Chris Hemsworth: "Ich hätte Lust auf 007"

Chris Hemsworth (32): "Thor", "Ghostbusters"-Quotenmann und vielleicht sogar Bond in spe
Chris Hemsworth (32): "Thor", "Ghostbusters"-Quotenmann und vielleicht sogar Bond in spe
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Zum Start des Frauenpower-Remakes von "Ghostbusters" haben wir den Quotenmann nach seiner "Hahn im Korb"-Rolle befragt und erfahren, dass er sich auch als neuer James Bond wohl fühlen würde!

Ab dem 4. August kann sich auch das deutsche Kinopublikum davon überzeugen, ob Paul Feigs Entscheidung, die Hauptrollen in seiner "Ghostbusters"-Neuauflage mit Frauen zu besetzen, wirklich ein Sakrileg gewesen ist. Aus unserer Sicht ist jedoch viel interessanter, wie es dabei Chris Hemsworth in der Lustobjekt-Rolle des nerdigen Geisterjäger-Sekretärs Kevin ergangen ist. Schließlich musste der Hollywood-Haudegen seinen Mann neben den gestandenen Comedy-Amazonen Melissa McCarthy, Kristen Wiig, Kate McKinnon und Leslie Jones stehen. Kein Wunder, dass er davon träumt, den Spieß mit einer 007-Karriere umzudrehen...

2. Originaltrailer zu "Ghostbusters" (Kinostart: 4.8.2016)

Chris Hemsworth im Interview

Melissa McCarthy behauptet, sie hätte sich vor lauter Lachen am Set mit Ihnen fast in die Hose gemacht. Wieviel Spaß hatten Sie beim Dreh?

Zuerst war es für mich mehr Stress als Spaß, weil ich vom Gedanken, mit diesen Komödien-Göttinnen zu arbeiten, total eingeschüchtert war. In der Nacht vor meinem ersten Drehtag überkam mich sogar Panik. Ich rief sofort Regisseur Paul Feig an und sagte ihm: "Ich bin total fehlbesetzt! Ich habe so gut wie keine Erfahrung mit Improvisation und diese Mädels sind die lustigsten Menschen auf diesem Planeten!" Er beruhigte mich, indem er mir versicherte, dass alles gut enden würde, und dass ich ihm vertrauen solle. Melissa und Kristen haben mich mit vielen Ideen und guten Sprüchen unterstützt, und langsam aber sicher habe ich mich ins Comedy-Fach eingegroovt. Wir haben viel experimentiert und sind große Risiken eingegangen. Und ich habe gelernt, nicht alles kontrollieren zu müssen, sondern loszulassen und mit dem Strom zu schwimmen. Und das hat total gut getan! Ich wünschte, dass alle Drehs so toll und locker wie bei "Ghostbusters" wären!

Haben Sie den Originalfilm gesehen?

Sehr oft sogar. Als Kind hatten wir eine VHS-Kassette, die wir uns bestimmt tausend Mal angeschaut haben. Ich kannte den ersten "Ghostbusters" also in- und auswendig.

Originaltrailer "Ghostbusters" (1984)

Bei den Dreharbeiten von "Thor" geben Testosteron und Muskeln den Ton an. Aber bei "Ghostbusters" regiert das weibliche Geschlecht. Fühlten Sie sich wie ein Hahn im Korb?

(lacht) Ja. Am Set selbst allerdings weniger, da genügend Männer hinter der Kulisse arbeiteten. Aber vor der Kamera auf jeden Fall! Die Figuren der weiblichen Darsteller sind tolle Frauen, die ihr Leben und Schicksal in ihre eigene Hände nehmen. Vor den Dreharbeiten war mir das gar nicht so bewusst, aber am Set hat mich diese Erkenntnis von Tag zu Tag mehr begeistert: Dieser Film ist für meine Tochter, damit sie lernt, dass sie Armeen oder Firmen leiten kann und keine Jungfrau in Not sein muss.

Mini-Feature über Chris Hemsworth in "Ghostbusters" (OF)

Der größte Hahn im Korb ist allerdings immer noch James Bond. Ihr Name soll in der engen Auswahl sein. Hätten Sie Lust auf 007?

Jeder Junge – und jeder Schauspieler – träumt davon, James Bond zu sein. Ich hätte also schon Lust auf 007. Aber bisher gab es noch keine ernsthaften Angebote, ich muss mich also noch nicht entscheiden. Und in der Warteschlange stehen viele andere an, die vor mir dran sind (lacht).

Es sieht aber auch so nicht danach aus, als ob Sie die nächsten 12 Monate arbeitslos sein werden...

(lacht) Das stimmt. Seit Juli drehe ich "Thor: Ragnarök" und danach ist "Avengers: Infinity War" dran. Ich liebe das Superhelden-Genre und drehe diese Filme sehr gerne, aber danach wäre mal eine Abwechslung willkommen, z.B. ein Indie-Film ganz ohne Spezialeffekte.

Interview: Anke Hofmann

Kommentare einblenden

Von Müttern und Töchtern: "Julieta"

Trügerische Idylle der Generationen: "Julieta" (Adriana Ugarte) mit Tochter Antía und Mutter Sara (Susi Sánchez)
Trügerische Idylle der Generationen: "Julieta" (Adriana Ugarte) mit Tochter Antía und Mutter Sara (Susi Sánchez)
Foto: © Tobis
In seinem neuen Filmdrama kehrt Regisseur Pedro Almodóvar zum Kern seines künstlerischen Schaffens zurück – den Frauen.
Mehr lesen