EU: Für Netflix gelten gleiche Regeln wie für TV-Sender

Der Internet-TV-Anbieter Netflix hat über 81 Millionen Mitglieder
Foto: © Netflix
Was wir bereits wissen
Online-Streamingdiensten wird eine Mindestquote für europäische Produktionen verordnet.

Die EU-Kommission fordert eine Mindestanzahl an europäischen Produktionen bei Streamingdiensten wie Netflix und Amazon Prime – ein entsprechender Gesetzesentwurf soll in absehbarer Zeit vorgestellt werden. Mindestens 20 Prozent europäische Filme sollen im Angebot enthalten sein; außerdem sollen EU-Länder Streamingdienste dazu verpflichten können, sich finanziell an der Produktion von europäischen Filmen zu beteiligen. Damit sollen Netflix und Amazon Prime denselben Regeln unterworfen werden, die auch Fernsehsender einhalten müssen – im Bereich der Filmförderung, aber auch in Sachen Jugendschutz.

Zwar sprach sich Netflix gegen diese Maßnahmen aus, doch wirkliche Probleme bereiten sie dem Anbieter nicht: Nach Angaben der EU-Kommission bestand bereits im Jahr 2015 sowohl das Angebot von Netflix als auch das von iTunes in der EU aus 21 Prozent europäischen Filmen. Die erste in Europa produzierte Serie, "Marseille" mit Gérard Depardieu, ist derzeit bei Netflix abrufbar, mit der Mysteryserie "Dark" ist außerdem schon eine erste deutsche Netflix-Serie in Planung.

Was Netflix & Co. freuen dürfte: Die EU-Kommission will außerdem zumindest in Teilen das Geoblocking abschaffen, das bislang verhindert hat, dass Streamingdienste in Europa über die Grenzen hinweg genutzt werden können.

"You Are Wanted": Drehstart für Schweighöfer-Serie

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