"Karawane der Köche": Essen auf Rädern

Tim Mälzer (45, r.) und Roland Trettl (45) gehen gemeinsam auf Tour
Tim Mälzer (45, r.) und Roland Trettl (45) gehen gemeinsam auf Tour
Foto: © SAT.1 / Arne Weychardt
Was wir bereits wissen
Die Starköche Tim Mälzer und Roland Trettl sprechen über ihre neue Roadtrip-Kochshow "Karawane der Köche", lästige Food-Trends und ihre Freundschaft.
"Karawane der Köche": Neue Show mit Tim Mälzer und Roland Trettle

Bei "Kitchen Impossible" sorgten sie für eine Highlight-Episode, nun starten "Küchenbulle" Tim Mälzer und Roland Trettl, Südtiroler Spitzenkoch und künftiger Juror bei "The Taste", gemeinsam mit der "Karawane der Köche" (ab 7. September, 20.15 Uhr, SAT.1) eine Tour durch Deutschland: Sieben Kandidatenpaare bekommen einen Foodtruck gestellt und müssen in den unterschiedlichsten Regionen bei Streetfood-Challenges beweisen, dass sie es verdienen, mit der Karawane weiterzuziehen. Das Gewinnerteam darf seinen Foodtruck im Wert von 140.000 Euro behalten.

GOLDENE KAMERA traf Mälzer und Trettl zum Interview über lästige Food-Trends und ihre Freundschaft.

Interview mit Tim Mälzer und Roland Trettl

Warum führen gerade Sie die "Karawane der Köche" an?

Mälzer: (lacht) Ich war Wunschkandidat, und den Herrn Trettl konnten sie sich noch leisten.

Trettl: Ich bin auch bekannt dafür, dass ich mich gut in den Schatten der ganz Großen stellen kann. Im Ernst: Das ist ein super Thema - Streetfood ist die einfachste Möglichkeit, zu genießen.

Mälzer: Ich selber habe einen Foodtruck, ich mag die Szene. Es ist auch ein optimales Mittel für Rookies, sich selbstständig zu machen. Sie können sehr schnell ihre ersten Euros verdienen, ohne ein Investment in Millionenhöhe oder einen Personalapparat von 30 bis 40 Mitarbeitern. Man muss alles selbst machen, aber dadurch lernt man am meisten.

Ist es nicht ein Trend, der im nächsten Jahr schon wieder gegessen sein könnte?

Trettl: Streetfood gab es immer schon, siehe Thailand und Vietnam. Deshalb wäre es bescheuert, es als Trend anzusehen - genauso wie beim "Trend" Regionalität. Früher gab's keine andere Wahl, als regional zu essen.

Mälzer: Doch, es ist schon ein Trend, weil Streetfood gerade enorme Aufmerksamkeit erhält. Wenn leidenschaftliche Leute auf die Straße gehen, wird es aber ein fester Bestandteil der Gastro-Szene bleiben. Foodtrucks bieten ja eine hohe Bandbreite.

Wie lange kennen Sie sich schon?

Mälzer: Vor zehn Jahren haben wir uns erstmals gesehen, da war Roland noch ein Heißsporn, fast wie Jekyll und Hyde. Ich habe immer den spiddeligen Beknackten mit komischen Haaren aus "Einer flog übers Kuckucksnest" vor Augen, wenn ich an ihn denke. Er kommt ja aus der Spitzengastronomie, die mir lange verwehrt blieb und der ich mich nicht wirklich geöffnet habe, weil mir manchmal das Bohei darum zu groß war.

Trettl: Ich wollte Tim auch gar nicht näher kennenlernen. Aber irgendwann dachte ich damals bei diesem Koch-Event: So schlecht ist der gar nicht. Der gegenseitige Respekt hat uns dann einander nähergebracht.

Sie sind international viel rumgekommen. Was fehlt der deutschen Esskultur?

Trettl: Alltagsessen hat in südlicheren Ländern einen höheren Stellenwert. Deutsche geben lieber Geld für ein drittes Auto aus. Mälzer: Und wir lassen den Helden im eigenen Land oft nicht gelten: Maultaschen 7,90 Euro, Ravioli 11,50 Euro. Ist dasselbe!

Interview: Dirk Oetjen

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