Thrillerserie "Quantico": Ist die schöne Alex eine Attentäterin?

Was wir bereits wissen
Ein Maulwurf unter FBI-Rekruten verübt in der Serie "Quantico" ein Attentat. Und auch die Macher des Hits waren ein bisschen kriminell.

Darum geht’s in "Quantico"

Originaltrailer zu "Quantico"

Sirenen heulen, bewusstlos und mit Ruß auf der Haut liegt die junge FBI-Agentin Alex Parrish in den Trümmern dessen, was einmal der Grand Central Terminal von New York City war. Doch wenig später ist sie hellwach, als sie erfährt, dass eine Person aus ihren eigenen Reihen für die Explosionen verantwortlich sein soll – jemand aus ihrem Jahrgang an der FBI-Akadamie in Quantico. Genauer: sie selbst.

Der verheerendste Terroranschlag auf den Big Apple seit dem 11. September wird ihr angelastet – Alex ist schockiert. Bevor die Handschellen klicken, erfährt sie in einem Verhör die Gründe: In ihrer Wohnung wurden Material zum Bombenbau sowie ein erschossener Kollege gefunden, die tödliche Kugel stammt aus ihrer Waffe. Und: Alex hat keine Verletzungen, was aus Sicht der Ermittler unmöglich sein kann – es sei denn, sie hätte sich erst nach dem Anschlag dort hingelegt, wo sie aufgefunden wurde.

Überraschungen und spektakuläre Twists

Den erfahrenen Seriengucker hätte Letzteres nicht irritiert. TV-Helden sehen für gewöhnlich unerhört gut aus angesichts der Extremsituationen, die sie durchleben. Und bei "Quantico" wird man geradezu geschult, alles lieber nicht so genau zu nehmen – wer zu viel nachdenkt, verpasst die nächste Wendung. Denn die Serie lebt von ihren Überraschungen und spektakulären Twists in hohem Tempo.

Die Katastrophe in New York steht ganz am Anfang der Serie, und nach nur knapp 30 Sekunden wird die Zeit bereits neun Monate zurückgedreht: Erzählt werden Alex Parrishs Anfänge an der Akademie. Ein Verbrechen zu Beginn, ein Sprung zurück, um die erklärende Vorgeschichte zu erzählen, und zwischendurch wieder ein Wechsel in die Gegenwart, um den Fortgang der Ermittlungen zu zeigen.

Das klingt verdächtig nach der Erzählweise in "How to Get Away With Murder". Und auch sonst ist "Quantico" definitiv die markanteste Shonda-Rhimes-Serie, die Erfolgsproduzentin Rhimes nie erschaffen hat. Die Macherin von "Murder" und "Grey’s Anatomy" war an diesem TV-Projekt nicht beteiligt, verantwortlich zeichnet vielmehr Joshua Safran, der schon "Gossip Girl" und die Musicalserie "Smash" verwirklichte.

Jeder hat etwas zu verbergen

Doch wie bei Rhimes’ TV-Hits gibt es eine bunt gemischte Truppe in der Ausbildung – und jeder hat etwas zu verbergen: der schwule Nerd aus New York City etwa, die waffenerprobte Blondine aus den Südstaaten oder die Muslima mit versteckter Mitbewohnerin ...

Praktischerweise erhalten die Anfänger in Quantico gleich zum Start die Aufgabe, ein Geheimnis über einen ihrer Mitanwärter zu lüften – eine nette Spielart, die Charaktere einzuführen. Die farbige Ausbildungsleiterin, die keine Zugeständnisse macht, erinnert dann aber schon wieder an Viola Davis aus "Murder", zumal in der deutschen Version beide Rollen von Martina Treger gesprochen werden.

Und natürlich geht es auch heiß her, noch bevor Alex einen Fuß in die Ausbildungsstätte setzt, hat sie Sex mit einem Kommilitonen. Nicht weiter schockierend für Bollywood-Star Priyanka Chopra, die Alex Parrish spielt. Die den Filmen ihrer Heimat nachgesagte Prüderie sei ohnehin nur ein Klischee: "Inder sind laut und ausgelassen, Bollywood spiegelt diese Gesellschaft wider. Wir feiern das Leben und auch Sex", sagt die 33-Jährige. "Entgegen der allgemeinen Auffasssung war Bollywood schon immer ein Vorreiter in Sachen Sexualität: Frauen im Bikini, die sich nicht davor scheuten zu zeigen, wie sexy sie sind. Allerdings spielen wir lieber ästhetisch auf Sex an, statt den tatsächlichen Akt zu zeigen."

Serienhit in den USA

In den USA kam "Quantico" mit der geklauten Erfolgsformel übrigens ungeschoren davon: Die Serie avancierte dort zur dritterfolgreichsten unter den Neustarts der Saison 2015/16 und erhielt bereits eine zweite Staffel. Und weil Geheimnisse hier, wie gesagt, nur eine geringe Halbwertszeit haben: Schon gegen Ende von Staffel eins ist der wahre Terrorist bekannt.

ProSieben zeigt "Quantico" in elf Doppelfolgen, ab Mittwoch, 27. Juli, 20.15 Uhr. Wiederholungen gibt es jeweils in der Nacht von Freitag auf Samstag um 0.35 Uhr.

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