Matt Damon: "Mit 45 ist diese Rolle kein Kinderspiel mehr!"

Hat trotz seines "hohen" Alters gut Lachen: "Jason Bourne"-Star Matt Damon (45)
Hat trotz seines "hohen" Alters gut Lachen: "Jason Bourne"-Star Matt Damon (45)
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Zum Kinostart seines vierten Agenten-Abenteuers sprachen wir mit dem Hollywood-Haudegen in Las Vegas über das Zocken, die Zukunft von "Jason Bourne" und das leidige Alter.

What happens in Vegas stays in Vegas – auf das Motto der sogenannten Sin City schwören nicht nur Touristen, sondern auch Matt Damon und sein Film-Alter-Ego Jason Bourne. Der beliebte Zelluloid-Spion, der James Bond alle Wasser reichen kann, kommt in seinem neusten Abenteuer "Jason Bourne" (Start: 11. August) in die Stadt der Sünde, um das Aria Hotel und den berühmt-berüchtigten Strip mit einer spektakulären Verfolgungsjagd unsicher zu machen.

Der Filmstar hingegen versucht sein Glück lieber im Spiel: "Ich bin kein guter Gambler," behauptet Damon lachend, als ihn die GOLDENE KAMERA im Nachtclub "Rose. Rabbit. Lie" im Cosmopolitan Hotel zum Gespräch trifft. "Aber das hat mich bis jetzt nie davon abgehalten. Gestern habe ich zusammen mit meinem Agenten bis in die Puppen gezockt. Am Anfang hatten wir eine Glücksträhne, aber dann sind wir in einen Spielrausch abgestürzt – wie Thelma und Louise, die mit dem Auto über die Klippe fuhren – und haben den Gewinn wieder verspielt.“

Matt Damon im Interview

Matt Damon im GOLDENE KAMERA-Videotalk

Was fasziniert Sie an dieser Stadt? Sie haben dort ja nicht nur "Jason Bourne" gedreht, sondern auch "Ocean’s Eleven“-Trilogie.

Ich fühle mich eher wie ein Bürger dieser Stadt als ein Tourist. Wenn man hier ein Zuhause hat und arbeitet, bekommt man den wahren Rhythmus und Puls zu spüren, der wesentlich langsamer und ruhiger ist als was uns die Werbespots über Las Vegas vorgaukeln. Und auf einmal kommt einem die Stadt wie ein Zoo vor: Menschen strömen hier her, flippen aus und gehen wieder. Aber wir bleiben und müssen am nächsten Morgen wieder zur Arbeit.

Der letzte Bourne-Film ist neun Jahre her. Wie hart war es – geistig und körperlich – jetzt wieder in diese Rolle zu schlüpfen?

Ich habe in den letzten 20 Jahren so viel gearbeitet und zum Glück habe ich als Schauspieler auch etwas dazu gelernt: Es fällt mir jetzt leichter, in eine Rolle zu schlüpfen. Aber körperlich hat das Altern mir keinen Gefallen getan. Diese Rolle im Alter von 45 zu drehen war kein Kinderspiel mehr! Mit 29 fielen mir die Stunts wesentlich leichter (lacht). Um mich auf "Jason Bourne" vorzubereiten, musste ich zweimal täglich trainieren und mich an eine strikte Diät halten. In meinem Alter kann man nicht mehr schummeln, wenn man körperlich fit sein will.

Mag Ihre Frau Sie lieber mit oder ohne Muskeln?

Als wir uns kennen lernten, hatte ich den Eindruck, dass sie mich mollig und kuschelig bevorzugt. Aber jetzt findet sie Muskeln sexier, ich muss mich jetzt also fit halten – egal ob ich Jason Bourne spiele oder nicht (lacht).

Hätten Sie je gedacht, dass Sie noch einmal Jason Bourne spielen würden?

Der vierte Film hat neun Jahre lang gebraucht, weil wir zuerst keine Idee für eine Handlung hatten. Das Markenzeichen eines Bourne-Films ist es, dass er den Zeitgeist wiederspiegelt. Als Paul Greengrass mir vor zwei Jahren vorschlug, Jason Bourne während einer Demonstration gegen die Sparpolitik in Griechenland wiederauftauchen zu lassen, war ich sofort begeistert. Wir wussten allerdings von Anfang an, dass es sich auch im vierten Film um seine Identität drehen müsse. Das gehört zu dieser Figur einfach dazu.

Wären Sie offen für weitere Sequels?

Paul und ich brauchen erst mal wieder eine Pause von Jason Bourne, bis wir wieder hungrig für einen neuen Film sind. Die Dreharbeiten sind gerade erst vorbei, und wir sind reif für einen Urlaub oder ein anderes Projekt. Aber solange Paul Regie führt bin ich bereit, Jason Bourne zu spielen.

Text + Interview: Anke Hofmann

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