Nicht verpassen: Die besten TV-Premieren der Woche

Was wir bereits wissen
Moritz Bleibtreu und Axel Stein zeigen in "Nicht mein Tag" ungeahnte Fähigkeiten. Weitere TV-Highlights der Woche vom 1. bis 7. August.

1. August: "Philomena" (20.15 Uhr, Das Erste)

Medienprofi Sixsmith (Steve Coogan) verabscheut "Human Interest"-Storys. Doch da er den Polit-PR-Job verlor und wieder als Journalist arbeitet, nimmt er sich widerwillig der Tragödie von Philomena (Judi Dench) an. Sie wurde im Irland der 50er Jahre mit 18 Jahren unbeabsichtigt schwanger. Katholische Nonnen kümmerten sich auf ihre Art um das "gefallene Mädchen": Philomenas uneheliches Kind wurde ihr weggenommen und zur Adoption in den USA "freigegeben", sprich: verkauft. 50 Jahre später will sie wissen, was aus ihrem Sohn wurde ...

Der so traurige, empörende Realfall bekommt unter der Regie von Stephen Frears versöhnliche, auch humorvolle Töne.

Trailer zu "Philomena"

2. August: "Vergiss mein Ich" (22.45 Uhr, Das Erste)

Lena (Maria Schrader) hat durcuh eine Gehirnentzündung ihr Gedächtnis verloren. Sie erinnert sich nicht an ihr Leben als Künstlerin, Feministin und liebende Ehefrau. Während ihre Umwelt nur den Verlust der alten Lena empfindet, begibt sie sich auf eine äußerst schmerzliche Spurensuche und geht neue eigene Wege.

Ein grandios gespieltes Psychogramm.

Trailer zu "Vergiss mein Ich"

2. August: "Alki Alki" (23.30 Uhr, ZDF)

Der beste Freund im Leben von Architekt Tobias (Heiko Pinkowski) ist Flasche (Peter Trabner): Flasche feiert, er tröstet, er versteht - eine Freundschaft, die Peter scheinbar nicht gut tut. Flasche zieht den Familienvater immer tiefer in den Abgrund.

Mit diesem etwas anderen Problemfilm "Alki Alki" startet die ZDF-Reihe "Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten" - witzig und tiefgründig.

Trailer zu "Alki Alki"

3. August: "Wie ein Löwe" (20.15 Uhr, Arte)

Gelockt von einem teuer entlohnten Talentscout, verlässt der 15-jährige Mitri (Mytri Attal) sein Dorf im Senegal, um in Frankreich eine Fußball-Karriere zu machen. Um das Honorar und die Reise zu finanzieren, verkauft Mitris Großmutter ihr kleines Stück Land und leiht sich den Rest von befreundeten Marktfrauen. Aber die Hoffnungen auf ein Probetraining bei einem großen Verein zerschlagen sich. Bald steht der Junge auf der Straße.

Das Spielfilmdebüt des Dokumentarfilmers Samuel Collerdey ("Der Lehrling", 2007) skizziert präzise und ohne jede Blauäugigkeit, wie die Hoffnung auf ein besseres Leben Menschen zum Verlassen ihrer Heimat bringt.

3. August: "Der Spieler mit der Nummer 5" (21.50 Uhr, Arte)

Profifußballer Patón (Esteban Lamothe) beschließt mit Mitte 30 seine Karriere zu beenden. Zwangsläufig kommt die Frage auf, was er machen soll. Mangels Schulabschluss ist auch ein Job nicht in Sicht. Mithilfe seiner Ehefrau Alejandra (Julieta Zylberberg) sucht er ein neues Ziel im Leben.

Ein humorvolles, authentisches und leicht erzähltes Drama.

4. August: "The Collector - He Always Takes One" (0.20 Uhr, Tele 5)

Arkins Freundin hat Schulden bei einem Dealer. Um ihr zu helfen, plant er einen Einbruch, denn als Handwerker kennt er eine Reihe Häuser reicher Leute. Er steigt in eine Villa ein, doch statt der ersehnten Juwelen findet er eine junge Familie in der Gewalt eines Serienkillers...

Tödliches Katz-und Maus-Spiel von den "Saw"-Machern.

