"The Walking Dead"-Bösewicht Jeffrey Dean Morgan im Interview

Foto: Gene Page/© AMC
Was wir bereits wissen
Jeffrey Dean Morgan spielt in der 7. Staffel "The Walking Dead" den neuen Bösewicht Negan. Im Interview verrät er Details zur neuen Staffel.

Ein unerträgliches Geräusch verabschiedete "The Walking Dead"-Fans vor sechs Monaten in die viel zu lange Serienpause. Es war der tödliche Sound von Lucille, Negans (Jeffrey Dean Morgan) mit Stacheldraht umwickelter Baseballschläger, der mit voller Wucht wiederholt auf einen menschlichen Schädel trifft.

Zweiter Trailer zur 7. Staffel "The Walking Dead"

Zum Start der 7. Staffel "The Walking Dead" (24. Oktober, 21.00 Uhr, FOX HD) traf GOLDENE KAMERA den neuen "TWD"-Bösewicht Jeffrey Dean Morgan zum Interview.

Interview mit Jeffrey Dean Morgan

Sind Sie ein Fan von "The Walking Dead"?

Ja, weil ich ein Fan von Frank Darabont bin. Wer sonst würde den Nerv haben, eine Fernsehserie über Zombies zu machen? Als er diese Serie zum Leben erweckte, war ich neugierig und habe sie mir angeschaut. Und über die Jahre hinweg ist "The Walking Dead" immer besser geworden. Vor fünf Jahre war ich bei Comic-Con – ich weiß nicht mehr wofür – und ein Fan gab mir das "The Walking Dead"-Comicbuch Nummer 100, in der Negan eingeführt wurde. Ich fand die Figur toll, habe mir aber nichts weiter dabei gedacht - bis vergangenes Jahr mein Telefon klingelte und sie mir die Rolle des Bösewichts anboten. Ich fragte sofort: "Ist es Negan?" Sie wollten mir keine Einzelheiten verraten, aber ich war mir ziemlich sicher, dass es Negan sein musste. Denn ich verfolge die Serie und wusste, dass es Zeit für diese Figur war. Und ich habe natürlich sofort Ja gesagt.

Und Sie sind so perfekt für diesen gemeinen Typ ...

Ich habe eben eine dunkle Seite! Wer hätte das gedacht (lacht). Ich suche immer nach etwas Neuem für meine Karriere. Ich hatte viele Rollen, wie zum Beispiel in "Grey’s Anatomy" und "The Good Wife," in denen ich mich sehr wohl gefühlt habe, weil sie mir sehr ähnelten. Aber mit Negan kann ich zum ersten Mal wirklich behaupten, dass kein Gramm Jeff drin steckt. Nicht nur, was meine Persönlichkeit betrifft, sondern ich habe auch meine Stimme und meinen Gang verändert. Diese Rolle ist die größte Transformation meiner Karriere. Und sie macht unheimlich Spaß. Normalerweise bin ich oft sauer, wenn ich abends nach Hause komme. Aber mit dieser Serie verlasse ich das Set mit einem großen Lächeln auf den Lippen.

Inwieweit sind Negan und "The Walking Dead" eine Herausforderung für Sie?

Negan redet viel und gerne (lacht). Bisher war die Serie vor allem geprägt von Action und Zombies, und die Autoren haben so viel Freude an diesem neuen Trend, dass sie es jetzt ein bisschen übertreiben (lacht). Ich muss also sehr viele Dialoge lernen. Aber wenn man alles zusammen addiert – Dialoge, Action, Zombies und die extreme Hitze in Atlanta, wo wir drehen – ist es harte Arbeit. Jede Folge ist praktisch wie ein Film - allerdings haben wie nur acht Tage zum Drehen. Es ist daher oft sehr stressig. Dann kann ich nicht schlafen, weil neuntausend mögliche Varianten der Szene durch meinem Kopf rasen. Aber sobald ich die Lederjacke anziehe und Lucille in der Hand halte, bin ich total gelassen und cool (lacht).

Was können Sie über die 7. Staffel verraten?

Die Zuschauer haben Negan am Ende der 6. Staffel 12 Minuten lang kennen lernen können, aber das ist nichts verglichen mit dem, was sie in der Folge 701 zu sehen bekommen werden. Diese Folge wird ihnen schwer zusetzen. Und sie werden eine ganz neue Seite von Andrew Lincoln als Rick Grimes erfahren.

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