Must-See-TV: GOLDENE KAMERA-Kandidat "Die vierte Gewalt"

Was wir bereits wissen
Packender Politthriller rund um Machtspiele und Korruption in Politik, Presse und Gesellschaft.

Worum geht's in "Die vierte Gewalt"?

Der alleinerziehende Vater Jan Schulte (Benno Fürmann) hat gerade seinen Job als Auslandskorrespondent verloren und versucht, sich im Haifischbecken der Berliner Politjournalisten zurechtzufinden. Da bekommt er brisante Informationen zugespielt: Offenbar hat die Gesundheitsministerin Elisabeth Stade (Victoria Trauttmansdorff) Einfluss darauf genommen, dass ihr Bruder bei einer Herztransplantation illegal vorgezogen wurde.

Mit dieser Enthüllungsgeschichte hofft Jan, eine Festanstellung bei der renommierten Tageszeitung "Die Republik" zu bekommen. Doch seine Kollegin Britta (Jördis Triebel) behauptet, dass die kompromittierenden Unterlagen gefälscht wurden. Chefredakteur Weishaupt (Oliver Masucci) und Verleger Winter (Ulrich Matthes, GOLDENE KAMERA 2015) weigern sich, die Story zu veröffentlichen.

Die belastenden Unterlagen verschwinden rätselhafterweise - und das Boulevardblatt "Der Tag" veröffentlicht den Verdacht gegen die Gesundheitsministerin. Wer würde der Ministerin Elisabeth Stade auf solche Weise schaden wollen? Jan beschließt, in den politischen Kreisen weiter zu recherchieren und nähert sich dabei der ehrgeizigen Bundestagsabgeordneten Katharina Pflüger (Franziska Weisz) intensiv an.

Während seiner Recherche muss Jan feststellen, dass die eigentlich kontrollierende "vierte Gewalt", die Presse, in diesem Spiel um Macht und Wissen nicht unbefleckt bleibt. Auch wenn er sich seinen Berufsethos bewahrt hat, gerät er immer wieder an seine moralischen Grenzen und muss am Ende eine Entscheidung treffen: Profit oder Moral?

Warum ein Kandidat auf die GOLDENE KAMERA?

Regisseurin Brigitte Maria Bertele, 2014 für den Fernsehfilm "Grenzgang" mit dem Grimmepreis ausgezeichnet, und Drehbuchautor Jochen Bitzer, ebenfalls Grimmepreis-Träger ("Der Fall Jakob von Metzler"), ist mit "Die vierte Gewalt" ein packender Politthriller gelungen, in dem sich alles um die Rolle der Presse im Spannungsgeflecht zwischen Exekutive, Legeslative und Judikative dreht. Dass dies ohne Schwarz-Weiß-Malerei gelingt, ist ein großes Verdienst. Zu keiner Zeit bietet Bertele einfache Lösungen, sondern zeigt differenziert, aus welchem Garn das Gewebe der Macht gestrickt ist.

Das Erste zeigt "Die vierte Gewalt" am Mittwoch, 30. November, um 20.15 Uhr.

Free-TV-Premieren vom 28. November bis 4. Dezember

Ist "Die vierte Gewalt" mit prominenten Vorbildern wie "Die Unbestechlichen" oder "Spotlight" vergleichbar? Wir präsentieren 5 herausragende Fälle von filmgewordenem Enthüllungsjournalismus.

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