Trailer zu "The Collector - He Always Takes One"

5. August: "Auf das Leben!" (22.30 Uhr, ZDF)

"Le chaim!" Auf das Leben! Mit dem traditionellen hebräischen Trinkspruch stößt die 84-jährige Cabaret-Sängerin Ruth (Hannelore Elsner, GOLDENE KAMERA 1972) mit dem 29-jährigen Jonas (Max Riemelt) an. Es ist ein Prosit über Generationen, Religionen, Geschlechter hinweg. Er hat ihr eben erst das Leben gerettet, als die vervitterte, sarkastische Frau nach einer Zwangsräumung Suizid begehen wollte. Während sie in der Klinik liegt, hält sich Jonas, der sich seinerseits in einer Lebenskrise befindet, in ihrer Wohnung auf und stöbert in ihrer Vergangenheit: Sie war als Kind Opfer der Nazi-Untaten, dann auf der Bühne erfolgreich, schließlich mit einem ungen Mann verlobt, der Jonas verblüffend ähnlich sah...

Trotz konstruiertem Plot: Die großen Gefühle überzeugen.

Trailer zu "Auf das Leben!"

6. August: "Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum" (20.15 Uhr, RTL)

Die kleine Weinbergschnecke Turbo hat einen großen Traum: Er will unbedingt an einem Autorennen teilnehmen. Als er eines Nachts bei einem Unfall eines Highspeed-Sportwagens mit Lachgas infiziert wird, scheint sich der Wunsch der kleinen Schnecke zu erfüllen. Turbo hat plötzlich Superkräfte und verwandelt sich zur schnellsten Flitzer der Welt. Jetzt kann er es auch mit den mega getunten Rennwagen aufnehmen und will sein Können beim legendären Indy-500-Rennen zeigen. Doch der Weg nach Indianapolis ist weit und lediglich der Taco-Koch Tito scheint an die enorme Speed-Kraft des orangenen Bauchfüßlers zu glauben.

Ein gar nicht so schleimiger Animationsspaß.

Trailer zu "Turbo – Kleine Schnecke, großer Traum"

6. August: "The Rolling Stones – Crossfire Hurricane" (21.55 Uhr, Arte)

In dem grandiosen Dokumentarfilm von Brett Morgen erzählen die Rolling Stones die Geschichte ihrer Abenteuerreise von Blues-süchtigen Teenagern in den frühen 60ern zum unumstrittenen Status als Rock-Adlige, die bis heute auf Tour gehen. Die Kommentare und Erinnerungen der heutigen und ehemaligen Mitglieder der Band von Mick Jagger über Charlie Watts, Bill Wyman, Ronnie Wood, Mick Taylor und Keith Richards spannen den Bogen zwischen Aufnahmen legendärer Auftritte und aufsehenerregenden Berichterstattungen und Interviews. Vieles des in dem Film gezeigten Archivmaterials ist in dieser Form bislang unveröffentlicht. Die Arbeiten an diesem Film nahmen mehr als ein Jahr in Anspruch und wurden von den Rolling Stones persönlich mitgestaltet.

"The Rolling Stones – Crossfire Hurricane" ist ein Rockumentary in Spielfilmqualität.

Origianltrailer zu "The Rolling Stones – Crossfire Hurricane"

7. August: "Nicht mein Tag" (20.15 Uhr, RTL)

Till Reiners (Axel Stein) ist nicht nur von seinem Job als Bankangestellter gelangweilt, auch seine Ehe mit Miriam hat durch Job und Kind an Feuer verloren. Als eines Tages der Gelegenheitsgangster Nappo (Moritz Bleibtreu) Tills Bank überfällt und ihn als Geisel nimmt, wird das Leben des frustrierten Bankers abrupt auf den Kopf gestellt. In nur 48 Stunden ist nichts mehr so wie es war und Geisel und Kidnapper stellen trotz anfänglicher Schwierigkeiten fest, dass der jeweils andere ungeahnte Fähigkeiten besitzt.

Trailer zu "Nicht mein Tag"

Rotzig und bekloppt - die reine Freude!

Mehr als ein Schauspieler: Sven Gielnik

Mit Ernst bei der Sache: Schauspieler und Nachwuchsregisseur Sven Gielnik (22)
Foto: © Talent-Scout
In unserer Rubrik "GOKA-Talents" stellen wir diesmal einen jungen Schauspieler vor, der auch als angehender Regisseur beweist, dass der romantische Held nur eine Facette seines Könnens ist.
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