Liam Hemsworth: "Als Kind war ich ein kleiner Teufel!"

Die letzte Hoffnung der Menschheit: "Independence Day: Wiederkehr"-Star Liam Hemsworth (26)
Die letzte Hoffnung der Menschheit: "Independence Day: Wiederkehr"-Star Liam Hemsworth (26)
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Vorhang auf für den neuen Helden in "Independence Day: Wiederkehr". Wir trafen den jüngsten der Hemsworth-Brüder zum Gespräch über seine Rolle im neuen Sci-Fi-Blockbuster und verblüffende Parallelen zu seiner eigenen Jugend.

20 Jahre ist es her, dass in Roland Emmerichs "Indpendence Day" fiese Alien-Invasoren die Erde in Schutt und Asche gelegt haben und nur mit globalen Kraftanstrengungen vernichtet werden konnten. Ab dem 14. Juli versuchen es die Außerirdischen in "Wiederkehr" noch einmal. Diesmal jedoch ist die Weltengemeinschaft vorbereitet und hat bereits auf dem Mond einen ersten bewaffneten Außenposten installiert, auf dem Liam Hemsworth als in Ungnade gefallener Kampfpilot Jake Morrison Dienst schiebt und damit in die Heldenfußstapfen von Will Smith tritt...

2. Trailer zu "Independance Day: Wiederkehr" (Kinostart: 14.7.2016)

Liam Hemsworth im Interview

Wie würden Sie "Independence Day: Wiederkehr" beschreiben?

Bigger & better! In der Fortsetzung ist alles fantastischer und größer – sogar die Aliens! Ich spiele Jake Morrison, einen jungen Kampfpiloten, der seine Eltern bei der ersten Alien-Invasion 1996 verlor. Er ist im Heim aufgewachsen und hat sich als Erwachsener dann bei der Armee gemeldet, um die Welt vor zukünftigen Attacken aus dem Weltall zu schützen. Aber leider ist er zu starrköpfig für das Militär und wird als Strafe zur Mondbasis versetzt, wo er statt Raumschiffe und Kampfjets zu fliegen zunächst Gabelstapler fahren muss.

Kinder basteln Raumschiffe aus Milchkartons, sie spielen mit Spielzeug, das hunderte von Millionen Dollar kostet. Was war besonders cool?

Es gab sehr viele Momente in diesem Film, die sehr cool waren. Und sehr teuer. Die Kulissen von "Wiederkehr" waren die teuersten, in denen ich je gedreht habe. Vor allem die Mondbasis. Sie hat fünf bis sieben Millionen Dollar gekostet und wir haben nur anderthalb Tage dort gedreht! Ich selbst kann das kaum rechtfertigen (lacht), aber das Set war atemberaubend und jeden Pfennig wert! Der Mond-Buggy, mit dem ich fahren und fliegen konnte, wog 20 Tonnen und war bis zum kleinsten Schaltknopf detailgetreu – ich fühlte mich wie ein echter Weltraum-Abenteurer. Es war wirklich unglaublich.

Hätten Sie jetzt Lust, dem Mond einen wirklichen Besuch abzustatten?

Klar!

Und warum?

Warum nicht? (lacht) Ich würde sogar sehr gerne zum Mond fliegen und dort auf- und abfedern. Das wäre super! Aber leider habe ich ein sehr großes Problem mit Bewegungskrankheit. Ich kann mich nicht dreimal drehen, ohne mich übergeben zu müssen. Mir fehlt also das Zeug dazu, aber hinfliegen würde ich trotzdem gerne.

Wie alt waren Sie, als Sie den ersten "Independence Day" gesehen haben?

Als "Independence Day" in die Kinos kam, war ich sechs oder sieben Jahre alt. Und dann hatten wir den Film als VHS zu Hause. Auf der Hülle war ein Hologramm, auf dem das Weiße Haus explodierte, wenn man sie bewegte. Das fand ich super cool. Und den Film auch. Wie alle damals war auch ich vom Spektakel in diesem Film umgehauen. Ich hätte mir nie erträumt, die Handlung 20 Jahre später fortsetzen zu dürfen.

Haben Sie sich sofort als Erdenverteidiger beworben, als sie hörten, dass Hollywood an einem Sequel arbeitete?

