"Tatort: Die Kunst des Krieges": Ermittlungen im Wiener Rotlichtmilieu

Adele Neuhauser (Bibi Fellner), Harald Krassnitzer (Moritz Eisner)
Foto: © ARD Degeto/ORF
Was wir bereits wissen
Ein Mord in Wien führt die Kollegen Eisner und Fellner ins brutale Rotlichtmilieu der Stadt.

Skrupellose Zuhälter, Ausbeutung von Flüchtlingen, gnadenlose Verteilungskämpfe: Im neuen "Tatort: Die Kunst des Krieges" (4. September, 20.15 Uhr, Das Erste) bekommen es die Wiener Beamten (Harald Krassnitzer, Adele Neuhauser) mit den Abgründen des Rotlichtmilieus zu tun.

Vor drei Jahren gab es mit "Angezählt" einen ähnlichen Fall aus Österreich zum Thema Elendsprostitution. Damals wurde die brillante Episode mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Ist jetzt erneut eine preiswürdige Produktion gelungen?

Was passiert im "Tatort: Die Kunst des Krieges"?

In einer Villa in einem Wiener Randbezirk wird die grausam zugerichtete Leiche eines Mannes gefunden. Oberstleutnant Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und Majorin Bibi Fellner (Adele Neuhauser) vermuten, dass in seinem Haus ein illegales Bordell betrieben wurde, und bitten ihre Kollegin Daniela Vopelka (Kristina Sprenger), Expertin für organisierte Kriminalität, um Mithilfe.

Bei ihrer gemeinsamen Arbeit treffen sie schnell auf die junge Ukrainerin Victoria Oshchypko (Janina Rudenska). Sie gibt an, von einen Schleuserring nach Österreich gebracht und in dem Haus des Opfers zwei Jahre lang zur Prostitution gezwungen worden zu sein.

Wer spielt mit im Wiener "Tatort"?

Die in Österreich überaus populäre Kristina Sprenger spielte von 2001 bis 2013 die Hauptrolle in der Krimireihe "SOKO Kitzbühel". Richtig glänzen kann die 40-Jährige in ihrer Rolle als Expertin nicht, da sie vor allem Zahlen und Fakten aufsagen muss.

Michael Fuith ist als windiger Zuhälter Andy Mittermeier dabei. Im März 2015 spielte er im Wiener "Tatort: Grenzfall" noch einen Polizisten.

Was ist das Besondere an diesem "Tatort"?

Der Titel dieser Episode ("Die Kunst des Krieges") bezieht sich auf das gleichnamige Buch über Kriegsstrategien, das der chinesische General und Philosoph Sunzi vor 2500 Jahren schrieb. Sein Werk inspiriert in dieser "Tatort"-Episode eine Unterweltgröße.

Für Spaß am Set sorgte ein Terrier, der Fellner und Eisner diesmal begleitet. "Mit Tieren zu arbeiten ist etwas Besonderes, weil sie nicht berechenbar sind", sagt Harald Krassnitzer. "Ich musste immer ein Leckerli dabeihaben."

GOKA-Wertung

Die Figuren aus der Zuhälterszene wirken alle ungewollt überzeichnet, die Geschichte wird zwischendurch recht wirr. Aber die gewohnt vorzüglichen Ermittler, einige spannende Momente und das packende Finale bringen die Folge letztlich doch übers Mittelmaß hinaus.

Wie gut kennen Sie Eisner, Fellner & Co.?

Testen Sie Ihr Wissen mit unseren 7 Fragen zum "Tatort" Wien.

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