"Superkids" und Satire: Michelle Hunzikers TV-Comeback

Multitalent Michelle Hunziker (39)
Multitalent Michelle Hunziker (39)
Foto: © Vittorio Zunino Celotto/Getty Images
Was wir bereits wissen
Exklusiv: Michelle Hunziker über Jan Böhmermann, den schlimmsten Moment ihrer Karriere – und die neue TV-Show "Superkids".

Model, Moderatorin, Mutter – Michelle Hunziker ist ein echtes Allroundtalent. Jetzt bekommt die 39-Jährige eine neue TV-Show bei Sat.1. Worum es in "Superkids – Die größten kleinen Talente der Welt" (ab 15. Juli, 20.15 Uhr) geht und was Hunziker über die Aufregung um Böhmermanns Erdogan-Satire denkt, verrät sie exklusiv im Interview mit GOLDENE KAMERA.

Michelle Hunziker grüßt vor dem Interview ihre Fans

Interview mit Michelle Hunziker

Was hat Sie überzeugt, bei "Superkids" mitzumachen?

Michelle Hunziker: In dieser Show zeigen Kinder aus 21 Ländern, welche Talente in ihnen stecken. Und als dreifache Mutter fühle ich mich privilegiert, dabei zu sein. Die Kinder zu unterstützen, das macht einfach Spaß.

Was ist neu gegenüber der ersten Staffel, bei der Sie noch nicht mit an Bord waren?

Dass wir Juroren auch Mentoren sind! Skirennläufer Felix Neureuther betreut die Rubrik "Sport", Sänger Henning Wehland "Musik" – und ich übernehme das "Entertainment".

Dürften Ihre eigenen Kinder auch bei einer Castingshow mitmachen?

Falls sie ein Talent hätten, würde ich sie unterstützen – aber ohne ein vorhandenes Supertalent würde ich sie auf den Boden der Tatsachen und in die Realität zurückholen.

Shows können auch gefährlich sein, man denke nur an Samuel Kochs Unfall ...

Der Unfall bei "Wetten, dass ..?" war das Schlimmste, was ich je erlebt habe. Mit einer Unterhaltungsshow will man den Zuschauern Spaß bereiten. Doch dann so etwas zu erleben – das wünsche ich niemandem. Gefahr gehört aber leider zum Leben dazu, auch im Haushalt kann etwas passieren. Man kann nicht alles kontrollieren.

In Italien moderieren Sie die ausgesprochen populäre Satire-Show "Striscia la notizia". Worum geht’s dabei?

Wir decken Italiens Probleme auf und beleuchten auch viele soziale Brennpunkte. Bei uns geht es nicht nur um Satire und Comedy, sondern auch um aktuelles Tagesgeschehen. Mit einer 150-köpfigen Redaktion arbeiten wir täglich an aktuellen Themen und berichten etwa über die Mafia, die Verschwendung von Steuergeldern, leerstehende Krankenhäuser und vieles mehr.

Für die Show haben Sie sich als Silvio Berlusconi verkleidet – und der war klug genug, nicht auszurasten. Was denken Sie über Jan Böhmermanns Erdogan-Satire?

Satire darf alles, dabei gibt es keine Grenzen. Erdogan hat aus meiner Sicht überreagiert – Satire ist Satire. Berlusconi ist da wesentlich gelassener, obwohl "Striscia la notizia" auf einem seiner eigenen Sender läuft und er ein häufiges Objekt unserer Parodien ist!

Stefan Raab und Hape Kerkeling haben das TV verlassen. Spürt man den Druck, sich neu zu erfinden, immer stärker?

Ich bin eine Träumerin und denke immer positiv. Raab und Kerkeling sind in einer Zeit groß geworden, in der man im TV noch alles Mögliche ausprobieren konnte. Damals konnte man eine Sendung kurzerhand umschreiben und sie anschließend so senden. Heute wird Erfolg genau errechnet. Aber wenn eine neue Sendung nicht sofort funktioniert, fliegt sie zu schnell aus dem Programm. Früher gab es mehr Geduld, statt der heute so ausgeprägten Angst vor unterdurchschnittlichen Quoten. Ich finde, dass man dieser am besten Kreativität und Mut entgegensetzt.

Ist das TV ein sterbendes Medium?

Nein! Es ist das stärkste und mächtigste Medium. Aber natürlich hat es sich verändert.

Wie geht's weiter mit Ihrer angekündigten Zusammenarbeit mit dem ZDF?

Ich habe große Lust, wieder mehr in Deutschland zu arbeiten. Theoretisch gibt es vieles, das ich machen kann – aber es muss natürlich auch zeitlich zu meinen italienischen Projekten passen.

Bei Ihnen gibt es immer wieder Gerüchte um ein viertes Kind. Ist das in Planung?

Ich möchte meine Töchter aufwachsen sehen und wieder arbeiten. Wenn ich 40 oder 41 bin, sehen wir weiter.

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