Um ehrlich zu sein, hatte ich Bedenken, ob eine Fortsetzung 20 Jahre später wirklich Sinn macht. Erst nach einem gemütlichen Gesprächen mit Roland Emmerich, in dem er mir erzählte, wie er in den letzten zwei Dekaden unendlich viele Drehbücher und Ideen für ein Sequel verworfen hatte, bis er vor ein paar Jahren endlich die richtige Handlung für "Wiederkehr" gefunden hat. Das bewies, dass er auch selbst eine Fortsetzung für "Independence Day" nicht auf die leichte Schulter genommen hatte, und das hat mich überzeugt. Ich bin allgemein ein großer Fan von Roland Emmerich. Er ist der Pionier für dieses Genre. Und als Regisseur weiß er, die Balance zwischen Emotionen und epischem Spektakel zu meistern.

Hinter den Kulissen von "Independence Day: Wiederkehr"

Wie war es, mit Roland Emmerich zu arbeiten?

Toll. Roland dreht mehr Aufnahmen und mehr Kameraperspektiven als alle Regisseure, mit denen ich je gearbeitet habe. In den ersten Drehtagen filmten wir sieben oder acht Aufnahmen, und er kam nie zu mir rüber, um mit mir über die Szene zu reden. Ich wurde immer unsicherer und wusste nicht, ob er mich mochte oder hasste, oder mich feuern würde. Aber nach einigen Tagen wurde mir klar, dass das einfach nur die Art und Weise ist, wie Roland arbeitet. Er gibt seinen Schauspielern sehr viel Freiheit und Raum für Improvisation. Er kommt erst dann auf einen zu, wenn er wirklich nicht bekommt, was er sich vorgestellt hat. Aber meisten stand er hinter der Kamera mit den Daumen nach oben und war glücklich mit allem.

Hat er am Set auf Deutsch geflucht?

(lacht) Wenn, dann nur außerhalb meiner Hörweite. Ich habe ihn aber ab und zu auf Englisch fluchen hören.

Hat Roland Ihnen wenigstens ein paar deutsche Worte beigebracht?

Leider nein (lacht). Ich habe in der Grundschule Deutschunterricht gehabt, aber leider alles wieder vergessen. Ich kann noch bis zehn zählen, aber mehr nicht.

Wie groß war der Druck, dem ersten Film gerecht zu werden?

Diesen Druck kannte ich schon von der "Tribute von Panem"-Saga, wo wir den riesigen Erwartungen der Fans der Bücher gerecht werden mussten. Aber während der Dreharbeiten mache ich mir darum weniger Sorgen und konzentriere mich nur auf meine Rolle.

Wie anstrengend war der Kampf gegen die Aliens körperlich?

Die meiste Zeit in "Wiederkehr" verbringe ich in einem Raumschiff, was anstrengender ist als man vermuten würde. Mein Co-Star Jesse Usher, ein paar andere Jungs und ich haben tagelang damit verbracht, Leitern hoch und runter zu klettern. Und ich habe tatsächlich einen tollen Fight mit einem Alien. Diese Szene war ursprünglich nicht im Drehbuch. Der tollste Moment im ersten Film war der, wenn Will Smith ein Alien mit Fäusten bearbeitet. Ich fand, dass so etwas im zweiten Film fehlte. Also überlegten wir uns eine entsprechend coole Szene für die Fortsetzung.

Ihre Figur landet sozusagen im Mondknast, weil er sich nur schlecht Autorität unterwerfen und ein großes Mundwerk hat. Kennen Sie dieses Verhalten aus Ihrer Kindheit?

Als Kind war ich ein kleiner Teufel; ein ziemlich aufmüpfiges Kind mit Wutausbrüchen. Und sehr launisch. Von einem Moment auf den anderen wechselte ich von unheimlich süß zu total verrückt (lacht). Danach beruhigten sich meine Gemüter zum Glück, aber es gab einige Lehrer, mit denen ich mich immer anlegte – vor allem mit meinem Mathelehrer. Der Arme! Aber wir konnten uns einfach nicht ausstehen (lacht).

Ist Jake Morrison mehr Luke Skywalker oder Han Solo?

Eindeutig Han Solo. Er ist ein Weltall-Cowboy!

Interview: Anke Hofmann

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