerdings nicht so experimentell zu wie im letzten Streich "Wer bin ich?". Tukur verspricht stattdessen ein "düsteres, deprimierendes Kammerspiel", in dem ein mysteriöser Serienkiller unglückliche Menschen aus dem Leben befördert.

Trailer zum Experimental-Tatort "Wer bin ich?"
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