Vorhang auf für die 6. Staffel "The Voice of Germany"

Foto: © SAT.1/ProSieben/ Richard Hübner
Was wir bereits wissen
Die sechste Staffel "The Voice of Germany" startet – mit neuem Jury-Gesicht, neuem Sendeplatz und mehr Wettstreit unter den Coaches.

Mikro: Check, Scheinwerfer: an, Kamera: läuft. Alles bereit im Studio, fehlen nur noch das Publikum, die Coaches – und natürlich die Gesangstalente. "The Voice of Germany" geht am 20. Oktober in die sechste Staffel – und GOLDENE KAMERA war hinter den Kulissen der Auswahlrunde bei den Blind Auditions dabei.

Manuel Opitz am Set der 6. Staffel "The Voice of Germany"

Der Aufwand ist so groß wie nie zuvor: Allein der Auf- und Abbau des Studios in Berlin dauert 16 Tage, das Equipment kommt in sechs vollgeladenen LKWs, 260 Mitarbeiter sind für die Produktion der ersten Show-Phase im Einsatz. Neu ist nicht nur die Sendezeit auf Sat.1: Statt freitags läuft die Sendung dort jetzt sonntags um 20.15 Uhr. Der ProSieben-Platz am Donnerstagabend bleibt erhalten.

Neue und alte Jurymitglieder

Neu in der Jury ist Yvonne Catterfeld. "Ich habe die Show bis jetzt fast immer im Fernsehen verfolgt und bin ganz überrascht, dass ich plötzlich selbst auf einem der roten Stühle Platz nehmen darf", freut sie sich.

Yvonne Catterfeld über die 6. Staffel "The Voice of Germany"

Nachdem er eine Staffel ausgesetzt hat, kehrt Sunrise-Avenue-Frontmann Samu Haber an den Buzzer zurück, wie gehabt dabei sind Michi Beck und Smudo von den Fantastischen Vier und Andreas Bourani. Gleich in der ersten Auswahlrunde stellen sie klar: Der Wettstreit um die Talente – der Coachfight – ist hart wie nie!

Andreas Bourani über die 6. Staffel "The Voice of Germany"

Die Stars buhlen um die Gunst der Kandidaten, denn oft drücken mehrere den roten Knopf – und der Sänger hat die Qual der Wahl zwischen den Jurymitgliedern. Nette Worte allein reichen schon lange nicht mehr, um Kandidaten in das eigene Team zu locken. Jeder Coach hat seine ganz persönliche Werbestrategie: Andreas Bourani zäunt seine Mitstreiter schon mal mit rotweißem Baustellenband ein, Yvonne Catterfeld versucht es mit einem improvisierten Liebeslied, Michi Beck und Smudo dichten spontan eine Lobeshymne und verweisen auf die "gute Arbeitsatmosphäre" in ihrem Team. Und Samu Haber gibt sein letztes Hemd: Er deutet einen Striptease an und legt einen lasziven Lapdance hin, um einen allseits begehrten Sänger rumzukriegen. Mehr Einsatz geht eigentlich nicht.

Michi Beck und Smudo über die 6. Staffel "The Voice of Germany"

Im Coachfight heißt es vor allem: alle gegen Team "Fanta". Denn Michi Beck und Smudo haben den richtigen Talentriecher bewiesen – aus ihrem Team gingen die beiden letzten "The Voice"-Gewinnerinnen Jamie-Lee Kriewitz und Charley Ann Schmutzler hervor. "Wir sind nach wie vor überzeugt, den Hattrick zu schaffen", tönen sie selbstbewusst. Doch auch die anderen Coaches bringen sich in Stellung. Catterfeld: "Der Wettbewerb zwischen uns ist stark, wir manipulieren uns gegenseitig." Allerdings nur vor der Kamera, stellt Samu Haber klar. "Auf der Bühne sind wir Konkurrenten, Backstage trinken wir zusammen Sprudelwasser und machen Gruppenumarmungen."

Samu Haber über die 6. Staffel "The Voice of Germany"

Ohne Frage sind die Musikstars, die sich zanken und angiften, einer der Erfolgsgaranten der Show. Für zimperliche Empfindlichkeiten bleibt da kein Platz. "Zum Glück mögen wir uns alle", sagt Catterfeld. "So können wir spielerisch austeilen, ohne dass es verletzend wird." Auf jeden Fall hat sich der Coach-Neuling schon mal Respekt unter seinen Mitstreitern verschafft. "Für Yvonne ist alles neu, aber sie kämpft wie ein Mann", lobt Haber. Und Michi Beck und Smudo stimmen ein: "Yvonne kann man nur gern haben. Aber sie ist nicht zu unterschätzen, denn sie hat eine sehr subtile Art zu kämpfen."

Tatsächlich entscheiden sich in den Blind Auditions zahlreiche umworbene Gesangstalente letztendlich für die einzige Frau in der Jurorenrunde – während die Kerle leer ausgehen und bedröppelt dreinschauen. Ob Catterfelds Beliebtheit auch an ihrem Selbstverständnis liegt? "Ein guter Coach nimmt sich zurück und vergisst sich", sagt sie. "Ich möchte den Kandidaten alles mitgeben, was ich kann, damit jeder das Beste aus sich herausholen kann."

Also mit Kompetenz statt Bauchgefühl zum Erfolg. Höchste Zeit, dass mal ein weiblicher Coach einen seiner Schützlinge zum Sieg bringt.

Text: Manuel Opitz

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