Jaume Collet-Serra: "'The Shallows' ist kein Sequel eines Sequels"

Regisseur Jaume Collet Serra beim "The Shallows"-Dreh
Regisseur Jaume Collet Serra beim "The Shallows"-Dreh
Foto: © Sony Pictures
Was wir bereits wissen
Jaume Collet-Serra gelang mit "The Shallows" ein sehenswerter Hai-Horror-Film. Zum Kinostart (25. August) trafen wir den Regisseur zum Interview.

In "The Shallows" kämpft die sexy Surferin Nancy (Blake Lively) gegen einen Acht-Meter-Hai. Das lebensecht wirkende Monster, die stilvollen Surfbilder und eine tolle Landschaft machen "The Shallows" zu einem sehenswerten Horror- und Date-Movie.

Trailer zu "The Shallows - Gefahr aus der Tiefe"

Im Interview verrät Regisseur Jaume Collet-Serra, wie er Blake Lively zu dieser Rolle im Quasi-Einpersonenstück überreden konnte und vor welchen Haien er am meisten Angst hat.

Interview mit Jaume Collet-Serra

"The Shallows"-Regisseur Jaume Collet-Serra im Videotalk

Wie haben Sie Blake Lively zu dieser Rolle überredet?

Ich habe ihr gesagt, dass sie viel Spaß haben würde. Was nicht wahr war (lacht). Denn es war sehr viel und harte Arbeit. Aber sie wusste, worauf sie sich einließ. Sie suchte bewusst nach einer Rolle, die sie körperlich herausfordern würde. Nicht, dass ihre anderen Rollen sie nicht als Schauspielerin herausgefordert hätten, aber dieser Film gab ihr die Möglichkeit, fast in jeder Szene vor der Kamera zu stehen, was nicht einfach ist, vor allem nicht in einem Bikini umgeben von schlagenden Wellen (lacht).

Inwieweit fühlten Sie sich herausgefordert?

Die Handlung war vom Prinzip her sehr einfach. Das Drehbuch war ein Schmöker, und wir hatten das Gefühl, dass der Zuschauer es auch interessant fände, aber wir wussten zuerst nicht, wie wir es visuell spannend machen könnten. Dieser Film ist sehr intim. Es ist kein Blockbuster, wir hatten kein großes Budget. Es erforderte viel Kreativität, mit wenig Geld die technischen und logistischen Herausforderungen zu meistern - und natürlich das Element Wasser!

"The Shallows" verspricht allerdings – auch mit kleinem Budget – ein großer Hit zu werden.

Das wird der Zuschauer entscheiden. Aber wir hoffen, dass unser Film ihnen Spannung und Spaß, Humor und Herz geben wird. Ein Sommerfilm, der eine willkommene Erfrischung ist. "The Shallows" ist originell und kein Sequel eines Sequels.

Wer macht Ihnen mehr Angst? Die Haie im Wasser oder die Haie in Hollywood?

(lacht) Die Haie im Wasser, denn Hollywood war bisher sehr gut zu mir. Ich habe keinerlei Grund zur Klage.

Haben Sie einen geheimen Strand, wo sie gerne schwimmen?

Leider nein. Der tolle Strand im Film hätte mein Geheimtipp sein können, aber jetzt wird ihn jeder kennen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass der Kinobesucher auch selber in diesem Paradies gerne mal schwimmen möchte. Allerdings ist der Strand sehr weit weg: Lord Howe Island in Australien. Und die Insel ist super klein. Besucher werden sich also anstellen müssen, wenn sie dort baden wollen (lacht).

Wie haben Sie dieses Paradies gefunden?

Es ist ein berühmter Strand zum Surfen. Und ein Vogelschutzgebiet. Als wir dort drehen wollten, hieß es zuerst, dass das unmöglich sei. Es gibt keine Autos auf dieser Insel. Alle fahren mit dem Fahrrad. Es gibt kein Internet. Die Idee, dort eine Crew von 80 Leuten hin zu bringen und zu drehen war verrückt. Aber ich mag verrückte Ideen (lacht).

Eine verrückte Idee wie etwa eine Fortsetzung? "The Shallows 2"?

Das muss ich mir erst schwer überlegen. Der erste Film war einfach zu verdammt hart! (lacht)

Interview: Anke Hofmann

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