Jennifer Lopez: "Am Set von 'Shades of Blue' nannten sie mich Fembot!"

Jenny kehrt zurück in ihren Block: Jennifer Lopez als "Shades of Blue"-Cop Harlee Santos
Jenny kehrt zurück in ihren Block: Jennifer Lopez als "Shades of Blue"-Cop Harlee Santos
Foto: © Peter Kramer/NBC/2015 NBC Universal Media, LLC
Was wir bereits wissen
Zum Start ihrer neuen Krimiserie „Shades of Blue“ erfuhren wir von J.Lo, was sie für die Rolle einer New Yorker Polizistin prädestiniert und warum sie ihre Kollegen für einen weiblichen Roboter halten.

Als Weltstar, der sich seit drei Jahrzehnten im US-Showbiz behauptet, mag die Hauptrolle in einer neuen Serie vielleicht keine Überraschung sein. Für Jennifer Lopez bedeutet "Shades of Blue" (ab dem 18. Oktober um 21.15 Uhr auf RTL) allerdings eine Art Heimkehr, wie uns die in der Bronx geborene 47-Jährige im Gespräch verraten hat. In der 13-teiligen Krimiserie, für die bereits eine zweite Staffel geordert wurde, spielt "Jenny from the Block" die New Yorker Polizistin Harlee Santos, deren Team sich das Aufrechterhalten der Ordnung auf den Straßen mit Schutzgeldzahlungen zusätzlich vergüten lässt. Als Santos, die mit dem illegalen Einkommen die Ausbildung ihrer hochbegabten Tochter finanziert, jedoch in eine Falle des FBI tappt, wird sie gezwungen, ihren korrupten Chef Matt Wozniak (Ray Liotta) zu bespitzeln...

Originaltrailer zu "Shades of Blue" (TV-Start: 18.10.2016)

Jennifer Lopez im Interview

Die Welt kennt Sie als Star – im Kino und auf der Konzertbühne. Jetzt erobern Sie auch die Wohnzimmer. Was hat Sie am TV-Medium gereizt?

Momentan ist eine außerordentliche Ära für TV. Die besten Geschichten laufen heutzutage im Fernseher wie zum Beispiel "Game of Thrones". Ich kann also nur von Glück reden, Teil dieses Trends zu werden.

Wie hart war es, Star und gleichzeitig Produzentin von "Shades of Blue" zu sein?

Star und Produzentin zu sein war weniger das Problem. Was die erste Staffel der Serie so hart gemacht hat, war die Tatsache, dass ich gleichzeitig auch meine Las Vegas Show "All I Have" angeboten bekam und dass mein Vertrag mit "American Idol" für eine weitere Staffel erneuert wurde. Auf einmal musste ich drei Projekte jonglieren. Wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich mich nie für ein so aufwendiges TV-Drama mit einstündigen Episoden entschieden. Aber irgendwie habe ich es geschafft. Während der Woche drehte ich die Fernsehserie und am Wochenende konzentrierte ich mich auf die anderen Projekte. Am Set von "Shades of Blue" nannten sie mich Fembot (lacht). Aber ich bin kein weiblicher Roboter, sondern ein Mensch aus Fleisch und Blut. Ich war sehr oft sehr müde. Aber zum Glück hatte ich fantastische Co-Stars und eine tolle Crew, die mich unheimlich unterstützten.

Wie haben Sie sich auf die Rolle von Harlee Santos vorbereitet? Haben Sie mit Polizisten oder FBI-Agenten gesprochen?

Ich bin in New York und umgeben von Polizisten aufgewachsen. Und ich bin einmal mit einem Cop ausgegangen. Außerdem ist es nicht das erste Mal, dass ich eine Polizistin spiele. Diese Welt ist mir also nicht fremd. Als Vorbereitung für Harlee habe ich mich mehr auf ihre Menschlichkeit konzentriert als auf ihren Job. Denn in "Shades of Blue" geht es im Kern um die Entscheidungen, die wir im Leben treffen, und weniger um die harte Arbeit eines Polizisten. Harlee ist eine Mutter. Loyalität zu ihrer Familie hat Priorität.

Haben Sie Ihren Ex-Freund angerufen, um ein paar Cop-Tipps zu bekommen? Und hatten Sie je Angst um ihn?

Ich habe keinen Kontakt mit ihm aufgenommen. Ich kann mich nicht mal mehr an seinem Namen erinnern (lacht). Wir sind nur ein paar Mal ausgegangen, wir hatten aber nie eine echte Beziehung. Und ich hatte auch nie Angst um ihn, obwohl der Job natürlich gefährlich ist. Viele Männer, die in der Bronx aufwachsen, wollen Polizisten oder Feuerwehrmänner werden. Sein Beruf war also nichts Ungewöhnliches für mich.

Harlee hält sich mit Boxen fit, genau wie Sie. Wie hart mussten Sie für diese Szenen trainieren?

Ich hatte einen sehr guten Boxlehrer, als ich mich auf den Film "Money Train" vorbereitete und seitdem ist dieser Sport in meinem Blut. Und für "Genug!" habe ich außerdem den Kampfsport Krav Maga gelernt. Zum Glück bin ich von Natur aus athletisch, diese Dinge fallen mir also leicht.

Ernähren Sie sich auch wie eine Sportlerin?

Das kommt darauf an, ob ich mich gerade im Trainings-Modus befinde oder nicht. Wenn ich mich auf eine Rolle oder Show vorbereite, esse ich sehr viel Proteine: Fisch, Sushi, Shakes – damit ich mich nicht zu voll fühle aber trotzdem viel Energie habe. Aber auch im Alltag esse ich ausgewogen und gesund. Es ist überraschend, wie normal ich mich ernähre (lacht).

Wenn Harlee lügt, steckt sie ihre Haare hinters Ohr. Was ist Ihre verräterische Geste?

(lacht) Wenn ich eine hätte, würde ich sie bestimmt nicht verraten!

Interview: Anke Hofmann

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