Drehstart für ARD-Zweiteiler "Gladbeck"

Rösner und seine Freundin Marion Löblich im gekaperten Bus in Bremen, nachdem er zusammen mit Dieter Degowski in Gladbeck-Rentfort eine Bank überfallen und zwei Geiseln genommen hatte.
Rösner und seine Freundin Marion Löblich im gekaperten Bus in Bremen, nachdem er zusammen mit Dieter Degowski in Gladbeck-Rentfort eine Bank überfallen und zwei Geiseln genommen hatte.
Was wir bereits wissen
28 Jahre nach dem Geiseldrama haben die Dreharbeiten für den Zweiteiler "Gladbeck" begonnen. Das Doku-Drama wird die spektakuläre Flucht von 1988 schildern, die sich wie kaum ein anderes Verbrechen in das kollektive Gedächtnis eingebrannt hat.

Deutschland, Sommer 1988. 54 Stunden lang halten die Bankräuber Hans-Jürgen Rösner und sein Komplize Dieter Degowski die Republik mit einer Geiselnahme in Atem. Heerscharen von Journalisten begleiten die Geiselnehmer auf ihrer Flucht, Fernsehen und Radio sind rund um die Uhr live dabei - erstmals dokumentieren die Medien ein Verbrechen in Echtzeit und verlieren dabei komplett die Distanz zu den Leidtragenden.

Die Geiselnahme von Gladbeck

Unter permanenter öffentlicher Beobachtung trifft die Polizei, die auf dieses spektakuläre Verbrechen nicht vorbereitet ist, eine Reihe von schwerwiegenden Fehlentscheidungen. Die Geiselnahme endete schließlich in einer misslungenen Polizeiaktion auf der A3 bei Bad Honnef. Dabei kamen zwei Geiseln und ein Polizist ums Leben.

Ulrich Noethen in einer Hauptrolle

Der Film will die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln erzählen und zeigt die tragische Verkettung von Umständen, die drei Menschen das Leben kosteten. Gedreht wird ab dem 18. Juni nach dem Drehbuch von Holger Karsten Schmidt ("Mord in Eberswalde") und unter der Regie von Kilian Riedhof ("Der Fall Barschel") an Originalschauplätzen in Köln, Gladbeck, Bremen und Duisburg. Vor der Kamera steht dabei auch Ulrich Noethen, GOLDENE KAMERA Preisträger von 2006, der eine Hauptrolle übernimmt. An seiner Seite spielen u.a. Zsa Zsa Inci Bürkle, Sascha A. Gersak, Arnd Klawitter, Ulrich Alexander Scheer und Martin Wuttke.

Der inhaftierte Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner hatte laut WDR über seinen Anwalt versucht, die Ausstrahlung des Doku-Dramas per Unterlassungserklärung zu verhindern. 1998 wurde das Geiseldrama bereits unter dem Titel "Wettlauf mit dem Tod" verfilmt.

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