"Gefangen im Paradies": Anna Loos gerät in einen Albtraum

Anna (Anna Loos) hat einen Jungen aus der Piratengruppe auf ihre Seite gebracht
Anna (Anna Loos) hat einen Jungen aus der Piratengruppe auf ihre Seite gebracht
Foto: © SAT.1/Hans-Joachim Pfeiffer
Was wir bereits wissen
Im Actionthriller "Gefangen im Paradies" kämpft Anna Loos gegen eine brutale Piratenbande.

Darum geht's in "Gefangen im Paradies"

Es soll ein ganz unvergesslicher Urlaub werden: Die Berlinerin Anna Krüger (Anna Loos, GOLDENE KAMERA 2011) und ihr zwölfjähriger Sohn Max (Mika Seidel) reisen nach Asien, um dort auf einer einsamen Insel in einem Luxusresort eine gute Zeit zu haben.

Trailer zu "Gefangen im Paradies"

Doch plötzlich sind sie "Gefangen im Paradies" (6. September, 20.15 Uhr SAT.1). Piraten erobern die Anlage, nehmen die Touristen als Geiseln und wollen hohe Lösegelder erpressen. Einzig Anna und der Hotelmitarbeiter Philipp (Bernhard Piesk) können entkommen. Doch während der Angestellte zunächst äußerst zögerlich ist, versucht Anna mit aller Macht, ihren Sohn und die weiteren Geiseln aus der Hand der Piraten zu befreien.

Actionrolle für Anna Loos

Hauptdarstellerin Anna Loos spielt hier eine für sie ungewöhnliche Actionrolle: Immer wieder kraxelt sie durch Höhlen, kämpft sich durch den dichten Dschungel und sprintet über den Strand. "Der Dreh war an vielen Tagen enorm anstrengend", berichtet sie. "Ich mache zwar viel Sport und bin durch mein Konditionstraining gut in Form, aber bei Temperaturen von 40 Grad und mehr reagiert der Körper einfach anders."

Gedreht wurde der Thriller Anfang dieses Jahres knapp vier Wochen lang in Thailand vor den Postkartenkulissen von Phang Nga und Krabi. Dort gibt es eine exzellente Infrastruktur, seit Jahrzehnten werden dort auch hochkarätige Hollywood-Produktionen realisiert. Dem Produktionsteam von "Gefangen im Paradies" gelang es sogar, von dem ehemaligen thailändischen Premierminister Chavalit Yongchaiyudh eine Drehgenehmigung für Aufnahmen an seinem Privatstrand zu bekommen - so hatte man nicht das Problem, dass ständig Touristen durchs Bild laufen, und konnte in Ruhe arbeiten.

An einem besonders heißen Tag platzte das Glas einer Kamera, der Dreh musste unterbrochen werden - ansonsten ging alles glatt. Vielleicht auch bedingt durch göttlichen Beistand: "Das Team bestand zum Großteil aus Thailändern, die ja oft sehr spirituell sind", erzählt Anna Loos. "Vor jedem Drehtag haben sie einen kleinen Altar aufgebaut, um sich mit den Geistern gut zu stellen. Das hatte etwas anrührend Schönes und hat der gesamten Produktion eine besondere Stimmung gegeben."

Anna Loos als starke Frau

Ihren kritischen Blick hat Loos sich aber bewahrt. Sie sprach vor Ort mit Journalisten und Entwicklungshelfern: "Die Natur und das thailändische Team haben mich wirklich begeistert, die politische Lage hat mich eher bedrückt. Es herrscht ein großes Gefälle zwischen Arm und Reich, und Umweltschutz ist noch völlig unterentwickelt."

Als Heldin sieht sie ihre Filmfigur nicht: "Sie wird in eine außergewöhnliche Situation gebracht, muss reagieren und Entscheidungen treffen. Sie ist sicher keine Heldin, aber eine Frau, die über sich hinauswächst." Eine Ausnahme, findet Anna Loos: "Starke Frauenrollen gibt es im deutschen Fernsehen immer mal wieder, aber viel zu selten. Da besteht ein großer Verbesserungsbedarf. Ich jedenfalls mag Rollen, bei denen Frauen mehr leisten können, als ein gutes Essen zu kochen."

Weitere TV-Premieren vom 5. bis 11. September:

Text: Sven Sakowitz

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