Musikalische Zeitreise mit Johannes B. Kerner

Johannes B. Kerner präsentiert "Unsere größten Hits" zu 40 Jahren Charts in Deutschland
Johannes B. Kerner präsentiert "Unsere größten Hits" zu 40 Jahren Charts in Deutschland
Foto: ZDF / Sascha Baumann
Was wir bereits wissen
GOLDENE KAMERA-Preisträger Johannes B. Kerner moderiert die ZDF-Show "Unsere größten Hits", in der Stars ihren Lieblingssong aus 40 Jahren Chartgeschichte singen.

Wenn Johannes B. Kerner morgens aufsteht, stellt er als Erstes das Radio an. Bei ihm beginnt jeder Tag mit Musik. Umso mehr freut er sich darauf, die Show "Unsere größten Hits" (Samstag, 9. Juli, ZDF, 20.15 Uhr) zu moderieren, in der Stars ihren Lieblingssong aus 40 Jahren Chartgeschichte singen. Vicky Leandros wird "Dieser Weg" von Xavier Naidoo performen, die Band Santiano "I Got A Feeling" von den Black Eyed Peas und Stephanie Stumph einen Hit von Lady Gaga.

Interview mit Johannes B. Kerner

Im Interview verrät ZDF-Moderator Johannes B. Kerner, welche Lieder ihn begleiten und wie sehr sich sein Leben in den letzten Jahren verändert hat.

Welche Rolle spielt Musik für Sie persönlich?

Für mich eine große! Ich bin da ganz emotional, deshalb freue ich mich sehr auf die Show. Mit vielen Liedern verknüpfe ich besondere Erinnerungen. Meine erste Single war "Dancing Queen" von Abba. Die Platte habe ich sogar zweimal zum Geburtstag bekommen, weil es sich herumgesprochen hatte, dass ich das Lied so gern mag.

"Dancing Queen" von Abba

Wenn Ihr Leben einen Soundtrack hätte, welche Lieder würden unbedingt dazugehören?

"Save All Your Kisses" von der britischen Popband Brotherhood of Man hatte ich als Single. Oder "Jeans On" und auch "Ein Bett im Kornfeld". Später kamen Status Quo, Queen, die Bay City Rollers. Der Song "Rumours" von Fleetwood Mac ist eine frühe Liebeserinnerung. Und dann gibt es Lieder, die bis heute eine Bedeutung für mich haben: etwa "Dirty Boulevard" von Lou Reed. Und unbedingt auch "Nothing Else Matters" von Metallica, am besten in der Liveversion von Shakira. Dass das Lied zu vielen Lebenssituationen passt, hört man schon am Titel.

"Nothing Else Matters": Shakiras Liveversion

Übersetzt etwa "Das ist alles, was zählt".

Ja, genau. Heute höre ich viel Radio, die jungen Wellen wie N-Joy und Eins Live im Westen. Dann bekomme ich auch mit, was meine Kinder so mögen.

Spielen Sie ein Instrument?

Als Kind habe ich Klavier gespielt. Leider nicht so lange, weil ich dann doch andere Interessen hatte. Aber ich kann schon ein bisschen mehr als einen Flohwalzer klimpern. Gitarre spiele ich auch – fürs Lagerfeuer reicht es auf jeden Fall.

Nach Ihrem Ausflug zu Sat.1 sind Sie beim ZDF wieder fest im Sattel. Wie glücklich sind Sie über die Rückkehr?

Es war für mich die richtige Entscheidung. Ich bin froh, dass es auch für den Sender nicht ganz falsch war, weil wir erfolgreich zusammenarbeiten: Die Shows sind durchweg erfolgreich. Ja, ich bin schon sehr froh.

Welche Pläne haben Sie in den nächsten Monaten beim ZDF?

Wir sind gerade in Gesprächen über neue Formate. Mehr kann ich leider nicht verraten.

Wie haben Sie persönlich diese Jahre geprägt, in denen es beruflich einmal nicht so erfolgreich lief wie gewohnt?

Bei einer Karriere von 25 Jahren sind zwei, drei Jahre zu vernachlässigen, aber in der Phase selbst musste ich schon mal durchatmen und links und rechts gucken, wo die Freunde sitzen. Zum Glück saßen da noch welche. Es hat mich auf eine Art und Weise reifer gemacht. Ich hätte auf so eine Erfahrung gut verzichten können, aber ich möchte sie im Nachhinein auch nicht missen. Selbst eine solche Erfahrung macht etwas mit einem.

Hilft sie vielleicht, das Leben in gewissen Bereichen mehr zu genießen?

Das hat in der Hauptsache damit zu tun, dass ich früher im ZDF 130 Sendungen pro Jahr gemacht habe – und jetzt etwa 15 bis 20. Es sind zwar alles große Shows, aber es ist nicht mehr Fließband. Ich kann mich auf jede einzelne besser vorbereiten. Das hat schon eine andere Qualität für mich.

Interview: Mirja Halbig

Kommentare einblenden

Ulrich Tukur: "Ich war ziemlich unerträglich"

In "Herr Lenz reist in den Frühling" gerät das Leben von Holger (Ulrich Tukur) aus der Bahn.
In "Herr Lenz reist in den Frühling" gerät das Leben von Holger (Ulrich Tukur) aus der Bahn.
Foto: © ARD Degeto/Christoph Demel Osterloh
Ulrich Tukur über seinen neuen TV-Film "Herr Lenz reist in den Frühling", seine "Tatort"-Pläne – und das Tabu Tod.
Mehr lesen