Comeback nach 12 Jahren: Renée Zellweger über "Bridget Jones' Baby"

Endlich wieder oben auf: Renée Zellweger feiert in "Bridget Jones' Baby" ihr Paraderollen-Comeback
Endlich wieder oben auf: Renée Zellweger feiert in "Bridget Jones' Baby" ihr Paraderollen-Comeback
Foto: © StudioCanal
Was wir bereits wissen
Sie ist wieder da! Renée Zellweger kehrt in „Bridget Jones’ Baby“ mit ihrer Paraderolle zurück ins Kino. Wir trafen die 47-Jährige zum Gespräch und fühlten ihr auf den Milchzahn...

Mit "Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück" (2001) und "Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns" (2004) avancierte Renée Zellweger zum Inbegriff der romantischen Komödienheldin. Ab dem 20. Oktober gibt es mit der liebenswerten Beziehungschaotin in „Bridget Jones’ Baby“ ein Wiedersehen. Darin hat sich die Titelheldin mit dem Single-Leben arrangiert und ihre Karriere als TV-Produzentin im Blick – bis sie kurz nacheinander mit dem neuen Schwarm Jack (Patrick Dempsey) und ihrem Ex-Traummann Mark (Colin Firth) in die Kiste steigt und sich nach einem positiven Schwangerschafttest mit zwei potentiellen Vätern konfrontiert sieht. Im Gespräch mit der GOLDENEN KAMERA erklärt eine gut aufgelegte Oscar-Gewinnerin („Unterwegs nach Cold Mountain“), warum die lange „Bridget Jones“-Abstinenz durchaus etwas Gutes hat und welche besonderen Herausforderungen eine filmische Schwangerschaft macht...

Renée Zellweger im Video-Talk mit der GOLDENEN KAMERA

Renée Zellweger im Interview

Nach einer langen Schauspiel-Pause geben Sie jetzt Ihr Comeback als Bridget Jones. Waren Sie nervös?

Sehr sogar. Erstens, weil ich diese Figur so unheimlich liebe und niemanden enttäuschen wollte. Und zweitens, weil ich schon immer unter der Panik leide, als schauspielerische Schwindlerin entlarvt zu werden. Meine lange Abwesenheit von Hollywood hat diese Angst nur noch verstärkt. Ich war völlig davon überzeugt, dass ich mit "Bridget Jones Baby" endlich enttarnt und gefeuert werde (lacht). Aber es hat sehr viel Spaß gemacht, wieder in die Klamotten der Bridget Jones zu schlüpfen und ihre Welt unsicher zu machen. Denn ich liebe nicht nur diese Figur, sondern auch ihre Familie und Freunde.

Trailer zu "Bridget Jones' Baby" (2016)

Bridget Jones' Klamotten sind allerdings weiter als sonst. Wie schwanger haben Sie sich darin gefühlt?

Sehr. Mein Rücken tat weh, weil die Prothese so schwer war, um authentisch zu wirken. Ich musste allerdings lernen, meine Hände nicht auf den Rücken zu legen, weil Schwangere so nicht rumlaufen. Nur Schauspielerinnen, die schwanger spielen (lacht). Hut ab an alle Frauen, die eine echte Schwangerschaft durchgemacht haben!

Was haben Sie sonst noch über die Kunst des Schwangerseins gelernt?

Dass das An- und Ausziehen der Prothese lange dauert. Also habe ich versucht, so wenig wie möglich zu trinken. Denn jede Pinkelpause dauerte 20 Minuten (lacht). Es ist faszinierend, wie viel Details in dieser Prothese stecken. Damit das Plastik nicht an der Haut reibt, haben sie eine Shorts und ein Tank Top mit eingebaut.

Haben Sie auch mit Schwangeren gesprochen, oder Familie und Freunde durch ihre Schwangerschaft begleitet?

Ich habe viele Freunde, die mal schwanger waren. Ich selbst bin stolze Tante und Patentante. Und meine beste Freundin erwartet jede Minute ihr zweites Kind. Ich habe mir eine britische Dokumentation auf Channel 4 angeschaut, die das Leben von Frauen von der Schwangerschaft bis zur Geburt zeigt. Und ich habe auch mit Hebammen gesprochen. Außerdem war eine unserer Maskenbildnerinnen gerade schwanger – ich hatte also immer eine Ansprechpartnerin, wenn ich spontan eine Frage hatte.

Bridget Jones' charmante Tollpatschigkeit wirkt wie ein Magnet auf Männer. Aber sind das auch gute Voraussetzungen für eine Mutter?

Bridget wird hervorragend als Mutter sein! Wie jede Frau mit Kindern wird sie improvisieren müssen und jeden Tag ein bisschen schlauer werden, was Kindeserziehung angeht. Sie ist von Natur aus eine liebenswerte und liebende Person, und das sind die besten Voraussetzungen als Mutter.

Was haben Sie von Ihrer Figur über Dreiecksbeziehungen gelernt?

Dass sie kompliziert sind? (lacht)

Zwei gut aussehende, reiche Männer verlieben sich in Bridget – wieviel Mitleid müssen wir für dieses Luxusproblem aufbringen? Und für wen würden Sie sich entscheiden: für Colin Firth, den eleganten Briten, oder für Patrick Dempsey, den charmanten Amerikaner?

Jede Frau verdient dieses Luxusproblem, oder etwa nicht? (lacht) Aber Bridget hat es auch ohne diese Männer gut im Leben getroffen. Sie hört auf ihre Intuition und Instinkte, wenn es darum geht, ihr Glück im Leben zu finden. Und das, ohne sich den gesellschaftlichen Normen zu beugen. Die Ironie in "Bridget Jones’s Baby" ist, dass sich beide Männer in sie verlieben, als sie sich bewusst wird, dass sie auch gut alleine auf ihren Füßen stehen kann. Und was mich angeht: Warum muss ich mich zwischen Colin und Patrick entscheiden? Beide waren täglich am Set. Was für einen tollen Job ich doch habe (lacht)!

Interview: Anke Hofmann

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