Der Oscar stünde ihm gut: "The Danish Girl"

Foto: © Universal Pictures
Was wir bereits wissen
Bei den Golden Globes ging Eddie Redmayne leer aus. Wir erklären, warum er trotzdem als heißer Kandidat ins Oscar-Rennen geht...

In der letzten Woche sind mit "The Danish Girl" und "The Revenant" zwei grundverschiedene Filme angelaufen, deren Hauptdarsteller sofort als heiße Oscar-Kandidaten gehandelt worden sind. Bevor jetzt am 14 Januar die Nominierungen der Academy veröffentlicht werden, gibt schon mal der Blick auf die gestrigen Golden Globes einen Hinweis darauf, wer dabei die Nase vorne haben könnte. Bei der sonntäglichen Abendgala in Beverly Hills, die seit jeher als Wegweiser für die Oscar-Verleihung gilt, war es nämlich Leonardo De Caprio, der für seine Leistung im archaischen Survival-Western "The Revenant" ausgezeichnet worden ist.

Warum wir trotzdem glauben, dass Eddie Redmayne, der im Biopic über die dänische Transgender-Pionierin Lili Elbe die zweite große Rolle seines bisherigen Beruflebens spielt, die besseren Oscar-Aussichten hat, erklärt sich mit Leos Academy-Fluch. Denn bisher ging der Hollywood-Megastar bei seinen bisherigen 5 Nominierungen leer aus – obwohl er für "The Wolf of Wall Street" und "Aviator" im Vorfeld einen Golden Globe gewonnen hatte! Gegen Eddie Redmanyne könnte wiederum sprechen, dass er bereits im letzten Jahr für seine unvergessliche Darstellung des an den Rollstuhl gefesselten Astrophysikers Stephen Hawking in "Die Entdeckung der Unendlichkeit" mit dem Academy Award belohnt worden ist. Und dass in der Oscar-Vergangenheit nur einmal ein Schauspieler in Frauenkleidern einen Goldjungen mit nach Hause nehmen konnte...

Dustin Hoffman in "Tootsie" (1982): Im Oscar-Rennen für die beste männliche Hauptrolle unterlag er dem "Ghandi"-Darsteller und GOLDENE KAMERA-Gewinner Ben Kingsley. In der GOKA-Historie hat Hoffman mit zwei Auszeichnungen (2003 und 2005) allerdings die Nase vorn.

Dustin Hoffman in "Tootsie" (1982): Im Oscar-Rennen für die beste männliche Hauptrolle unterlag er dem "Ghandi"-Darsteller und GOLDENE KAMERA-Gewinner Ben Kingsley. In der GOKA-Historie hat Hoffman mit zwei Auszeichnungen (2003 und 2005) allerdings die Nase vorn.

Jack Lemmon in "Manche mögen's heiß" (1959): Der 2001 verstorbene Kult-Komödiant musste sich bei den Oscars dem extra-maskulinen "Ben Hur"-Heroen Charleton Heston geschlagen geben.

Trailer "Manche mögen's heiß"

Jaye Davidson in "The Crying Game" (1992): Obwohl der Kalifornier ein atemberaubendes Schauspieldebüt hingelegt hat, ging der Oscar an GOLDENE KAMERA-Gewinner Al Pacino für "Der Duft der Frauen".

Trailer zu "The Crying Game"

William Hurt in "Kuss der Spinnenfrau" (1985): Er ist der bislang einzige Charakterdarsteller, der für eine Transgender-Rolle den Oscar für die beste männliche Hauptrolle gewonnen hat. Dafür ließ Hurt unter anderen James Woods für "Salvador" und Paul Newman für "Die Farbe des Geldes" hinter sich.

Trailer zu "Kuss der Spinnenfrau"
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