Blake Lively: "Unser Hai ist der Ron Jeremy der Haie!"

Blake Lively spielt in "The Shallows" die sexy Surferin Nancy.
Blake Lively spielt in "The Shallows" die sexy Surferin Nancy.
Foto: © Theo Kingma
Was wir bereits wissen
Blake Lively kämpft in "The Shallows" als sexy Surferin gegen einen Acht-Meter-Hai. Im Interview verrät sie, warum sie trotzdem keine Angst vor Haien hat.

Was passiert in "The Shallows"?

Nach dem tragischen Tod ihrer Mutter schmeißt die süße Texanerin Nancy (Blake Lively) ihr Medizinstudium hin und reist zum Surfen an einen versteckten Strand in Mexiko. Hier hatte vor Jahren schon ihre Mutter, damals mit Nancy schwanger, jede Menge Spaß in traumhaften Wellen.

Doch mit dem Surfvergnügen ist es schnell vorbei: Gleich am ersten Nachmittag wird Nancy von einem etwa acht Meter großen Hai attackiert und dabei schwer am linken Oberschenkel verletzt. Nun beginnt ein 24 Stunden langer erbitterter Kampf auf Leben und Tod: Zwar kann Nancy sich zunächst auf einen toten Wal und dann auf einen kleinen Felsvorsprung retten, der nur 200 Meter vom sicheren Ufer entfernt ist. Doch langsam und unaufhörlich kommt die Flut. Kinostart: 25. August.

Trailer zu "The Shallows - Gefahr aus der Tiefe"

Blake Lively, Frau von Ryan Reynolds und Mutter einer gemeinsamen Tochter, hat in dem in Australien gedrehten Reißer ausgiebig Gelegenheit, ihren durchtrainierten Körper zu zeigen. Während des Showdowns knallte sie allerdings unfreiwillig gegen eine Boje und holte sich eine blutige Nase - die ist in der Endfassung des Films tatsächlich zu sehen! Weitere Details über den Filmdreh und ihre Rolle erzählt sie unserer GOLDENEN KAMERA-Reporterin Anke Hofmann im Interview.

Blake Lively im Interview

Als "Der weiße Hai" 1975 in die Kinos kam, traute sich danach keiner mehr ins Wasser. Wird "The Shallows" den gleichen Effekt haben?

Ich hoffe nicht. Das war meine größte Sorge, denn Haie sind leider vom Aussterben bedroht, weil wir Menschen sie überfischen. Und ich wollte nicht, dass sie durch diesen Film - und durch unsere Angst vor ihnen - noch mehr gejagt würden.

Warum haben Sie dann doch "Ja" zu dieser Rolle gesagt?

Weil ich noch nie die Hauptrolle in einem Film gespielt habe, in dem es ums Überleben geht und in dem ich 95% alleine zu sehen bin. Dieser schauspielerischen Herausforderung konnte ich einfach nicht widerstehen. Normalerweise scheut sich der Zuschauer vor dieser Art Isolations-Filmen, weil sie keine Lust haben, für anderthalb Stunden jemanden leiden zu sehen. Aber in "The Shallows" geben wir ihnen als Wiedergutmachung einen Bikini und einen Hai. Der perfekte Mix für Popcorn und Schokolade (lacht). Ich selbst war zum Glück noch nie in einem Leben-oder-Tod-Szenario verwickelt, das war also auch ein ganz neues Gefühl. Und ich stütze mich normalerweise sehr auf meine Filmpartner, aber in "The Shallows" blieb mir nur meine eigene Fantasie - und eine Möwe (lacht).

Tom Hanks hatte nur einen Volleyball in "Cast Away – Verschollen." Da hatten sie mit der Möwe eigentlich den Glückstreffer gezogen ...

Richtig. Tom Hanks hatte es noch schwerer als ich. Aber Tom Hanks ist ein Zauberer als Schauspieler. Er ist der Jimmy Stewart unserer Generation. Ein ganz toller Gentleman. Ich habe seine E-Mail-Adresse von meinem Mann (Ryan Reynolds) gestohlen und ihn nach ein paar Make-up Tricks von "Cast Away" gefragt. Und er hat sich nicht nur die Zeit genommen mir zu antworten, sondern mir auch ein paar Tipps gegeben. Er hat nicht auf mich herabgeblickt, weil "The Shallows" mehr kommerziell und weniger künstlerisch ist oder weil diese Rolle mir keine Oscar-Nominierung versprechen wird.

Was unterscheidet Ihren Hai von dem Spielberg Klassiker?

Unser Hai ist der Ron Jeremy (Porno Star) der Haie (lacht)! Er ist riesig! So groß wie ein Wal. Ich habe keinen blassen Schimmer, wo sie diesen Hai aufgetrieben haben.

Haben Sie jetzt Angst vor diesen großen Fischen?

Nicht mehr. Vor vier Jahren entschloss ich mich, meine Angst zu besiegen und habe inmitten großer Weißhaie getaucht. Wenn man sich in ihrem natürlichen Habitat befindet - und ohne gruselige, von John Williams komponierte Musik – sind sie fast wie gigantische Delphine (lacht). Und keine Prädatoren mehr. Seitdem respektiere ich Haie sehr.

Apropos Bikini und Hai. Wieviele Bikinis haben Sie für diese Rolle getestet?

Bei der Wahl des Bikinis - oder des Neoprenanzugs - ging es weniger ums Sexysein, und mehr ums Praktische. Denn dieses Kostüm ist so ziemlich das einzige, das meine Figur als Waffe gegen den Hai nutzen kann. Und wenn man in einem unberechenbaren Element wie Wasser dreht, ist der Bikini oder die gute Figur das letzte, worüber man sich Sorgen macht. Die Stunts waren sehr schwer und kraftraubend, aber Regisseur Jaume Collet-Serra liebt es, den Schmerz seiner Darsteller zu filmen. In einer Szene stieß ich meine Nase an der Boje, und das Blut im Film ist echt!

Wie wurden die Wasserszenen gedreht?

Jaume hatte Kameras unter Wasser, über Wasser und am Wasserpegel. Wir drehten 16 Minuten lange Aufnahmen. Wir hatten einen Taucher im Wasser, der sich wie ein Hai verhielt. Nicht, damit ich meinen Horror in der Szene schauspielern konnte, sondern damit jemand mich unter Wasser ziehen konnte, wenn der Hai mich attackiert. Aber wenn man Wellen hat, die über einen Meter hoch sind, und jemanden, der mich unter Wasser fest hält, ist das Treten und Schreien um mein Leben mehr echt als gespielt (lacht). Es gab viele Szenen, in denen meine Panik real war, weil der andere Taucher nicht realisierte, dass ich nicht mehr schauspielerte, sondern wirklich außer Atem war.

Interview: Anke Hofmann

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